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gefunden

Verfasst: 08.06.2010, 20:56
von Herbert Eiter
ich ging in den wald
auf einer lichtung
fand ich drei engel
und ein tödliches wort

die augen der engel
waren weiß und die flügel
schon halb zu asche zerfallen
halb brannten sie noch

ich fasste
das tödliche wort und
das tödliche wort
erfasste mich

der tag wurde nacht
und die bäume wurden
gespenster die durch die
dunkelheit wogten

und ich nahm das wort
wie man einen traum nimmt
ich trug es zu den
fluchtlinien der stadt

es brannte in mir
alles was ich berührte
wurde schwarz und klebte
leblos an meinen händen

es brannte in mir wie
ein schreckliches schweigen
und als die sonne aufging war
der himmel ein glühendes meer

ich begrub das wort
an einem kühlen ort
und bald darauf blühten
grabsteine auf

Re: gefunden

Verfasst: 02.07.2010, 20:49
von Perry
Hallo Herbert,
Engel, tödliches Wort sind hier vermutlich religiös hinterlegt. Ich nehme an das LI steht am Scheideweg zwischen Himmel (Engel) und Hölle. Es hat sich anfänglich dem Teufel verschrieben, aber nachdem alles was es berührte schwarz an seinen Händen klebte, begrub es das Wort und das Himmlische kehrte zurück.
Sprachlich sind mir nur die "fluchtlinien der Stadt und die blühenden Grabsteine" positiv aufgefallen, der Rest ist erzählender Durchschnitt ohne Verdichtung und lyrischer Ausprägung.
Ich denke, man könnte vor allem sprachlich mehr aus der Geschichte herausholen.
LG
Perry

Re: gefunden

Verfasst: 04.07.2010, 12:23
von Tintolino
hallo Herbert,
die Idee finde ich gut, nur ist das Gedicht eher wie eine Prosaerzählung geschrieben.
Versuche doch einmal, zu verkürzen und , wie Perry schon sagt, lyrischere Bilder zu finden.
liebe Grüße
Tinto