Immer wieder werfe ich
mein Netz aus, streue
Liebkosungen aufs Wasser.
Doch in den Maschen
hängt nur fettiger Tang.
Dunkel beäugt ein
Kormoran mein Treiben,
als wüsste er, wohin
die Fische geflohen, das
Plankton verschwunden ist.
Ich schütte Rum in den Tee
rücke näher ans Feuer,
dessen Glut glimmt
wie die Augen
schleichender Meerkatzen.
Unter Mangroven
-
hginsomnia
- Klio
- Beiträge: 590
- Registriert: 03.09.2009, 05:04
Re: Unter Mangroven
Hallo Perry,
das Bild dieses Textes ist in stimmiger Atmosphäre erzeugt. Ja, wer Liebe sucht und sie nicht findet, kann schon mal zum Alkohol greifen
Was mir, obwohl es vielleicht ohne nicht funktioniert, nicht ganz so zusagt, ist der Begriff "liebkosungen", ohne dass ich jetzt genau sagen könnte, warum das so ist. Hier würde mir soetwas wie "umarmungen" besser gefallen.
Hier verstehe ich den zweiten Nebensatz nicht. Warum will das LI wissen, wo das Plankton geblieben ist? Für das Bild macht das keinen Sinn und im Übertragenen wäre das Plankton im Vergleich zu den Fischen ja auch nur 'ne Mitleidsnummer. Ohnehin wirkt das sprachlich irgenwie nachgeschoben (mit dem Problem, dass der erste Nebensatz abgebrochen ist - siehe die Fische sind geflohen)- Ne, das Plankton würde ich rausnehmen.
Grundsätzlich nichts dagegen, aber da die Meerkatzen in einen Augenvergleich treten, will mir die Betonung des Schleichens hier nicht behagen.
nächtliche Grüße
hginsomnia
das Bild dieses Textes ist in stimmiger Atmosphäre erzeugt. Ja, wer Liebe sucht und sie nicht findet, kann schon mal zum Alkohol greifen
Was mir, obwohl es vielleicht ohne nicht funktioniert, nicht ganz so zusagt, ist der Begriff "liebkosungen", ohne dass ich jetzt genau sagen könnte, warum das so ist. Hier würde mir soetwas wie "umarmungen" besser gefallen.
Perry hat geschrieben:als wüsste er, wohin
die Fische geflohen, das
Plankton verschwunden ist.
Hier verstehe ich den zweiten Nebensatz nicht. Warum will das LI wissen, wo das Plankton geblieben ist? Für das Bild macht das keinen Sinn und im Übertragenen wäre das Plankton im Vergleich zu den Fischen ja auch nur 'ne Mitleidsnummer. Ohnehin wirkt das sprachlich irgenwie nachgeschoben (mit dem Problem, dass der erste Nebensatz abgebrochen ist - siehe die Fische sind geflohen)- Ne, das Plankton würde ich rausnehmen.
Perry hat geschrieben:schleichender Meerkatzen
Grundsätzlich nichts dagegen, aber da die Meerkatzen in einen Augenvergleich treten, will mir die Betonung des Schleichens hier nicht behagen.
nächtliche Grüße
hginsomnia
Re: Unter Mangroven
Hallo hginsomnia,
danke für dein "Feintuning."
Liebkosungen kann man noch eher im Sinne von Luftküssen streuen, als Umarmungen.
Sicher würden die verschwundenen Fische alleine auch genügen, vor allem, wenn der Kormoran sie alle rausgefischt hat
, aber die "Ursache" scheint tiefer zu liegen, ohne Plankton keine Fische, im übertragenen Sinn z.B. ohne miteinander die Probleme zu besprechen, keine gemeinsame Zukunft.
Das Schleichen soll die unwirkliche Stimmung, in der sich das LI befindet unterstützen, es umschleicht sich in Gedanken selbst.
Ich habe zwar jetzt meine Intention erklärt, was aber nicht heißt, dass ich nicht noch intensiv über deine Anregungen nachdenke. Vor allem das fehlende "sind" sollte auf jeden Fall glöst werden.
LG
Perry
danke für dein "Feintuning."
Liebkosungen kann man noch eher im Sinne von Luftküssen streuen, als Umarmungen.
Sicher würden die verschwundenen Fische alleine auch genügen, vor allem, wenn der Kormoran sie alle rausgefischt hat
, aber die "Ursache" scheint tiefer zu liegen, ohne Plankton keine Fische, im übertragenen Sinn z.B. ohne miteinander die Probleme zu besprechen, keine gemeinsame Zukunft. Das Schleichen soll die unwirkliche Stimmung, in der sich das LI befindet unterstützen, es umschleicht sich in Gedanken selbst.
Ich habe zwar jetzt meine Intention erklärt, was aber nicht heißt, dass ich nicht noch intensiv über deine Anregungen nachdenke. Vor allem das fehlende "sind" sollte auf jeden Fall glöst werden.
LG
Perry
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