kein spiel

Du schreibst Gedichte? Laß sie nicht in einer Schublade verschimmeln! Menschenbeifall wirst Du hier finden, aber auch Kritik und Rat.
espressonist
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kein spiel

Beitragvon espressonist » 22.09.2010, 19:21

langsam ganz
langsam,
bemerkt ich nach
und nach,
das Feld liegt brach,
auf dem ich früher Freude pflanzte.
Zerfetzter Ton,
der letzte Lohn,
für all die Taten.
Mein Haus verbrannt,
meine Tauben entsandt,
damit er weiß,
das ich komme.

riemsche
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Re: kein spiel

Beitragvon riemsche » 22.09.2010, 21:11

bin ausschließlich der sprachmelodie gefolgt. um den inhalt zu erfassen oder auf ein mir bekanntes bild zu projezieren brauch ich das. die zeile / meine Tauben entsandt/ ist mir einerseits wegen dem wort /meine/ (wem gehört der vogel) und der mehrzahl aber auch vom rhythmus her nicht ganz im gefüge. verbesserungsvorschläge in diesem zusammenhang erspar ich mir. du hast bestimmt eigene vorstellungen davon.

langsam ganz
langsam,
bemerkt ich nach
und nach(,)
das(3) Feld(4) liegt(1) brach(2),
auf dem ich früher Freude pflanzte.
Zerfetzter Ton,
(der) letzte/r/ Lohn(,)
für all die Taten.
Mein Haus verbrannt,
meine Tauben entsandt,
damit er weiß,
das/s/ ich komme.

lGr

espressonist
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Re: kein spiel

Beitragvon espressonist » 23.09.2010, 20:42

mhm mhm--- dass der klang in der zeile nicht stimmte hatte ich auch bemerkt--kam mir nur nicht sehr tragend vor-- aber nun schon--
und natürlich muss das dass mit ss geschrieben werden-- wie schrecklich ist das denn..:P
nun also ich werde noch eine strophe ergänzen mir fehlt noch etwas--- aber gut schon mal eine vorabmeinungsmache zu hören...
thanks a lot
---@ riemsche- darf ich fragen wie alt du bist???----und wenn ja- wie alt bist du ???
lg

riemsche
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Re: kein spiel

Beitragvon riemsche » 25.09.2010, 06:12

b_52 und gespannt, nach welchem textbaustein du hier noch suchst. bytheway ... kennst du "burning dpwn the house" von den talking heads? bei blockade ist mir musik immer eine inspirationsquelle.
lGr

espressonist
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Re: kein spiel

Beitragvon espressonist » 01.10.2010, 21:13

langsam ganz
langsam,
bemerkt ich nach
und nach,
das Feld liegt brach,
auf dem ich früher Freude pflanzte.
Zerfetzter Ton,
der letzte Lohn,
für all die Taten.
Traurige Augen schauen aus
dem Loch in mir
wie wässrige Steine,
die meinen Körper lähmen,
warten auf die Flut,
um mich zu übernehmen.
Mein Haus verbrannt,
meine Tauben entsandt,
damit er weiß,
das ich komme.


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Kastell
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Re: kein spiel

Beitragvon Kastell » 01.10.2010, 22:31

Lieber Expressionist,

das "traurige Augen starren aus dem Loch ..." würde ich weglassen, weil du eben vorher dramatische Gesten und Gefühlsadjektive,längliche Vergleiche und Relativsätze vermieden hast.

Durch den sehr klagenden Zusatz sind die möglichen Bedeutungen von "er" enger geworden. Oder überlese ich etwas, wenn ich da nur noch an Hein denke?

Sonst fand ich das erste bildlich gut.

kastell
Nobody in the lane, and nothing, nothing but blackberries,/ Blackberries on either side, though on the right mainly, A blackberry alley, going down in hooks, and a sea/ Somewhere at the end of it, heaving...

riemsche
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Re: kein spiel

Beitragvon riemsche » 02.10.2010, 12:17

// Traurige Augen schauen aus
dem Loch in mir
wie wässrige Steine,
die meinen Körper lähmen,
warten auf die Flut,
um mich zu übernehmen. //

auch mir gefällt deine erstversion immer noch besser. obiger einschub steht in klang und form isoliert und fällt mit dem /Loch/ was mir in jetziger form das schöntraurige nasse stein_bild zunichte macht. vielleicht vom gedanken her ins bodenlose gehen .... ?

lGr

Perry
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Re: kein spiel

Beitragvon Perry » 11.10.2010, 23:28

Hallo espressionist,
ein düsterer Abgesang, den du hier eingestellt hast.
Mir drückt er ein wenig zu sehr auf die Drüse ohne Anhaltpunkte für den Grund zu liefern.
Denkansätze sehe ich noch bei dem Loch aus dem die Augen schauen und den wässrigen Steinen, beides hat für mich mehr als ein Fragezeichen.
LG
Perry

Kastell
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Re: kein spiel

Beitragvon Kastell » 22.10.2010, 19:05

Hi, Perry und expressionist,

finde ich auch. Das Gedicht kann sich nicht zwischen den Hiob-Anklängen und dem offeneren Ton entscheiden.

:-)

Kastell
Nobody in the lane, and nothing, nothing but blackberries,/ Blackberries on either side, though on the right mainly, A blackberry alley, going down in hooks, and a sea/ Somewhere at the end of it, heaving...

Ruvania
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Re: kein spiel

Beitragvon Ruvania » 28.12.2010, 20:09

Ich finde mit der ersten Version ist dir ein einwandfreies Gedicht gelungen.Es ist wunderbar!Es geht durch jung und alt,durch alt und jung.Aber die 2. Version.Brrrr.Nicht gut gar nicht gut.Halt dich an die erste Version denn sie ist wirklich brilliant.
>Aber Vieleicht sind die anderen Drachen gemein zu ihm!<
(Hagrid)

espressonist
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Re: kein spiel

Beitragvon espressonist » 30.12.2010, 21:38

verrückt-- jetztt wo ich das nochmal lese, kommt es mir ziemlich fremd vor--ich weiß noch warum ich es geschrieben habe, aber es ist trotzdem nicht mehr meins...
naja danke aber für die wertschätzung...:)


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