Es kam die Zeit abzuschälen die alte Haut
ein wenig sorgte es mich schon
wußte nicht, was man darunter schaut
Ecdysis
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Jack Swallow
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Ecdysis
"Dem schauenden Auge das Wort lassen" (Edmund Husserl)
Re: Ecdysis
ja, was gibt´s denn zu schau´n?
es wäre gar nicht so schön ohne mäntelchen, wenn man keines hätte
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Jack Swallow
- Sphinx
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Re: Ecdysis
Beispielsweise den Satz:

wußte nicht, was man darunter schaut
"Dem schauenden Auge das Wort lassen" (Edmund Husserl)
Re: Ecdysis
Hm, Hallo Jack,
also ist schon klar, dass eine Häutung was neues bringt, aber eig. ist es dem Insekt doch schnuppe. Weil es muss aus der kleinen Hülle raus, sonst kriegt es nämlich Platznot
Also m.E. passt der Titel nicht recht. Denn die Häutung bringt ja nur eine neue Haut/Panzer hervor. Grundsätzlich ist es ja das gleiche wie vorher, nur größer.
(siehe Häutung ) Ich denke, die Metamorphose trifft es eher.. Da kommt ja wirklich was neues raus. Wir könnten jetzt streiten, ob die Raupe weiß, das sie ein verdammt geiler Schmetterling wird..Aber müssen wir nicht.
Denn grundsätzlich sind das einfach naturgegebene Triebe/genetische Vorgänge/o.ä. , die erfüllt werden um das Überleben der Art zu sichern...
Biologisch Unkenntliche Grüße,
Vogl
also ist schon klar, dass eine Häutung was neues bringt, aber eig. ist es dem Insekt doch schnuppe. Weil es muss aus der kleinen Hülle raus, sonst kriegt es nämlich Platznot
Also m.E. passt der Titel nicht recht. Denn die Häutung bringt ja nur eine neue Haut/Panzer hervor. Grundsätzlich ist es ja das gleiche wie vorher, nur größer.
(siehe Häutung ) Ich denke, die Metamorphose trifft es eher.. Da kommt ja wirklich was neues raus. Wir könnten jetzt streiten, ob die Raupe weiß, das sie ein verdammt geiler Schmetterling wird..Aber müssen wir nicht.
Denn grundsätzlich sind das einfach naturgegebene Triebe/genetische Vorgänge/o.ä. , die erfüllt werden um das Überleben der Art zu sichern...
Biologisch Unkenntliche Grüße,
Vogl
Mein Ich ist ein Pfogel aus Metall, doch Du hast ihn berührt und beschützt.
Re: Ecdysis
Haut mich nicht um.
Häutungen gab's hier schon in besseren Varianten:
http://www.literaturforum.net/viewtopic.php?t=1621
Grüße,
[).
Häutungen gab's hier schon in besseren Varianten:
http://www.literaturforum.net/viewtopic.php?t=1621
Grüße,
[).
"du trittst da fast in die fußstapfen des unseligen dr goebbels und seiner zensur und verdammungsmaschine." (Ralfchen)
Re: Ecdysis
Mhm, "abschälen" habe ich nicht mit einem Tier in Verbindung gebracht. Für mich war es auf jeden Fall ein Mensch, der seine alte Haut verliert, weil die Worte mich nicht auf ein Tier hingewiesen haben.
Allerdings musste ich an Sonnenbrand denken. Ich hätte auch Sorgen bei dem Gedanken, wie es UNTER meinem Sonnenbrand aussieht... Aber das war wohl nicht gemeint.
Die mögliche, andere Ebene des Textes lässt mich unbefriedigt. Die Vergangenheitsform weist mich darauf hin, dass es jetzt was "zu schauen" gibt. Aber was ist es denn, da doch die Sorge um die Zukunft im Jetzt überwunden ist, oder? Wenn die Sorge immer noch vorhanden sein sollte, warum dann die Vergangenheitsform? Das passt für mich entweder nicht zusammen - oder es fehlen weitere Informationen.
Ich wünsche mir ein oder zwei weitere Strophen. Für mich schreien die Zeilen geradezu danach, von der erfolgreichen Sorgen-Überwindung zu erzählen, zum Beispiel davon, wieso es unsinnig ist, sich Sorgen zu machen oder um was sich da genau Sorgen gemacht wurde (etwas "darunter liegendes" kann fast alles sein). Was sieht "man" denn JETZT "darunter" - da er es in der Vergangenheit nicht wusste... weiß er es doch jetzt.
ach, ich bin mehr für konkretes oder etwas, was mehr zu sagen, zu erzählen hat. Daher meine Nachfrage.
Allerdings musste ich an Sonnenbrand denken. Ich hätte auch Sorgen bei dem Gedanken, wie es UNTER meinem Sonnenbrand aussieht... Aber das war wohl nicht gemeint.
Die mögliche, andere Ebene des Textes lässt mich unbefriedigt. Die Vergangenheitsform weist mich darauf hin, dass es jetzt was "zu schauen" gibt. Aber was ist es denn, da doch die Sorge um die Zukunft im Jetzt überwunden ist, oder? Wenn die Sorge immer noch vorhanden sein sollte, warum dann die Vergangenheitsform? Das passt für mich entweder nicht zusammen - oder es fehlen weitere Informationen.
Ich wünsche mir ein oder zwei weitere Strophen. Für mich schreien die Zeilen geradezu danach, von der erfolgreichen Sorgen-Überwindung zu erzählen, zum Beispiel davon, wieso es unsinnig ist, sich Sorgen zu machen oder um was sich da genau Sorgen gemacht wurde (etwas "darunter liegendes" kann fast alles sein). Was sieht "man" denn JETZT "darunter" - da er es in der Vergangenheit nicht wusste... weiß er es doch jetzt.
ach, ich bin mehr für konkretes oder etwas, was mehr zu sagen, zu erzählen hat. Daher meine Nachfrage.
es wäre gar nicht so schön ohne mäntelchen, wenn man keines hätte
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Jack Swallow
- Sphinx
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Re: Ecdysis
Dank euch KaRe, Vogel und Dirk...
Na ja, dieser kurze Text war eher als eine Art lyrischer Seufzer gedacht...
Kurz und prägnant. Viele undefinierte Empfindungen gebündelt, die Ausdruck finden in einem kleinen, kurzen Seufzer. Dieser Seufzer hat etwas mit der eigenen Veränderung zu tun. Sind es die Umstände, die einen verändern? Die Erfahrungen? Schleichend schon...und vielleicht ist es auch natürlich so...
Wenn man sich dem gewahr wird, stellt man sich die Frage nach dem wohin (oder was?)...und seufzt...
nicht mehr und nicht weniger...
Große Erkenntnisse wollte ich mit dem Gedicht nicht vermitteln, nur einen kleinen Seufzer in Form eines haiku, (wenn es überhaupt eines ist)...
@vogel: Wow... schöne Bilder...
und so vielsagend leise... sehr schön :kiss:
Ob nun die Raupe weiß, daß sie zu einem geilen Schmetterling wird, werden wir nie erfahren.
Und beim Menschen? Da wissen wir definitiv, daß er nicht zu einem geilen Schmetterling wird. Bei ihm sind die Möglichkeiten viel größer. Im Guten, wie im Schlechten...
Ach... eigentlich war's nur ein Seufzer...
@KaRe: "Hach...Seufz"
Mich hat eigentlich nur der Moment kurz vor der metaphorischen Häutung interessiert.
@Dirk: Für meinen Geschmack zu funky, wenn man doch den Vorgang einer metaphorischen Häutung leise veranschaulichen sollte...
Grüße...
Na ja, dieser kurze Text war eher als eine Art lyrischer Seufzer gedacht...
Kurz und prägnant. Viele undefinierte Empfindungen gebündelt, die Ausdruck finden in einem kleinen, kurzen Seufzer. Dieser Seufzer hat etwas mit der eigenen Veränderung zu tun. Sind es die Umstände, die einen verändern? Die Erfahrungen? Schleichend schon...und vielleicht ist es auch natürlich so...
Wenn man sich dem gewahr wird, stellt man sich die Frage nach dem wohin (oder was?)...und seufzt...
nicht mehr und nicht weniger...
Große Erkenntnisse wollte ich mit dem Gedicht nicht vermitteln, nur einen kleinen Seufzer in Form eines haiku, (wenn es überhaupt eines ist)...
@vogel: Wow... schöne Bilder...
und so vielsagend leise... sehr schön :kiss:
Ob nun die Raupe weiß, daß sie zu einem geilen Schmetterling wird, werden wir nie erfahren.
Und beim Menschen? Da wissen wir definitiv, daß er nicht zu einem geilen Schmetterling wird. Bei ihm sind die Möglichkeiten viel größer. Im Guten, wie im Schlechten...
Ach... eigentlich war's nur ein Seufzer...
@KaRe: "Hach...Seufz"
Mich hat eigentlich nur der Moment kurz vor der metaphorischen Häutung interessiert.
@Dirk: Für meinen Geschmack zu funky, wenn man doch den Vorgang einer metaphorischen Häutung leise veranschaulichen sollte...
Grüße...
"Dem schauenden Auge das Wort lassen" (Edmund Husserl)
Re: Ecdysis
Hallo nochmal.
Also hm, ich finde schon, dass aus dem Menschen ein schöner Schmetterling werden kann..(Wäre eine eigene Topic mit Grundsatzdiskusion würdig) Und da passt sicher das Gedicht auch. Stellen wir uns vor, wie schälen eine Staatsform und ab.. Wissen wir was darunter hervorkommt?
Was sagst du denn eig. zu der Sache mit dem Titel, was ich kritisiert habe...?
Grüße.
Also hm, ich finde schon, dass aus dem Menschen ein schöner Schmetterling werden kann..(Wäre eine eigene Topic mit Grundsatzdiskusion würdig) Und da passt sicher das Gedicht auch. Stellen wir uns vor, wie schälen eine Staatsform und ab.. Wissen wir was darunter hervorkommt?
Was sagst du denn eig. zu der Sache mit dem Titel, was ich kritisiert habe...?
Grüße.
Mein Ich ist ein Pfogel aus Metall, doch Du hast ihn berührt und beschützt.
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Jack Swallow
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Re: Ecdysis
Hallo vogel, du läßt nicht locker, was?
:whip:
Gefällt mir...
)
Zu dem Titel...,
na, ja... die Frage ob "Metamorphose" nun besser passen würde, wär für mich schon mit dieser Grundsatzdiskussion "kann der Mensch zu einem Schmetterling werden" verbunden, metaphorisch gesehen.
Oder anders ausgedrückt, kann sich ein Mensch in seiner Persönlichkeitsentwicklung dermaßen zum Guten oder Schönen verändern, daß er kaum wiederzuerkennen ist. Hat vielleicht mit dem persönlichen Blick (ob nun humanistisch oder eher misantropisch) auf den Menschen, zu tun.
Mit dem Titel "Ecdysis" wollte ich auf die schleichende Veränderung (und die schleichend Anpassung?) hinweisen. Wir wachsen oder schrumpfen mit den Umständen, die auf uns einwirken. Und oft haben wir nur begrenzten Einfluß darauf. Irgendwann ist die Zeit da, wo wir uns anpassen müssen, d. h. ist die Einstellung noch aktuell, die Träume, die Ideale? Ich glaube, daß unsere Psyche nicht nur eine oft unterschätzte Selbstheilungskraft hat, sondern auch unheimlich flexibel ist, was Anpassung auf neue Umstände angeht. Wir wachsen also schleichend aus Einstellungen heraus, die zu eng geworden sind. Natürlich hat dies mit Selbstschutz zu tun.
Metamorphose würde nun bedeutet, daß wir uns zu etwas grundlegend anderen entwickeln, zu etwas bombastisch Schönem oder abgrundtief Hässlichem. So weit wollte ich gar nicht gehen. Insofern, dachte ich schon an die Ecdysis der Reptilien und weniger an die der Insekten...
Mich würde diese Grundsatzdiskussion aber schon interessieren...
Bist du zu einem Schmetterling geworden?
:whip:
Gefällt mir...
Zu dem Titel...,
na, ja... die Frage ob "Metamorphose" nun besser passen würde, wär für mich schon mit dieser Grundsatzdiskussion "kann der Mensch zu einem Schmetterling werden" verbunden, metaphorisch gesehen.
Oder anders ausgedrückt, kann sich ein Mensch in seiner Persönlichkeitsentwicklung dermaßen zum Guten oder Schönen verändern, daß er kaum wiederzuerkennen ist. Hat vielleicht mit dem persönlichen Blick (ob nun humanistisch oder eher misantropisch) auf den Menschen, zu tun.
Mit dem Titel "Ecdysis" wollte ich auf die schleichende Veränderung (und die schleichend Anpassung?) hinweisen. Wir wachsen oder schrumpfen mit den Umständen, die auf uns einwirken. Und oft haben wir nur begrenzten Einfluß darauf. Irgendwann ist die Zeit da, wo wir uns anpassen müssen, d. h. ist die Einstellung noch aktuell, die Träume, die Ideale? Ich glaube, daß unsere Psyche nicht nur eine oft unterschätzte Selbstheilungskraft hat, sondern auch unheimlich flexibel ist, was Anpassung auf neue Umstände angeht. Wir wachsen also schleichend aus Einstellungen heraus, die zu eng geworden sind. Natürlich hat dies mit Selbstschutz zu tun.
Metamorphose würde nun bedeutet, daß wir uns zu etwas grundlegend anderen entwickeln, zu etwas bombastisch Schönem oder abgrundtief Hässlichem. So weit wollte ich gar nicht gehen. Insofern, dachte ich schon an die Ecdysis der Reptilien und weniger an die der Insekten...
Mich würde diese Grundsatzdiskussion aber schon interessieren...
Bist du zu einem Schmetterling geworden?
"Dem schauenden Auge das Wort lassen" (Edmund Husserl)
Re: Ecdysis
Hallo Jack,
soll ich das als Kompliment auffassen, dass ich nicht so schnell locker lasse?
Ich wollte halt einfach deine Meinung wissen und ich muss sagen, dass mir deine Erklärung schlüssig ist. Für mich war der Mensch in dieser Disskusion wirklich eine Made, die irgendwann Erkenntnis erlangt und PUFF etwas schönes ist.
Deine Erklärung erscheinst mir aber sehr viel realitätsnaher. Denn mit PUFF ist hier ja selten was.. Es ist eher schleichend und langsam... (im gro aller Fälle..)
Danke für Erleuchtung :thanx:
Und ich muss sagen, dass mir das Thema des Gedichts immer mehr gefällt
Trotzdem habe ich noch einen Kritikpunkt... Warum der Reim? Also er passt schon. Aber es wirkt doch sehr künstlich. Auch auf Grund der Grammatik.
Aber ich will mal jetzt nicht weiter bohren
Lieb Grüße,
Vogel
soll ich das als Kompliment auffassen, dass ich nicht so schnell locker lasse?
Ich wollte halt einfach deine Meinung wissen und ich muss sagen, dass mir deine Erklärung schlüssig ist. Für mich war der Mensch in dieser Disskusion wirklich eine Made, die irgendwann Erkenntnis erlangt und PUFF etwas schönes ist.
Deine Erklärung erscheinst mir aber sehr viel realitätsnaher. Denn mit PUFF ist hier ja selten was.. Es ist eher schleichend und langsam... (im gro aller Fälle..)
Danke für Erleuchtung :thanx:
Und ich muss sagen, dass mir das Thema des Gedichts immer mehr gefällt
Trotzdem habe ich noch einen Kritikpunkt... Warum der Reim? Also er passt schon. Aber es wirkt doch sehr künstlich. Auch auf Grund der Grammatik.
Aber ich will mal jetzt nicht weiter bohren
Lieb Grüße,
Vogel
Mein Ich ist ein Pfogel aus Metall, doch Du hast ihn berührt und beschützt.
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