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das letzte licht einer fliege

Verfasst: 11.03.2008, 18:30
von DerBaum
ganz müde hängt sie am fenster
schaut nach draußen
schaut zu ihr
ruft ihr zu
na schöne frau
viel zu tun heute?

die fliege kümmert sich um nichts mehr
um ihr herum ist alles am rennen

das brennen der zukunft
das zählen der angst

das hineinsehen in ein zimmer
da brennt schon licht
so früh
dass man den morgen abstreiten möchte

die fliege vergisst
dass sie fliegen kann
sie sinkt herab
übersteigt die grenzen
winkt dem letzten licht noch einmal zu und flüstert

na schöne
verbrenn nicht so viel zeit
du hast die augen eines tages
in ihnen fallen sternschnuppen
um sich was zu wünschen

Re: das letzte licht einer fliege

Verfasst: 11.03.2008, 20:35
von KaRe
hallo lieber herr hut,

ich kann nicht anders, ich fühle mich ein wenig angesprochen, vor allem, wenn ich das lese: "verbrenn nicht so viel zeit". Das geht, glaube ich, einigen Menschen so, oder?

muss es in der zweiten strophe nicht heißen "um sie herum ist alles am rennen"? also, im ersten moment meinte ich einfach nur, der ganze satz hat eine seltsame satzstellung ... das "ihr" ist mir erst gar nicht aufgefallen. so was aber auch. ich finde die umständliche konstruktion witzig vor dem hintergrund, dass die strophe ja aussagt, dass da leute sind, die schwer geschäftig sind. :-)

gruß,
KaRe

Re: das letzte licht einer fliege

Verfasst: 11.03.2008, 20:46
von DerBaum
sind sie auch und alles hat sich so abgespielt im letzten jahr, im november oder so. da war diese alte fliege in diesem büroraum und diese wunderbare frau mit diesen dunklen augen und alles war nicht im entferntesten bereit traurig zu sein.
die fliege durfte sogar noch eine runde fliegen, denn die schöne öffnete das fenster

Re: das letzte licht einer fliege

Verfasst: 11.03.2008, 21:07
von [) i r k
Das ist ein ebenso schönes, wie treffendes Gedicht.