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invasive evasion

Verfasst: 13.05.2010, 11:45
von Perry
schwer ist mein schritt,
schwer auch der augen überhang,
der zu fallen droht wie das geröll,
das meinen aufstieg säumte. jetzt

da ich auf der sohle angekommen,
das leder durchgetreten,
wieder blanke erde spüre,
mich ein heimatlicher duft lockt,

eine tür mir einblick gibt
in fremde augen, die erzählen,
dass sie zu den sternen geflogen ist,
als die raumschiffe landeten, sich

als riesige weiße kugeln
über die häuser stülpten,
sie erst wieder freigaben,
als der Schnee geschmolzen war.

Re: invasive evasion

Verfasst: 14.05.2010, 14:16
von shuya
raumschiffe!
fabulös!
ich mag raumschiffe.
das war ein wirklich schöner gedanke.

am anfang bin ich einmal gestolpert
"schwer auch der augen überhang", das hat so gekünstelt gewirkt.
vielleicht tuts da was weniger poetisches?
das würde (für mich persönlich) den einstieg in das gedicht viel einfacher gestalten und den rest gut unterstützen.

gefällt mir allerdings sehr gut, das alles.

Re: invasive evasion

Verfasst: 14.05.2010, 17:58
von Perry
Hallo Shuya,
ja manchmal muss man einfach die Welt -zumindest gedanklich- verlassen, um die Größe eines Schicksalsschlages einzufangen.
Ich habe hier absichtlich mehr "doppeldeutige" Bilder gewählt, um zu testen, inwieweit der/die Leser diesen Weg mitgehen.
Das angesprochene Bild

"schwer auch der augen überhang"

soll einerseits die Schwere der Lider des LI beschreiben (müde, den Tränen nahe) und andererseits die Last der Vergangenheit andeuten (Geröll), die über das LI hereinzubrechen droht.
Danke für deine Reflexion und LG
Perry