Nochmal ganz spontan, würde ich stark pointiert sagen, daß es sich bei dem lyrischen Ich um einen Verstandesmenschen handelt, der auf der Suche nach Liebe ist.
Die erste Strophe drückt Resignation aus...
Die Dunkelheit des Ungewissen umgibt ihn. Liebe als Gefühl dagegen zeugt von Gewissheit, die aber relativiert, zerrissen, hinterfragt, totdiskutiert wurde. Was übrigeblieben ist, ist ein "wort", eine Hülse, deren lebendige Bedeutung fehlt.
In der zweiten Strophe kommt der Realtivismus des "Kopfmenschen" zum Vorschein... Was kann ich wissen, was ist Wahrheit , wo bin ich überhaupt usw. usw.
Er züchtet ein "viehleicht". Es kann keine Gewissheit geben nur Konfusion, "es wächst, wenn es zerbricht"...
Dieses totale Hinterfragen, die in die Konfusion führt, ist angetrieben von der Suche nach etwas "Schwerem", etwas das bleibt. Woran man sich festhalten kann...
Doch kommt der Protagonist niemals zu einem endgültigen Ergebnis.
Die Liebe ist ja nicht nur Wort...
Grund des Scheiterns und "vieHleicht" auch des Aufgebens, ist das verhext "Verkopfte", das zum "Verzicht" von Liebe führt.
Oder umgangssprachlich ausgedrückt:
Der Intellektuelle hat kein Sex, er fiktivitiert lieber darüber nach...
