___ PediMani_aah ___

Du schreibst Gedichte? Laß sie nicht in einer Schublade verschimmeln! Menschenbeifall wirst Du hier finden, aber auch Kritik und Rat.
riemsche
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___ PediMani_aah ___

Beitragvon riemsche » 30.08.2010, 22:43

_____

spät in den Jahren juckt das Horn
Nein, nicht das weiter unten vorn
meinen doch glatt fernöstlich Geigen
was Spitzmaulnashorn, Narwal eigen
sei ihrem Wurmfortpflanz Versteifung
ein Irrtum, aber_glaubhaft. Reifung
entzieht im Schlaf, den man nicht hatte
Deckhaar und Schild der Schädelplatte
verdichtet, was davon zu retten
legt es in zwanzig Nagelbetten
verschärften Krallenwuchs zu puschen
Zum dankbar auf die Bäume huschen
ist Muskelschwund zu fortgeschritten
da wird gebissen_feilt, beschnitten
dem Zwicker beidhändig gehuldigt
ein schwaches Spiegelbild entschuldigt
vom Morgenmensch _frisch umgetopft
ein Rückweg in den Fluss geklopft

_____

hginsomnia
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Re: ..... PediMani_aah .....

Beitragvon hginsomnia » 08.09.2010, 02:23

Hi riemsche,

kurzer eintrag, bevor ichs vergesse:

schön, hier auch mal rhythmisch eindeutig, funktional auch natürlich, aber funktioniert auch

Groß und kleinschreibung Am Zeilenanfang krieg ich noch Nicht so zusammen: Warum mal Groß Mal klein? (sind ja nicht nur grammatische gründe) - keine struktur zu erkennen

inhaltlich bin ich noch nicht ganz der aufklärung in die ritzen gefolgt - muss ich noch

das hier wollt ich nur nicht verloren gehen sehen

also, aufschreiben, bevors verfällt

lg
hginsomnia

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Re: ..... PediMani_aah .....

Beitragvon riemsche » 09.09.2010, 22:32

wegen der gross+kleinschreibung ganz kurz: die erste zeile hänge ich gedanklich nach die titelpünktchen, deswegen klein, und ab da gibts am zeilenanfang dann was in groß, wenn sich´s mMn hauptwortend so schreibt oder _wegen der fehlenden punkte am satzende_ es der neue satz so vorgibt (:->)) kann mir das aber beim nächsten schon wieder anders überlegt haben, hier fand ichs nach dem ersten mal lautlesen selber hilfreich. ich hoffe doch, ich bin da kein einzelfall ;-)
freu mich über deine memo´s
liebe grüsse vom riemsche

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Re: ..... PediMani_aah .....

Beitragvon hginsomnia » 12.09.2010, 18:29

Hi riemsche,

an zwei Stellen, ums jetzt präziser zu machen, leuchtet mir das dann nachwievor nicht ein. vorher war ich an einigen stellen auch blind, ja, aber die hier:

"meinen doch glatt ..." - Wieso klein?

und

"da wird gebissen ..." Wieso klein?

Beides Satzanfänge, meine ich!

lg
hginsomnia

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Re: ..... PediMani_aah .....

Beitragvon riemsche » 13.09.2010, 17:30

wärs fliesstext, würden vor diesen beiden stellen gedankenstriche stehen. so regle ich das per zeilenumbruch, führe den gedanken _so gesehen den satz_ weiter. die nächste riemsche ausnahmeregelung, ich weiß, aber so schreib ich nun mal. danke fürs nachhaken und liebe grüsse.

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Re: ..... PediMani_aah .....

Beitragvon hginsomnia » 15.09.2010, 17:13

So riemsche,

jetzt geht 's ans Eingemachte :-)) .

Nur formal an dieser Stelle:

riemsche hat geschrieben:wärs fliesstext, würden vor diesen beiden stellen gedankenstriche stehen.


Nicht unbedingt, nein (Alternative z.B. das Semikolon), aber man kann das so sehen. Dann aber ließe sich das noch weit stärker auch hier annehmen:

riemsche hat geschrieben:Nein, nicht das weiter unten vorn


Ich schlage also vor, alle Zeilen klein zu beginnen (auf das Deckhaar komme ich noch). Das mag angesichts der eher untergewichtigen Formalität sehr penibel klingen, ist aber notwendig, will man einen Text auf eine weiter Ebene heben, dessen Immunsystem aktivieren ;-) . Ich habe manchmal Texte, da stelle ich ein einziges Wort an die fünfzig Mal um.


Weiter:

Ich finde die Paarreime entspannend, lese sie gerne, zumal sie im Korpus meiner ausgewählten Texte äußerst selten vorkommen. Das aber ist nur mein persönlicher Geschmack. Ich muss also schauen, ob sich hinter diesen Reimen, die ich als stilistisches Mittel 1. Ordnung bezeichnen möchte, ein stilistisches Mittel 2. Ordnung befindet.
Hierzu ist zu sagen, dass sich der Rhythmus des Textes nach den Reimen ausrichtet und dieses größtenteils gut funktioniert. Ich sortiere mal kurz (ohne detailliete Begründung - möchtest du diese haben, erfrage sie bitte - ich habe sie parat :-) ):

(2, 2, 1 / 1, 1 / 1, 2, 2, 2, 2, 1 / 1) Zur Erklärung: (2) rhythmische Struktur über 2 Verse, (1 / 1) zwei Verse ähnlicher rhythmischer Struktur.

Dazu:

riemsche hat geschrieben:sei ihrem Wurmfortpflanz Versteifung
ein Irrtum, aber_glaubhaft. Reifung


der zweite Vers ist formal vom vierhebigen Jambus gedeckt. Allerdings neige ich dazu, dein Lieblingszeichen (_) als Versfuß zu lesen, um es parallel zu jenem im vorletzten Vers zu behandeln (- das gebissen_feilt ist sichtbar anderer Natur aufgrund der Entmorphoemisierung). Darüber ließe sich jetzt streiten. Ich würde es hier streichen, da ich den Mehrwert nicht sehe. Möchte man es nicht als Versfuß, also Auslassungszeichen verstehen, müsste man die letzten beiden Zeilen gravierend verändern (darauf komme ich noch zurück). _ einfach zu streichen erscheint mir als die bessere Alternative.

riemsche hat geschrieben:entzieht im Schlaf, den man nicht hatte
Deckhaar und Schild der Schädelplatte


der auftaklose zweite Verse ist ein formal-stilistisches Problem großer Gewichtung, aber leicht zu ändern. Verschläge: Deckhaar zu das Haar oder Deckhaar zu beharrtes Schild.

riemsche hat geschrieben:vom Morgenmensch _frisch umgetopft
ein Rückweg in den Fluss geklopft


Nimmt man das _ als Auslassungszeichen (für einen halben Versfuß), entstehen hier keine Probleme. Ich würde das so sehen. Dann aber _ vor glaubhaft streichen, der Einheit zuliebe.


Soweit,

lg
hginsomnia

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Re: ..... PediMani_aah .....

Beitragvon riemsche » 16.09.2010, 22:33

PediMani_aah
spät in den Jahren juckt das Horn

Nein, nicht das weiter unten vorn
meinen doch glatt fernöstlich Geigen
was Spitzmaulnashorn, Narwal eigen
sei ihrem Wurmfortpflanz Versteifung
ein Irrtum, aber_glaubhaft

Reifung
entzieht im Schlaf, den man nicht hatte
Deckhaar und Schild der Schädelplatte
verdichtet, was davon zu retten
legt es in zwanzig Nagelbetten
verschärften Krallenwuchs zu puschen

Zum dankbar auf die Bäume huschen
ist Muskelschwund zu fortgeschritten
da wird gebissen_feilt, beschnitten
dem Zwicker beidhändig gehuldigt
ein schwaches Spiegelbild entschuldigt
vom Morgenmensch _frisch umgetopft
ein Rückweg in den Fluss geklopft

servus hginsomnia,
so täts ausschauen, wenns den grossbuchstaben folgend strophig wär. aber glaubhaft ..... aberglaubhaft .... aber_glaubhaft ist mein kompromiss. das mit dem auftakt ... er beginnt eigentlich schon bei /den man nicht hatte/ das deckhaar lese ich trotz umbruch in einem atemzug. bei gebissen_feilt ersetzt mir mein unterstrich die wiederholung der silbe /ge/ und macht pause :-) beim _frisch umgetopft isses ein hinweis auf eingeschobene befindlichkeit. macht mir aus lyrik kein handwerk, wäre ein zu bequemes kontra .. ohne das altbewährte rüstzeug gehts nicht, auch da gehe ich mit. bei fachausdrücken und in sachen reimMathe hatte ich info nötig. du hast mich ganz schön beschäftigt. hat gut und ich habs gern getan. deine interessanten einwände dünken mich fundiert, regelkonform logisch und für deine weise, ans schreiben ranzugehen, selbstverständlich. jedoch eigenart und nicht zu vergessen mein sturschädel, sind -nicht nur was das schreiben anbelangt- gute gründe, mich ausschließlich selbst und auf meine weise zu ver_ändern. vielen dank für deine hilfe dabei und immer wieder gern auf ein neues (:->))

lGriemsche

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Re: ..... PediMani_aah .....

Beitragvon hginsomnia » 18.09.2010, 16:03

Hi riemsche

riemsche hat geschrieben:jedoch eigenart und nicht zu vergessen mein sturschädel, sind -nicht nur was das schreiben anbelangt- gute gründe, mich ausschließlich selbst und auf meine weise zu ver_ändern.


Ne, so kommste mir diesmal nicht davon :-) .

Im Einzelnen:

1.)
Deine strophische Darstellung macht es nochmal anschaulich. Danke dafür. Ich bin nicht ganz damit zufrieden, aber okay, das kann man so stehen lassen, also auch zusammengezogen, von mir aus.

2.)
riemsche hat geschrieben:bei gebissen_feilt ersetzt mir mein unterstrich die wiederholung der silbe /ge/ und macht pause


Nichts anderes meinte ich mit Entmorphemesierung. D'accord!

3.)
riemsche hat geschrieben:aber glaubhaft ..... aberglaubhaft .... aber_glaubhaft ist mein kompromiss.


Okay, hier ertrage ich den Kompromiss ;-) . Das klingt mir alles nicht in diese Richtung, aber okay, persönliche Befindlichkeit :-D .

4.)
riemsche hat geschrieben:beim _frisch umgetopft isses ein hinweis auf eingeschobene befindlichkeit


Von mir aus. Wichtig war mir hier was anderes, das Formale. Darauf komme ich jetzt. Kannste meinetwegen so stehen lassen.

5.)
riemsche hat geschrieben:macht mir aus lyrik kein handwerk, wäre ein zu bequemes kontra .. ohne das altbewährte rüstzeug gehts nicht, auch da gehe ich mit.


Eben! Vor allem wäre der Einwand absoluter Schwachsinn. Ich meine, es gibt ja einen Grund, warum du den Text hier postest. Vergammelte dein Geschriebenes in deiner Schreibtischschublade, schriebtest du nur der Therapie zuliebe. So aber nicht. Du schreibst also für einen Leser. Nun, ich bin ein Leser, ein ganz spezieller :-p , einer, der Text gerne mal auf ihre Kongruenz hin überprüft. Nun lässt sich hier bei deinem Text eine Kongruenz bezüglich des Rhythmus fesstellen, völlig egal, ob du diese beabsichtigt hast oder nicht. Sie ist einfach da. Sie wird lediglich an einer Stelle (Deckhaar) brachial gestört, also muss es dafür eine Erklärung geben. Deine Erklärung ist:

riemsche hat geschrieben:das mit dem auftakt ... er beginnt eigentlich schon bei /den man nicht hatte/ das deckhaar lese ich trotz umbruch in einem atemzug.


Das ist völlig unmöglich. Zeig mir einen, der das auch so liest und ich zeig dir einen Lügner.
Es gibt hier 'ne ganz klare Struktur und auch wenn du das anders liest, ist es dem geneigten, aber nicht-verführten Leser nicht möglich, dies nachzuvollziehen. /den man nicht hatte/ bezieht sich textreferentiell so klar wie Kloßbrühe auf /Schlaf/. Auch wenn es hier Doppeldeutung geben mag, ist dies der erste deutliche Zugang. Den rhythmischen Auftakt des Folgeverses auf /den/ zu legen, ergibt keinen Sinn, schon im einzelnen nicht und im Gesamten (Stichwort: Kongruenz) erst recht nicht.
Du magst dem Leser ja vieles erklären können. Das hier nicht!

lg
hginsomnia

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Re: ..... PediMani_aah .....

Beitragvon riemsche » 18.09.2010, 16:59

// Zeig mir einen, der das auch so liest und ich zeig dir einen Lügner. //

abgesehen vom autor ... Ich :-D nein, scherzerl, habs allerdings auch noch niemand laut lesen hören. deckhaar hat doch _wenn man ihn sucht_ schon von der betonung her den rummserauftakt auf E in sich, oder? siehste, darum will mir nicht in den sturkopp, was dann rhythmisch formell so brachial daneben liegen soll.
bei aber_glauben tippe ich mit dem finger auf was, das man sich soWill selbst auf die zusammengesetzte denken kann, drum brauchts die hilfestellung eigentlich nicht. wenn du das das mit der entmorphemisierung (ein wort, dass riemsche sich gut merken wird) gemeint hast, nehm ich das stricherl raus und werd _die passage vor augen_ an dich denken :-)

so jetzt muss ich auf und davon (:->))
kathi (s.bild in /passage/) feiert ihr vierteljahrhundert
das möcht ich nicht verpassen

dem zu meinem glück hartnäckigen H.G. liebe grüsse
vom riemsche

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Re: ..... PediMani_aah .....

Beitragvon hginsomnia » 19.09.2010, 23:29

Hi riemsche,

Exkurs 1:

Entmorphemisierung (komisch, das Google das nicht ausgiebt) oder, je nach Nomenklatur, Entmorphologisierung bezeichnet das Auflösen von Morphemen (, das sind die kleinsten bedeutungstragenden Einheiten der Sprache, z.B. das /ge-/ in gebissen) in lexikalisierten Ausdrücken (, also Wörtern der Schriftsprache). Dein aber_glaubhaft fällt nicht in diese Kategorie.

Exkurs 2:

Der Auftakt bezeichnet in der Metrik aber eben das genaue Gegenteil, also nicht einen "rummserauftakt", sondern eine unbetonte Silbe. Bei alternierenden Versen sind diejenigen mit Auftakt jambisch, diejenigen ohne Auftakt trochäisch. Dein Text ist, nimmt man den Unterstrich im vorletzten Vers als halben Versfuß wahr, immer alternierend organisiert (also entweder jambisch oder trochäisch), nur bei "Deckhaar" nicht.

lg
hginsomnia

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Re: ..... PediMani_aah .....

Beitragvon riemsche » 21.09.2010, 22:09

danke für die interessante info. ich muss nichts ändern und -dem dEckhaar sei gedankt- betone ich ihn jetzt laut mEhr denn je, den abizdagEigen_rummser :-)
danke H.G.
riemsche

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Re: ..... PediMani_aah .....

Beitragvon hginsomnia » 21.09.2010, 22:15

Es ist alles egal geworden, hmm

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Re: ..... PediMani_aah .....

Beitragvon riemsche » 21.09.2010, 23:01

nana, werd (wegen) mir kein desillusionierter :-)

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Re: ..... PediMani_aah .....

Beitragvon hginsomnia » 21.09.2010, 23:28

nicht nur wegen dir, nein

das ist ja das böse an den texten, dass man die kommentieren darf und jetzt habe ich's gewagt, jene option auch wahrzunehmen

riemsche hat geschrieben:ich muss nichts ändern


selbstverständlich nicht - du musst gar nichts
mich hätte eine begründung interessiert, also eine, die sich mal nicht nach dem subjektivem ausrichtet, sowas wie, ich möchte hier akzentuieren, hierin soll ein bruch gestaltet sein, weil ... oder so in die richtung, aber man kann ja nicht alles haben

ich sollte mehr raus gehen und hasen stricken oder cobras an ballons hängen

nur ein gefühl: je mehr ich jemanden in eine auseinandersetzung mit dem eigenen werk verstricken will, desto mehr kristallisiert sich folgende aussage heraus: "Ich habe hier was geschrieben, aber sprich mich bitte nicht drauf an!" (siehe auch perrys visionär)

nur ein gefühl, wie gesagt, und niemand muss etwas tun
wir können auch ganz viele texte undruchkreuzt lassen, dann noch kategorisieren, z.b. unter visionstexte, damit niemend mehr sagen kann, das sei ja gar kein visionstext, damit immer geantwortet werden könnte: "steht doch drüber, du trottel", und schließlich sie von einem schimmel in einen elfenbeinturm tragen lassen,
ja, das können wir auch alles machen

was mir aber wirklich gegen den strich geht, sind dann auf der anderen seite solche kritiken wie "veräppeln können wir uns selbst"

ihr veräppelt mich doch auch die ganze zeit

lg
hginsomnia

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Re: ..... PediMani_aah .....

Beitragvon riemsche » 22.09.2010, 18:04

lieber H.G.

ich veräppel dich nicht. im gegenteil, nehme deine kritik sehr ernst, grüble über deine argumente so gut wie mir möglich, hab ja nicht selten diverse gegenfragen. alle erläuterungen haben aber sehr oft zur folge, dass es am ende doch wieder einzig und allein darum geht, ob ich einem schema, einer metrik, einer vorgegebenen richtlinie folgen soll, oder nicht. mich zu allem detailliert zu äußern, warum ich einen buchstaben so geschrieben habe, warum mir der zeilenumbruch da besser dünkt wie dort, warum ich meine stricherl mit oder ohne abstand und genau an dem platz in den text füge, ist nicht nur unheimlich zeitaufwendig, sondern -da es immer nur um form und nicht inhalt geht- für meine mir eigene art mich auszudrücken ein hemmschuh. interessante kommentare wie deine sind mir allerdings ein unverzichtbarer anreiz, passagen auf die eine oder andere art nur so für mich zu variieren, mir über beschriebene ereignisse oder befindlichkeiten aufs neue andere gedanken zu machen. sollte ich mich dahingehend von deiner herangehensweise an leserkritik zu von dir geschriebenem unterscheiden, dann verwundert das keineswegs. wäre doch sowas von langweilig, wenn da alle gleich ticken würden. auf alle fälle bin ich weiterhin sehr an deinen anregungen interessiert. nur verstehe auch bitte, dass das nicht unbedingt auswirkungen auf den aktuellen text haben muß, sehr wohl jedoch auf folgende haben kann :-)

lGr


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