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noch eins

Verfasst: 01.03.2012, 05:36
von demosthenes
auf der verdammten brücke
gsg9 neulich ich aß
teilte krumen
mit einer zerbrochenen gans

scharf schützen heckten sich zu
barken fiedelten
flieder's gerippe spurten

die moos behauchte; schon trauern schleichangst:
darfst ruhn
von vergällten blechen

den drachen jagen, auf abtrünnigen spiegeln
den zerkratzten
den letzten schnee,
wo klammern sie dennoch

den grauenhaften beton, das
gebrück voll wänden
anzutasten auf
daß es einen beginn
und ein ende hätte


türen einer letzten dämmrung offen stünden
die sternschnuppen ins antlitz
voll sorge schnitte

Re: noch eins

Verfasst: 02.03.2012, 02:00
von [) i r k
Hat was. Erinnert mich an expressionistische Gedichte. Vom Klang sehr konsonantisch-scharfkantig. Gefällt mir auf jeden Fall um Längen besser als dein Sonett.

Ich würde dir empfehlen über die Zeitformen der Verben nochmal drüber zu schauen (keine Konjunktive, wo nicht unbedingt nötig, vor allem nicht am Schluss) und auch über die Flexionen: du hast zu viele Personenwechsel in dem Gedicht: ich aß, (es) behauchte, (du) darfst, (sie) klammern. Das wirkt dann doch etwas chaotisch.

MfG,
[) i r k

Re: noch eins

Verfasst: 06.03.2012, 22:14
von riemsche
die erste strophe hat mE wirklich klasse und sonst noch so einiges, was wortung und rhythmus in folge bestimmen könnte.
auf dem würd ich aufbauen. alles andere sagte ja schon dirk (:->))
lGriemsche