"Ich werde natürlich gerne mitverfolgen, was andere, außer oberflächlicher Ehrfurcht, dem Text abgewinnen können, schließlich bin ich der Letzte der nichts dazulernen will. "
- was nicht gesagt wird, wird nicht gesagt. alles was uns nicht umbringt, bringt uns einfach nur nicht um. auf der oberfläche finden sich oft die mächtigsten werkzeuge zur wahrnehmung. ein statement ist meist nur ein dogma in den köpfen der anderen (nicht aber im eigenen). um einen bestehenden ton wahrzunehmen, muss man keinen eigenen ton produzieren. (etc.)
aber wenn du dir eine "tiefergehende" auseinandersetzung wünscht.
es war nur eine szene geschnitten nur nur in wirklichkeit nicht
geschnitten fensterscheiben waren
zucker die leute nicht tot nicht einmal
bewegt die glieder aus plastik wie bei
ich finde mich vor einem kaufhaus wieder. die straßenlaternen und die latente innenbeleuchtung der schaukästen
erzeugen auf dem glas doppelbilder.
das auge ist kein objektiv. es stellt auf alle reflektionen scharf.
würde ich den moment abfotografieren, könnte ich mich sehen, klar, in der scheibe.
ich könnte anders fokusieren, ich würde die straße sehen, die laterne.
ich könnte noch ein wenig weiter drehen, ich würde die schaufensterpuppe sehen, auf die sich mein gesicht legt.
das auge ist kein objektiv. - und ich verschmelze mit der puppe
auf einer anderen ebene, die nicht unser körper ist.
puppen hinter blauer tasse lose sterne versilberten den blick
auf die nudeln er trug sie ganz und gar
nicht al dente sein herz sein mund durch
spült mit kaffee und schleim tödlicher
auf dem balkon könnte ich sein,
des nächtens könnte ich alleine essen, trinken, einen morgen leben
wo sterne stehen.
der letzte tropfen in der tasse ist nur zu erreichen wenn ich den kopf in den nacken lege.
ich bin in der funktion des trinkers. ich rechne mit nichts.
doch wieder ein doppelbild - die augen blicken in die tasse
um die tasse (sie ist blau. ich mag blau nicht. sie war aber günstig.)
in den himmel. wo sterne stehen.
als ich die tasse absetze verweilt mein blick. die nacht ist schön, ich finde eine stimmung in mir.
verzückt bin ich bereits, versilbert (lichtsilber. sternensilber. sie spiegeln sich in meinen augen.) bereits mein blick,
als ich die verkochten nudeln in mich reinstopfe.
mein leben ist nicht gesund, ich bin kein gesunder mensch, aber dafür ist mir nichts banal. (welch ein tauschgeschäft. als gäbe es hier etwas zu gewinnen.)
mix ob die nachbarn zufällig zusammen kamen war ihm
eine unsicherheit auch die ganzen heiten die
sich auf geborgen nicht reimen ton eingeschaltet
explodierten flammen in seinen augen
mein erlerntes erfahrungskonzept ist keines, dass sich zum teilen anbietet.
man bleibt alleine als ich, der ich bin.
unter sorgfältiger betrachtung hört man die menschen, wie einen urwald
rattern, tönen, lauter, leiser werden. ein konspiratives gewimmel.
aber wir haben nacht. in die stille glüht mein fernseher.
auf der suche nach trost, schalte ich den ton an
und nichts was läuft will mir geborgenheit in den körper
vibrieren. nichts will mich berühren.
so zappe ich. von kanal zu kanal. ich will anklang in mir finden.
als die explosion geht, im TV
reisst der film.