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Verfasst: 30.09.2009, 09:52
von Greta
Wie merkwürdig sich diese langen Tage dem Vergehen entziehen
Kein Wind der in ihnen wohnt
Diese sehr unwirtlichen Orte
Die die Einsamkeit einladen
Sie mit sich selbst zu teilen

Der Regen malt Zeichen in die Luft
(diese Luft voller Särge)
geteilt durch den Flügelschlag der einarmigen Vogelscheuchen
irgendwo bekreuzigt sich eine Mutter
und verliert die Fassung
irgendwo verliert ein Vater die Geduld
Irgendwo verliert sich das Leben in Betrachtungen

Ein Mund hört auf zu sprechen
Und ein Wort wird zur Bestimmung
Fassungslos lösen sich die Worte von den Lippen
Unsere kleinen Ohren zerschellen an der Brandung
Mit der sie an unsere Augen fluten

Gelobt sei der scharfe Zug um die Lungen eines Taubstummen
Sie haben sehr deutlich von Nilpferden geschrieben
Wir aber haben ihre Stimme nicht erkannt
Die Luft in den Worten
Und der luftleere Raum in dem sich das Leben abspielt
Die leise Traurigkeit zwischen den Ohren
(dein vergeblicher Blick)
du suchst dich im Spiegel
(wir sind nur Unterbrechungen im kosmischen Verlauf)

Eine erfundene Richtung
Kursierende Gerüchte
Auf denen du alles neu aufbaust
Letztendlich bist auch du nur ein Mann

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Verfasst: 30.09.2009, 11:15
von Perry
Hallo Greta,
du siehst mich stellenweise begeistert, vorallem der Anfang des ersten und zweiten Verses ist dir sehr gut gelungen.
Dann aber verfällst du leicht ins Schwafeln (Dass der Tag die(?) Nacht einmal nur durchbricht ist etwas arg uninteressant) und
spätenstens ab dem dritten "irgend..." wirds langweilig.
Schön auch die stellenweise originellen Bild- bzw. Themenwechsel, wobei du hier aber auch leicht zur Übertreibung neigst, "Sie (wer?) haben ... von Nilpferden geschrieben" und am Schluss scheinen dir die Ideen ausgegangen zu sein. ;-)
Trotzallem ein erfrischend anderer Text, den ich gern gelesen habe.
LG
Perry

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Verfasst: 30.09.2009, 12:37
von Greta
Hallo Perry,
du siehst mich teilweise dankbar für Deinen Kommentar und teilweise resistent gegen Deine Vorschläge.
Vielen Dank! Die Stellen, die ich eingesehen habe, sind in die Änderung eingeflossen...

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Verfasst: 30.09.2009, 15:56
von Perry
Hallo Greta,
so soll es auch sein, denn letztlich schreibt jeder auf seine individuelle Art und wir sollten nur das annehmen, von dem wir überzeugt sind. Der Rest ist Subjektives, das so vielfältig ist wie das Leben selbst.
LG
Perry

Re: Teilen

Verfasst: 30.09.2009, 23:46
von riemsche
hallo greta
kommt möglicherweise so ansatzweise nicht rüber, aber ich musste einfach schon in der ersten nach anderen forme(l)n suchen. und bin zweckoptimistisch, dass -wenn man das ganze auf die art überarbeiten würde- am ende wahrscheinlich dasselbe rauskommt. was meinst du?

orig.Greta (resp.vers.)
//
Wie merkwürdig lang sich diese Tage dem Vergeh entziehen
In ihnen wohnt kein Wind
Unwirtliche Orte wie diese
Laden die Einsamkeit ein
Sich Ihresgleichen mit zu teilen
//

lGr

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Verfasst: 01.10.2009, 09:20
von Greta
Hallo Riemsche,
ich finde das sehr interessant, was Du da gemacht hast, aber es ist mir schon sehr fremd. Das ist so gar nicht meine Art zu schreiben. Ja, vermutlich würde das Gleiche dabei herauskommen, aber jeder hat eben eine sehr verschiedene Art dieses Gleiche zu sagen.

Re: Teilen

Verfasst: 01.10.2009, 14:08
von Poeta
Ich finde, so ein bisschen Änigmatisches, das natürlich die Gefahr mit sich bringt, zu langweilen (wenn man nicht willens ist, offene Fragen stehen zu lassen und das Wesentliche zu suchen) tut dem Gedicht gut, da es (ähnlich wie beim Stil von Elizabeth Alexander) vordergründig recht prosaisch daherkommt.

Mir gefällt dieser Stil und das Gedicht. Letztendlich bin ich auch nur ein Mann. ;-)

Liebe Grüße
Helmut

Re: Teilen

Verfasst: 01.10.2009, 21:30
von Greta
Hallo Helmut,
das änigmatische war mir bis gerade auch rätselhaft ;-)... Und was Du da schreibst, über das Rätselhafte an sich, ist natürlich wahr. Aber ich glaube, selbst wenn man die offenen Fragen mag udn die Rätsel mehr als die Antworten, geht es darum ein gutes Maß zu finden. Und prosaisch nehme ich jetzt mal als Kompliment, auch wenn ich Elizabeth Alexander (noch) nicht kenne. Und Danke für den vorletzten Satz.

Re: Teilen

Verfasst: 01.10.2009, 22:31
von Poeta