find ich gut & gefällt auch.
allerdings und das ist jetzt 100% subjektiv:
die worte & damit erzeugten bilder
sind so hübsch verquer, dass es mich fast ärgert, dass du am ende eine so klare auflösung preis gibst.
kürzlich hat perry an mir kritisiert, dass ich vllt. einer der menschen bin, die denken ein text, der so kryptisch ist, dass ihn kein arsch mehr versteht sei allein dadurch gut.
ich hab ein weilchen drüber nachgedacht, weil ich mir selbst des öfteren den vorwurf schon gemacht habe - und trotzdem noch kryptischer weiter schreibe.
was mir als (wie immer temporäres) ergebnis vorliegt ist simpel.
ich betrachte literatur ähnlich wie fotografie.
lt. Hirsch gibt es meines Wissens nach 3 Sorten von Fotografien.
1. die Darstellende. Ich mache ein Bild, von etwas, das da ist. So wies gerade da ist und wie ich gerade da bin.
Das Bild steht für nichts ausser dem Objekt, dass es darstellen soll - dieses wird auch meist zentral von formatfüllend abgebildet.
2. ich weiß nicht mehr wie ers formuliert hat: aaaber die Sinngebende. Die Anregende/Verschachtelte Fotografie.
Ein Teller Suppe, der so Fotografiert ist, dass man den Duft wahrzunehmen glaubt. Ein erschossenes Kind, ausserhalb des Fokus - und die Landschaft um das Kind - innerhalb des Fokus, ein Tatort-Foto, das versucht die Geschichte der bereits vergangenen Tat einzufangen. Eine langzeitbelichtung im Kino, deren unscharfen Punkte aufzeigen, wer wie viel gelacht hat.
3. die Abstrakte Fotografie. Die Auflösung von Objekten in Strukturen, Formen. Wo Teilhaftigkeiten zu alleinstehenden Werken werden.
Die Struktur der Baumwurzel, Menschlicher Haut, geometrische Formen im Licht... etc.
keine der oben genannten Kategorien bietet sich zum Vergleich untereinander an.
Sie erfüllen einfach verschiedene Funktionen.
Was mir an der Auflösung deines Textes nicht gefällt, ist, dass es eine Auflösung gibt (subjektiv, wie besagt.)
- der Text bewegt sich zwischen Struktur und Sinnbild.
- plötzlich, wird er zum Schnappschuss einer gegebenen Situation.
Der Schnappschuss muss nicht sein, er nimmt dem Betrachter m.E. mehr weg, als er ihm geben kann.
Jetzt konkret auf den Text bezogen zumindest.
Ich glaube ausgelöste Gefühle genügen oft,
die Transportation von verengung und beklemmung im Raum.
Eine Verlustangst um das was sich nicht im eigenen Besitz befindet.
Eine Erwartung mit Bedingung in die Zukunft, dass etwas anderes als wir selbst uns retten wird
gepaart mit der Erfahrung, dass das nicht passiert.
Das sind alles Dinge, die wir vermutlich alle kennen - schon bevor man uns mit einem Schnappschuss zu enträtseln versucht,
und vielleicht auch besser davor, ist es erst das eigene, plötzlich jedoch ein fremdes Gefühl.
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ich hoffe das ging nicht in den falschen Hals.
Ist nämlich n toller Text
