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Du schreibst Gedichte? Laß sie nicht in einer Schublade verschimmeln! Menschenbeifall wirst Du hier finden, aber auch Kritik und Rat.
riemsche
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Beitragvon riemsche » 24.01.2010, 20:33

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glück- weil purzeltag
datum bis heute mir
der blanke wahnsinn in
pensionärer ungestalt
josef fritzl´s keller
kinder am laufband
in´s langzeitgedächtnis
brannte
j.f.k.
aus mir passwörtlichen
automatismen
löschte

warum
bin ich so wütend
andererseits
ich kenne amstetten
war dort selbst
ahnungsloser

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hginsomnia
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Re: ..... 24 .....

Beitragvon hginsomnia » 26.01.2010, 19:26

Hi riemsche,

gutes Bild. Die nachbarschaftliche Bedrohung von ihr selbst ausgehend betrachtet. Gute Nummer!

Der Text transportiert diese Atmosphäre leider nicht, zumindest für mich. Ich sehe hier ein LI, selbstmitleidig, lustlos anklagend, resignierend.
Der Text sucht sich meines Erachtens zu sehr Referenzobjekte im geschlossenen Kreis einer individuellen Wahrnehmung.

lg
hginsomnia

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Re: ..... 24 .....

Beitragvon riemsche » 26.01.2010, 21:38

servus und danke fürs kompliment zumBild. mich hat gereizt, eine per kurbel kontrollierte einsicht durch simple drehung in eine vergitterte aussicht zu verwandeln. dasses -wie ich Deinem komm entnehme- auch in derArt rüberkommt, freut mich.

zum text: nun ich weiß nicht, ob Dir josef fritzl was sagt? wenn ja, dann hab ich s mit einigen querverbindungen wieder mal den tick zU persönlich genommen (:->)) was natürlich nichts ändert, ich empfand ja so. wenn nein, http://de.wikipedia.org/wiki/Kriminalfall_von_Amstetten dürfte für die trockene info passen.

was mich sehr interessiert: in welchen passagen steckt dMn das selbstmitleid? bei /lustlos anklagend resignierend/ stimme ich zu, breakingNews, wenn du sie hörst, isdas in dem fall für was oder wen zu spät.
lGr

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Re: ..... 24 .....

Beitragvon hginsomnia » 27.01.2010, 17:28

Hallo riemsche,

ja, der Fall Fritzl sagt mir was. Es ist ja auch, glaube ich, nahezu unmöglich gewesen, daran vorbei zu kommen.

riemsche hat geschrieben:was mich sehr interessiert: in welchen passagen steckt dMn das selbstmitleid


Hier:

riemsche hat geschrieben:warum
bin ich so wütend


Die Feststellung, aufgrund des fehlenden Rezepienten, ist weniger Analyse, als vielmehr ein sich selbst Bedauern. Selbstmitleid scheint immer ein recht absoluter Begriff zu sein, aber es hat meines Erachtens Nuancen. Es bezieht sich auch auf den Habitus des Textes, weil hier ein unfassbares Ereignis in die eigene Reflexion, mehr noch, in die eingene Befindlichkeitsanalysie integriert ist, was ich immer für ein Zeichen von Selbstmitleid halte.

lg
hginsomnia

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Re: ..... 24 .....

Beitragvon riemsche » 27.01.2010, 21:20

zB die nuance, dass ich da auf mich selbst wütend war _bin und bei passender gelegenheit voraussichtlich wieder sein werde. sichselbstBedauern kommt vor, ohja, ich halte mich da wenngeht so kurz wie möglich. istgleich mehr zeit, was gegen un_möglichkeit zu tun :-)) so fällt das für beide seiten überlebenswichtige selbermögen leichter.
lieben gruss
riemsche


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