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Entrinden

Verfasst: 11.04.2008, 21:23
von Herbert Eiter
Durchsichtig

Ich werd mich erfinden,
Selig selbstgerecht,
Ich werd mich entrinden
Vom Grübelgeflecht,
Ich werd mich empfinden
Als Fälschung und echt,
Ich möchte verschwinden,
Das Gute wird schlecht.

Das Herz ist vorhanden,
Doch mehr auch nicht,
Die Liebe zu Schanden,
Ich schirme das Licht,
Sehnsüchte verbranden,
Ich seh dein Gesicht,
Gefühle verschwanden,
Gedankenwelk, schlicht.

Das Ich überblenden,
Die fallende Frucht,
Den Niemand vollenden
Mit wunschloser Wucht,
Die Suche verpfänden
Für heillose Flucht,
Mein Leben verschwenden
Mit Blick auf die Schlucht.

Ich zähle die Stunden,
Den Atem der Nacht,
Ich zähle Sekunden
Im dröhnenden Schacht,
Ich zähle die Schrunden
Und flüstere sacht,
Dann bin ich verschwunden
In ewiger Schlacht.


© H. Eiter

Re: Entrinden

Verfasst: 12.04.2008, 02:04
von KaRe
erstaunlich versteckte reime, dabei gibt es davon zahlreiche...

an manchen stellen könnte der rhythmus glatter laufen, aber vielleicht ist genau das stocken gewollt.
Ich lese zum Beispiel "werde" statt "werd". Dann lese ich zwar leichter "Ich werde mich finden", aber es steht etwas anderes dort. Das finde ich spannend. Aber anders wäre der Rhythmus "runder".
Vielleicht nehme ich das etwas genau, aber wenn ich so geschickt angeordnete Reime lese, dann wünsche ich mir auch einen Rhythmus, der glatt läuft.

Re: Entrinden

Verfasst: 18.04.2008, 18:05
von [) i r k
Eity, ich glaub, die letzte Zeile ist 'ne Katastrophe! Da müssen wir noch mal dran arbeiten...

Re: Entrinden

Verfasst: 26.04.2008, 15:42
von Herbert Eiter
Guten Tag.
aber wenn ich so geschickt angeordnete Reime lese, dann wünsche ich mir auch einen Rhythmus, der glatt läuft.

Ich hätte nie gedacht, dass ich mal mit meinen eigenen Waffen entwaffnet werde.
Eity, ich glaub, die letzte Zeile ist 'ne Katastrophe! Da müssen wir noch mal dran arbeiten...

So besser?

Besten Gruß,
H. Eiter