Für Anna
Verfasst: 27.11.2011, 12:23
die blutung vom baum
haben sie mit teer gestillt
da war er schon halb tot
und nicht weit vom stamm
liegen äpfel, halb verrottet
tief im wald, da tut es einen schlag
und die vögel schrecken auf
sie, die papier zu tigern faltend
in der hollywoodschaukel
schaut kurz hoch
mit einem blick viel zu alt
bohrt sich durch die dünne schicht der zeit
als läge da
jede spanne vor ihr
ausgebreitet
verdichten ihre augen
als der stamm noch fest, der baum gesund
das geschossene reh wird geboren
ich alternd aufs geländer gestützt die treppen
keucht atmet tickt
- wo der anfang der geschichte
sei fragt mich das mädchen
- wo das ende
als die tochter meines nachbarn
zu besuch
auf unserem boden
heiße schokolade schlürft
weiß ich nicht mehr
ob es sie gibt
- den anfang und das ende
erzähle ich ihr
von der geburt des geschossenen rehs
und wie die vögel den himmel verdichten
der müde jäger am kaffee nippend
sie sitzt und faltet elefanten aus papier
einen apfel neben sich
der wurm bohrt
samen pickende raben
vom wachsen eines apfelbaumes
mit teer um die hüfte
ringe unter den augen, ausgelaugt
die jahreszeiten und als sie aufhören zu sein
als der himmel einfriert in der photographie
in der landschaft friert er zu
und es regnet tau bei morgengrauen
- wie könnte ich
einhörner grasen die marslandschaft das kratervernarbte
gesicht meiner großmutter im krieg im bunker im
- wie könnte ich das wissen?
ihre großen augen, von unten
das geschossene reh wird geboren
und stirbt im selben
sterne brechen aus ihren systemen aus
läuternde wanderschaften, herbstlaub
das nicht weht unterm gefrorenen himmel die sonne wird
- es gibt sie nicht
haben sie mit teer gestillt
da war er schon halb tot
und nicht weit vom stamm
liegen äpfel, halb verrottet
tief im wald, da tut es einen schlag
und die vögel schrecken auf
sie, die papier zu tigern faltend
in der hollywoodschaukel
schaut kurz hoch
mit einem blick viel zu alt
bohrt sich durch die dünne schicht der zeit
als läge da
jede spanne vor ihr
ausgebreitet
verdichten ihre augen
als der stamm noch fest, der baum gesund
das geschossene reh wird geboren
ich alternd aufs geländer gestützt die treppen
keucht atmet tickt
- wo der anfang der geschichte
sei fragt mich das mädchen
- wo das ende
als die tochter meines nachbarn
zu besuch
auf unserem boden
heiße schokolade schlürft
weiß ich nicht mehr
ob es sie gibt
- den anfang und das ende
erzähle ich ihr
von der geburt des geschossenen rehs
und wie die vögel den himmel verdichten
der müde jäger am kaffee nippend
sie sitzt und faltet elefanten aus papier
einen apfel neben sich
der wurm bohrt
samen pickende raben
vom wachsen eines apfelbaumes
mit teer um die hüfte
ringe unter den augen, ausgelaugt
die jahreszeiten und als sie aufhören zu sein
als der himmel einfriert in der photographie
in der landschaft friert er zu
und es regnet tau bei morgengrauen
- wie könnte ich
einhörner grasen die marslandschaft das kratervernarbte
gesicht meiner großmutter im krieg im bunker im
- wie könnte ich das wissen?
ihre großen augen, von unten
das geschossene reh wird geboren
und stirbt im selben
sterne brechen aus ihren systemen aus
läuternde wanderschaften, herbstlaub
das nicht weht unterm gefrorenen himmel die sonne wird
- es gibt sie nicht
