ich denk ja, was er meint
ist diese mitunter (m.E.) deplazierte tragische aufladung des ganzen.
in ihrem singen wohnte
für jeden hörbar
dunkle sehnsucht
dunkle sehnsucht. sowas ist nun mal - und sicher kannst du da nichts dafür - abgedroschen.
wir kennen alle die teenager gedichte in denen mit solchen worten inflationär um sich geworfen wird.
"Wir traugen einzig dazu uns selbst zu verstehen" schreibt Joachim Veil
und spricht dabei auch ein wenig über die Lyrik und des Literaten vermessene Art
jedes angesetzte Gefühl, auch krampfhaft auszuentwickeln, wie zum Beweis, dass man es verstünde.
Das dunkle an der Sehnsucht, ist das was du hören willst, was du meinst zu brauchen
- das muss nichts mit ihrer Sehnsucht zu tun haben.
Es ist EINE Sehnsucht. Wir wissen nicht wonach, es ist auch nicht wichtig für uns, wir wollen über die Sehnsucht sprechen
die Millionen berührt hat - weil sie die Sehnsucht adaptieren konnten. Weil sie eben nicht dunkel oder hell oder traurig oder drängend
sondern einfach nur eine Idee, eine Projektionsfläche für spezifische Sehnsüchte..
und ich glaube wir können von schweren und gut platzierten Worten sprechen,
wenn sie sich aus eben jenem Verhältnis zum Wortlosen (der Sehnsucht, die erst durch den Hörer/ihren Träger eine wird, und trotzdem im Ansatz da ist)
so kommen wir da raus, aus dem Teenagergedudel, das über die Welt schreibt und sich selbst nur darstellen will.
Mehr Spürsinn und Feingefühl
mehr Zeit und Selbstreflexion
und aus dem lapidaren Popstaristtot-ohjeBobDylan-ohjeKurtCobain-ohjeDelia-ohjeAmy
holen wir vielleicht einen Blick auf die Masse an Menschen heraus, die ihre Lieder singen.
Für die dunkle Sehnsucht, sind die Songwriter zuständig
für dich geht da weitaus mehr Perry!