@perry
kann ich so nicht unterschreiben.
""und weil es in uns
noch wo anders zittert" ->

dazu erübrigt sich wohl eine Interpretation

" - ist dem so?
vielleicht solltest du noch einmal drüber schlafen & dann nochmal an den kompletten part gehen, so du denn möchtest.
es gibt darüber sicher viel zu sagen.
oder erkläre mir gerne, was du darunter verstanden hast.
""geht ... ein archetyp" -> schwierig bildlich umzusetzen. Ist eine Urfigur (Neandertaler etc.), ein Engel oder eine Sagengestalt gemeint?"
da es offen gelassen ist, ist es vermutlich austauschbar. es ist zumindest etwas unkomplexes (wie alles stellvertretende, verallgemeinernde) oder reduziertes.
eine gussform für etwas?
"der Klang brechenden Holzes ist für menschliche Ohren alltäglich, deshalb fällt es schwer ihm einen "fremden" Klang beizumessen."
mit sicherheit, warum sollte etwas ungehörtes auch einfach vorzustellen sein?
"wer ist gemeint, ein lyrisches Wir (welches?) oder das verallgemeinernde Wir, das bekanntlich schwer unter einen Hut zu bringen ist."
die in der geste mit inbegriffenen. wer das genau ist? wohl die, in denen noch etwas aus der vergangenheit zittert. sprich: die, die sich an eine angst aus der vergangenheit klammern
und damit an ein verängstigtes ich aus der vergangenheit.
vermutlich gehören wir beide dazu.
"Ich vermute, auch auf Grund deiner "verkopften" Erläuterung im Rekomm für riemsche, dass du "zuviel" wolltest und deshalb die Bilder etwas ins "Schlingern" geraten sind."
- nee, der rekomm mitsamt assoziationskette war für riemsche persönlich. das ist jetzt nicht zwanghaft das, was jeder rauslesen soll oder muss.
eher eine auslegung mit weiterführendem gedankengang an ihn, weil ich meine dass wir in der richtung ähnlich ticken und ihm so eine ausführung eher das verdeutlicht, was sowieso schon da war
(vielleicht in neuem zusammenhang).
@riemsche
ergriffenheit wäre mir glaube ich zu bewusst.
ergriffen sein ist etwas sehr aktives in dem die ergriffene person direkt auf das ergreifende starrt.
aber teil von etwas zu sein, ohne sich dessen wirklich gewahr zu werden, ist wesentlich unterbewusster.
inbegriffen sein, kann auch bedeuten, nach etwas, oder im sinne von etwas zu handeln, über das man noch nie einen gedanken "verschwendet" hat.
und mal abgesehen vom text:
oft will man das ja auch gar nicht. so genau wissen warum man welches produkt im supermarkt aus dem regal nimmt, welche ab- oder zuneigungen man hat, was werbung mit einem tut, warum man welchen job annimmt, die dinge, die man sagen möchte, nicht sagen kann, die dinge, die man nicht sagen möchte, sagt. will ich genau wissen worauf meine angst beruht, wie mein verdrängungsmechanismus funktioniert, warum ich vergesse, was ich vergesse, mir behalte, was ich behalte und welche erinnerungen ich aus welchem grund und auf welche weise in meinem kopf im nachhinein abändere (zum pos/negativen).
wir sind in diese gesten, in diese strukturen inbegriffen, sie leben von uns, durch uns, aber wir haben keine kontrolle über sie. wir sind ihr körper und damit ihre exekutive
aber sie sind nicht teil von uns, wir sind teil von ihnen. weil sie nicht wir sind, sondern etwas anderes, zu dem mir die worte fehlen - und das begreifen.
aber ja, daher das wort.