Hallo riemsche.
laut geben bringts, immer wieder auf die differente
Also wenn ich das laut drehe und die ganzen Pausen zwischen den Worten
bewusst mitspreche (anstatt sie sinnhaft zusammenzuziehen) dann klingt das doch recht verhackstückt. Und es klingt auch nicht wirklich flüssig oder grammatikalisch. Wir haben ja alle so einen kleinen Herrn Duden irgendwo im Hinterkopf, der eher zur sprachlichen Norm neigt.
Für mich ist das eher ein typisches Lese-Gedicht. Die besten Sprachspiele in diesem Gedicht kommen nur beim Lesen zur Geltung, wobei mir besonders diese Zerlegung gefallen hat:
auf boden nackt
er tat sachen
Aber ich muss hg. auch ein bisschen beipflichten: Die Mischung macht's. Laut und leise, schnell und kurz, hoch und tief, langsam und schnell ist die Dialektik der Musik. Dieses Gedicht ist sicherlich sprach-intellektuell beeindruckend, aber dennoch etwas monoton. Wenn das noch ein paar Zeile so weiter ginge, hätte ich - Hand auf's Herz - irgendwo mittendrin aufgehört zu lesen. Da fehlt ein formaler Kontrast, eine klangliche Komplementärfarbe.
Übrigens wirklich ein tolles Foto. Schon wieder muss ich hg. zustimmen.
MfG,
[) i r k