Hallo Perry,
ich starte mal einen neuen Versuch.
Daher fange ich auch so an:
Jeder darf seinen Text in die Wellen werfen oder in den Diskurs, darf ihn zu den Höhen des Elfenbeinturms tragen oder zur Asche der Kadenz, darf ihn verbrennen oder sich an ihm, darf die Welt auf ihn einschwören oder ihn auf die Welt.
Ich möchte also mit diesem, ja, etwas schwülstigen Eingang auf unterschiedliche Erwartungshaltungen referieren.
Meine Erwartungshaltung, der ich zugegeben selbst schwer nachzukommen im Stande bin, wird in diesem Text nicht erfüllt.
So stellt sich mir znächst die Frage, was das hier soll:
Perry hat geschrieben:doch was will ich allein mit einem eiland,
auf dem es nur schafe und ein leeres pub gibt?
Warum tritt das LI hier aus dem Traumbild heraus und wendet sich an einen Rezipienten?
Die Möglichkeiten stilistischer Einbettung dieses Bildes innerer Leere sind vertan. Vielmehr nähert es sich stark einer plakativen Deutung, die als (unreine) rhetorische Frage daherkommt.
Grundsätzlich fehlt mir hier stilistische Deckung. Vielleicht verdeutliche ich das mal so:
manchmal schüttet sich whisky in mein glas:
dann fliege ich übers meer,
lande auf einer insel ...
Dieser etwas unbeholfene Einstieg sollte nur verdeutlichen, dass mir die hier gewählten Satzbausteine zu holprig vorkommen, zu gestelzt vielleicht.
Das ist halt meine Erwartungshaltung.
Wenn du eine andere hast, mag das so sein.
lg
hginsomnia