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gefrorener Stiel

Verfasst: 22.04.2010, 20:17
von hginsomnia
gefrorener Stiel

Ich hänge mich an einen Stiel.
Ich hab' das Eis mir eingeflößt.
Wenn irgendwo noch Ahnung döst,
das sei vielleicht nicht allzu viel,

dann kotze ich euch in den Hals
und reime mir die Welt ins Reine,
bis alle nicken. Andernfalls
gilt nur noch eine Meinung: Meine!

Re: gefrorener Stiel

Verfasst: 22.04.2010, 21:51
von riemsche
bis hin zum offenen fingerwedelschluss im brustton der pikierte egomane :-) erinnert mich an den schönschmutzigen franzmann. auch wie du dich per einlegearbeit der klassischen bedienst (1/3 + 2/2), um gar megawichtig klangvoll einzubremsen, gefällt mir seh gut. textgrübler:

das sei vielleicht nicht allzu viel // und sei es auch nicht allzu viel

lGr

Re: gefrorener Stiel

Verfasst: 23.04.2010, 15:15
von hginsomnia
Hi riemsche,

ja, ich bediene mich recht großzügig. Die klassischen Welchen sofort erkannt, nicht schlecht :-) .

Dein Textgrübler bedeutet ja 'n bisschen was anderes (referiert das 'das' in s.1. v.4 ja auf s.1 v.1 und v.2), klingt aber, glaub' ich, irgendwie besser, geht ja eh mehr um den Klang. Werde ich wohl übernehmen. Ich überlege noch ein wenig.

Dann ändere ich noch das 'gibt's' in gilt.

Hab Dank,

lg
hginsomnia

Re: gefrorener Stiel

Verfasst: 30.04.2010, 02:29
von [) i r k
Hallo hg.

Sehr treffend und unterhaltsam zu lesen. Mir umso sympathischer, da ich ähnliches hier auch schon in Gedichten verarbeitet habe. Also: du bist nicht allein.

"döst" - "flößt" ist nebenbei bemerkt ein origineller Reim - ebenso das Wortspiel im Titel.

Mit dem unausweichlichen Nicken, ;-)
[) i r k

Re: gefrorener Stiel

Verfasst: 30.04.2010, 21:53
von hginsomnia
Danke [) ir k,

"You'll never walk alone".

lg
hginsomnia