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momentum

Verfasst: 07.05.2010, 20:19
von Herbert Eiter
hast mit scham die welt bebildert
und dein herz ist ganz verwildert
schwebst in tausend dunklen worten
rührst romantische retorten

sprießt die angst dir ungezähmt
und dein herz ist ganz gelähmt
dann zerstör den starren ring
mach die augen zu - und spring

Re: momentum

Verfasst: 07.05.2010, 23:45
von riemsche
teilweise auf die klassische wunderschön :-)
in der ersten strophe hätte ich die vorletzte mit der letzten zeile getauscht. les mich so leichter in den geänderten takt der zweiten. dort wünschte ich mir die beiden ersten zeilen nicht so altbacken. geschmackssache? (:->))
lGr

Re: momentum

Verfasst: 08.05.2010, 13:41
von Glaukos
ich sehe viel licht und auch ... schatten.
die erste strophe: prima.

der auftakt der zweiten find ich nicht so doll:

"sprießt die angst dir ungezähmt
und dein herz ist ganz gelähmt"

das erinnert mich an eine zeile von mir in einem gedicht, das mir mal viel bedeutet hat:
"... das kupferschloss glüht rot mir nicht ..."

heute finde ich die zeile ... elend.
bei dir finde ich nun ähnliches. dieses DIR zwischen angst und ungezähmt missfällt mir, noch mehr aber der nachsatz "und dein herz ...", das hat in meinen augen was von kinderreimen.
hinzu kommt, dass eine ungezähmte angst meiner meinung nach ein herz überhaupt nicht lähmt. zwar kann die furcht einem das gefühl von lähmung vermitteln, aber in den furchtmomenten ist das herz meist übermäßig aktiv, fast hyperaktiv. womöglich erscheint uns die lähmung deswegen so entsetzlich, weil unser herz längst davonrennt, während wir im kopf (noch) keine entscheidung treffen können ...

hier scheint das reim-dich-oder-ich-fress-dich dahinterzustecken ...