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Infiltration meiner Gedanken

Verfasst: 16.09.2011, 14:03
von Gretchen
Infiltration meiner Gedanken

Über die Nervenbahnen, Blut und Gewebe,
sickert es langsam voran,
überwindet jede Membran,
nimmt schließlich Besitz
vom letzten pulsierenden Muskel.

Die Phiole mit Gegengift
gleitet mir
mit einem Lächeln auf den Lippen
aus den Händen.

Re: Infiltration meiner Gedanken

Verfasst: 27.09.2011, 18:48
von Perry
Hallo Gretchen,
stellt sich die Frage war es Mord oder Selbstmord.
Ich tippe es war ein Selbstmordversuch mit einer Option zum Abbruch, der aber anscheinend misslungen ist.
Schade, dass du nur die beschreibenden Bilder ausarbeitest und dem was dahintersteht kaum Raum gibst, dabei wäre gerade der Balanceakt zwischen Leben und Tod doch spannend. ;-)
LG
Perry

Re: Infiltration meiner Gedanken

Verfasst: 08.10.2011, 09:58
von riemsche
birgt mE ein gefühl von (angst) zulassen, bewusst loslassen. glaubst du auch tapfer an wiedergeburt? (:->))
wie von mir gewohnt, noch`n paar extragrübler:
nimmt schließlich/schlussendlich ....
die letzte passage umbauen?
Ein Lächeln
auf den Lippen
gleitet mir die Phiole
Gegengift aus den Händen.

lGriemsche

Re: Infiltration meiner Gedanken

Verfasst: 16.11.2011, 00:04
von Näherungsweise
selbstmord? angst? wiedergeburt?

meine herren, da sind sie wohl etwas der wortwörtlichen auf den leim gegangen?

ich lese hier eher ein liebesgedicht (hinein), einen kleinen neruda, der mir persönlich sehr gut gefällt. jedenfalls macht so das nur mit einem lächeln quittierte weggleiten des gegengifts am ehesten sinn.

einwand von riemsche finde ich aber dennoch berechtigt: die phiole mit dem gegengift wirkt in der letzten zeile / ganz am schluss sicherlich dramaturgisch noch einen zacken besser.

bitte unbedingt weiterschreiben, gretchen, in dir schlummert was, das in zeilen atmen lernt.

gruß und so,
n.w.