Perry hat geschrieben:denn es ist vermutlich der Antrieb eines jeden bemühten Autors nach Neuem zu suchen, auch wenn es letztlich kaum möglich sein wird.
Perry
sehe ich auch so.
vielleicht gehört das dann auch genau so in den text.
ein element des zweifels (keines negativ aufgeladenen) wäre glaube ich dem text sehr förderlich.
stünden wir auf einem Ozean des Bewusstseins, er wäre mehr ein Sieb aus schwarzen Stellen, unsere Selbstzensur ist so ausgeprägt -
und tut der Autor nicht auch das, in den schwarzen Stellen fischen, die weder er/sie noch die anderen greifen können - ohne ein outcome, eine vorstellung davon, was dort sein könnte - zumindest habe ich oft das Gefühl schreiben impliziert zu einem Teil auch die kurzzeitige Aufgabe des Ichs im eigenen Vorstellungsvermögen
um das Ich als etwas begreifen zu können, dass man auf Papier bringen kann.
Es ist kein all zu gemächliches fischen, meist, es reisst und zerrt an der Angel - alles will seine Aufmerksamkeit, alles will ans Licht und gleichermaßen will alles den Fischer in die Tiefe ziehen - beide Kräfte entstehen und erzeugen eine Art entfremdung im Schreibprozess, in der die sonst so klaren Konturen zwischen Subjekt und Objekt verschwimmen: man den Fischer vom Fang nicht mehr unterscheiden kann - sie zu einem verschmelzen, was sie ja von vorn herein auch eigentlich waren.
Das ist ein sehr interessanter Prozess, der m.E. neben der Ruhe auch den Sturm in sich trägt, gleichermaßen sehr wild und offen wie schweigsam verschlossen wirkt
vielleicht teilst du da ja zu teilen meine Ansicht - in dem Fall wäre vielleicht eine Fortsetzung deines Textes nicht verkehrt - sozusagen um die simultanen Prozesse nebeneinander zu stellen.
Hier stehst du noch als das Kontrollorgan, sorgfältig abgezeichnet von der Umwelt deines Ichs - vielleicht magst du auch diese Abzeichnung an anderer stelle noch verlieren?

grüße