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von diamanten und zucker

Verfasst: 19.05.2008, 20:05
von Patina
ich öffne das fenster
es ist stickig im auto

ich will auf einem sonnestrahl
davonreiten
aber es ist nacht

wir fahren diese kurven
am meer entlang

soeben standen wir noch oben
in dem bergdörfchen
und blickten auf juwelen

ich meinte
das ist ein diamant
direkt da unten
für uns geparkt

er schätzt nicht meinen
sinn für lyirsche sätze

ich schließe das fenster
und denke ich habe
eine stunde für das gedicht

ich öffne das fenster
und werfe meinen
nikotinkaugummi
hinaus

er betätigt die lüftung

meine ungesagten worte
kleben an der scheibe

der mond hängt
gescheitelt
an der windschutzscheibe

der diamant
ist nicht an meinem finger

er spielt
das duett von
zucchero und b.b. king
hey man
das zehnte mal
in die nacht hinein

Re: von diamanten und zucker

Verfasst: 03.06.2008, 01:25
von Herbert Eiter
Das ist ein schönes Gedicht, es wirkt einerseits so unfertig und bruchstückhaft - und andererseits spiegelt das irgendwie genau die beschriebene Stimmung. Ich fühle mich an warme Tage, an Urlaub, an Wochenenden erinnert - an denen alles perfekt sein könnte und doch eine unerklärliche Gereiztheit in der Luft liegt.

Re: von diamanten und zucker

Verfasst: 08.06.2008, 12:35
von Patina
das hast du aber schön auf den punkt gebracht. :-)