ohne titel
Verfasst: 17.12.2011, 17:49
Ich bin aufgewachsen, zwischen den Felsen
meinen Vater, meine Mutter, ich kannte sie nicht
nicht den Geruch frisch gestampfter Trauben
nur das Sirren der Zikaden am Tejo, am Tejo nahe der
weißen Stadt, das Sirren der Luft, die Trugbilder am Tejo
nahe der weißen Stadt, die Clowns und der Direktor
die vielen ersten male Jahre ziehen, kannte nicht
das Geräusch platzender Maronen, ihre warmen Hände
an meine Brust gepresst
- dein Herzschlag
mäandernde Erinnerungen, die Täler zwischen den sieben
Hügeln, stürzender Stahl der Ponte Vasco da Gama
unterm Scheitel Salazars mäandernde Erinn
Coimbra, die schwarze See, am Weltende fanden wir
ihre Fortführung und der Admiral zu Tisch bei Tee, die klugen Augen
rollen vielsagend wéngé, estada nuevo, ein Frühling in Prag, ein Herbst in Deut
- dein Herzschlag
ihre warmen Hände, ihre Spuren auf meiner Brust
ihren Geruch und die gehisste Flagge, mein brennender Neid auf die Tänzerinnen des Nachtclubs, ihre schlanken Beine, ihre Bewegungen
die auf die Männer angelegt sind, die um sie herum schwirren
ich stelle mir vor, es gäbe die Männer dort nicht und lache auf
sie werfen einen kurzen Blick und mein Hohn wird wieder Schmach
nach der Bäckerslehre, fern der Heimat, fern der Gerüche der Bergziegen
das Sirren der Zikaden erstickt im Verkehr in der weißen Stadt nahe am Tejo
mein Freund, der Polizist, den ich auf einem Ball traf, auf dem wöchentlichen Ball bei Caetanos, sagte er er möge den Geruch von Brot den ich verströme
sein dürrer Arm um meine breite Hüfte, nahe seinem Gesicht der Äther, mäandernde Gerüche von Branntwein und Fett, vom Branntwein und Fett meiner Großmutter fern des Tejos begraben und mit ihr
das letzte Bild meiner Mutter, das letzte Bild meiner Mutter im Grab
ihr undurchsichtiges Lächeln, wie der Scheitel Salazars ein Bogen ein Bogen
am Tejo, ob sie mich zu den Clowns, ob sie mich zu
die vielen ersten male meines Lebens ohne sie, nur ein wenig Geld in der Hand
- er ist ein wenig Schwach, Schwesterchen
ihre Hände behutsam zurückziehend, man sieht ihr ewiges Zittern, in den langsamen Gesten, Laub und Vogel, ihr Zittern das seit damals
die Nacht wo sie Mutter und Vater, ich noch klein, die Finger in der aufgeplatzten Naht meiner Puppe, die unruhigen Finger, der Drang zu weiten
bekümmert amüsiert, als die Füllung
meine Schwester und ihr undurchsichtiges Lächeln, meine Schwester die so schön wie Mutter, die so sehr wie Mutter auf dem Bild
ihre Wut gilt den Politikern, den Polizisten
sie beachtet die Tänzerinnen der Nachtclubs nicht, sie bemerkt den Geruch frisch gebackenen Brotes
- du musst auf jedenfall mehr Essen, du kannst nicht ewig Hungern nur weil
ihre nackten Füße im Flussbett, die Zikaden, der ausgehöhlte Blick
habe ich ihr einen Stein an den Kopf geworfen
und konnte mich der Gründe nicht entsinnen, einen Stein den ich vorher
so sorgsam ausgewählt, der den Händen schmeichelt und spitz zuläuft
und kann mich bis heute des Gefühls erinnern, das er in den Handflächen
die Spuren auf der Brust kühlen aus und verschwinden, bald kann ich sie nicht mehr verfolgen meine Schwester die ich liebe und verachte die ich liebe wenn sie mich berührt und verachte wenn sie
- dein Herzschlag, er ist ein wenig
mein Freund der Polizist, mein karger, blasser Mann unter dem Auto verschwunden, verschwunden spricht seine Stimme von allen Seiten
will dieses oder jenes Werkzeug
erinnert sich nicht, dass er nur aus Beinen ist und nicht sprechen kann
vergisst, die letzte Nacht als sein Zusammenbruch, die verschluckten Tränen seine Kehle heiser und trocken, von der jungen Frau die er hat totprügeln müssen, hat totprügeln müssen, ich verstehe nichts davon hatte ich erwidert
schon im aufstehen, im gehen, schon halb in der Küche beim beruhigenden Sirren des Wasserkochers, der Zikaden, die Finger in der aufgeplatzten Naht,
das ernste Gesicht und der lächelnde Scheitel
- sie hätte einfach reden müssen. einfach nur reden, das dumme ding. dann hätten wir sie nicht
heute kenne ich sie, die Gerüche, die Bilder, die Plätze und Kirchen,
morgens stolpere ich halbverschlafen durch die Dunkelheit zur Bäckerei,
die Schritte des Metzgers Pinto im Nacken, der nur fünf Minuten später sein Haus verlässt. Der auf Lieferungen wartet und dann Gott weiß wie lange bis zur Öffnung in der Metzgerei bleibt. Es heißt manch einmal, er sei beim Widerstand. Er verkehrt mit meiner Schwester, aber grüßt mich nicht auf der Straße, holt mich nicht ein am Morgen, für ein Gespräch und läuft nicht langsamer um mich zu verlieren, um sich unbemerkbar, um mich alleine zu lassen. Durch sein Fenster im Erdgeschoß, sieht man das Bücherregal und zwei Tische, den persischen Teppich und goldgerahmte Bilder von bärtigen Männern die ich nicht kenne, links da ist die geflieste Küche, dort Hängen Messer an den Wänden. Pintos undurchsichtiges Wandern, Pinto der die vierte Straße rechts einbiegt, Pinto der meiner Schwester tief in den Augen blickt auf dem Ball bei Caentanos, der spät kommt und früh geht, den Hals eingezogen, den Kopf fast auf den Schultern, um nicht angesprochen um nicht gefragt zu werden.
meinen Vater, meine Mutter, ich kannte sie nicht
nicht den Geruch frisch gestampfter Trauben
nur das Sirren der Zikaden am Tejo, am Tejo nahe der
weißen Stadt, das Sirren der Luft, die Trugbilder am Tejo
nahe der weißen Stadt, die Clowns und der Direktor
die vielen ersten male Jahre ziehen, kannte nicht
das Geräusch platzender Maronen, ihre warmen Hände
an meine Brust gepresst
- dein Herzschlag
mäandernde Erinnerungen, die Täler zwischen den sieben
Hügeln, stürzender Stahl der Ponte Vasco da Gama
unterm Scheitel Salazars mäandernde Erinn
Coimbra, die schwarze See, am Weltende fanden wir
ihre Fortführung und der Admiral zu Tisch bei Tee, die klugen Augen
rollen vielsagend wéngé, estada nuevo, ein Frühling in Prag, ein Herbst in Deut
- dein Herzschlag
ihre warmen Hände, ihre Spuren auf meiner Brust
ihren Geruch und die gehisste Flagge, mein brennender Neid auf die Tänzerinnen des Nachtclubs, ihre schlanken Beine, ihre Bewegungen
die auf die Männer angelegt sind, die um sie herum schwirren
ich stelle mir vor, es gäbe die Männer dort nicht und lache auf
sie werfen einen kurzen Blick und mein Hohn wird wieder Schmach
nach der Bäckerslehre, fern der Heimat, fern der Gerüche der Bergziegen
das Sirren der Zikaden erstickt im Verkehr in der weißen Stadt nahe am Tejo
mein Freund, der Polizist, den ich auf einem Ball traf, auf dem wöchentlichen Ball bei Caetanos, sagte er er möge den Geruch von Brot den ich verströme
sein dürrer Arm um meine breite Hüfte, nahe seinem Gesicht der Äther, mäandernde Gerüche von Branntwein und Fett, vom Branntwein und Fett meiner Großmutter fern des Tejos begraben und mit ihr
das letzte Bild meiner Mutter, das letzte Bild meiner Mutter im Grab
ihr undurchsichtiges Lächeln, wie der Scheitel Salazars ein Bogen ein Bogen
am Tejo, ob sie mich zu den Clowns, ob sie mich zu
die vielen ersten male meines Lebens ohne sie, nur ein wenig Geld in der Hand
- er ist ein wenig Schwach, Schwesterchen
ihre Hände behutsam zurückziehend, man sieht ihr ewiges Zittern, in den langsamen Gesten, Laub und Vogel, ihr Zittern das seit damals
die Nacht wo sie Mutter und Vater, ich noch klein, die Finger in der aufgeplatzten Naht meiner Puppe, die unruhigen Finger, der Drang zu weiten
bekümmert amüsiert, als die Füllung
meine Schwester und ihr undurchsichtiges Lächeln, meine Schwester die so schön wie Mutter, die so sehr wie Mutter auf dem Bild
ihre Wut gilt den Politikern, den Polizisten
sie beachtet die Tänzerinnen der Nachtclubs nicht, sie bemerkt den Geruch frisch gebackenen Brotes
- du musst auf jedenfall mehr Essen, du kannst nicht ewig Hungern nur weil
ihre nackten Füße im Flussbett, die Zikaden, der ausgehöhlte Blick
habe ich ihr einen Stein an den Kopf geworfen
und konnte mich der Gründe nicht entsinnen, einen Stein den ich vorher
so sorgsam ausgewählt, der den Händen schmeichelt und spitz zuläuft
und kann mich bis heute des Gefühls erinnern, das er in den Handflächen
die Spuren auf der Brust kühlen aus und verschwinden, bald kann ich sie nicht mehr verfolgen meine Schwester die ich liebe und verachte die ich liebe wenn sie mich berührt und verachte wenn sie
- dein Herzschlag, er ist ein wenig
mein Freund der Polizist, mein karger, blasser Mann unter dem Auto verschwunden, verschwunden spricht seine Stimme von allen Seiten
will dieses oder jenes Werkzeug
erinnert sich nicht, dass er nur aus Beinen ist und nicht sprechen kann
vergisst, die letzte Nacht als sein Zusammenbruch, die verschluckten Tränen seine Kehle heiser und trocken, von der jungen Frau die er hat totprügeln müssen, hat totprügeln müssen, ich verstehe nichts davon hatte ich erwidert
schon im aufstehen, im gehen, schon halb in der Küche beim beruhigenden Sirren des Wasserkochers, der Zikaden, die Finger in der aufgeplatzten Naht,
das ernste Gesicht und der lächelnde Scheitel
- sie hätte einfach reden müssen. einfach nur reden, das dumme ding. dann hätten wir sie nicht
heute kenne ich sie, die Gerüche, die Bilder, die Plätze und Kirchen,
morgens stolpere ich halbverschlafen durch die Dunkelheit zur Bäckerei,
die Schritte des Metzgers Pinto im Nacken, der nur fünf Minuten später sein Haus verlässt. Der auf Lieferungen wartet und dann Gott weiß wie lange bis zur Öffnung in der Metzgerei bleibt. Es heißt manch einmal, er sei beim Widerstand. Er verkehrt mit meiner Schwester, aber grüßt mich nicht auf der Straße, holt mich nicht ein am Morgen, für ein Gespräch und läuft nicht langsamer um mich zu verlieren, um sich unbemerkbar, um mich alleine zu lassen. Durch sein Fenster im Erdgeschoß, sieht man das Bücherregal und zwei Tische, den persischen Teppich und goldgerahmte Bilder von bärtigen Männern die ich nicht kenne, links da ist die geflieste Küche, dort Hängen Messer an den Wänden. Pintos undurchsichtiges Wandern, Pinto der die vierte Straße rechts einbiegt, Pinto der meiner Schwester tief in den Augen blickt auf dem Ball bei Caentanos, der spät kommt und früh geht, den Hals eingezogen, den Kopf fast auf den Schultern, um nicht angesprochen um nicht gefragt zu werden.
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