Fugger
Verfasst: 22.04.2012, 05:47
der schrei der seide
hallt durch den festsaal
in der mitte der alten welt, stehen und lauschen
zieht zentrische kreise
als sei ein stein ins wasser gefallen
und ein paar hundert jahre
schlüge es aus in den äther
vor die sonne schiebt sich ein planet
als kleiner schwarzer fleck
einige volle tage
geht er mit ihr unter
auf zelluloid und in schleife
drehen die bilder später an der wand
vom geräusch gebannt, die vollzählige familie
vermengen sich vergangenheit und gegenwart
zu einem zeitanzeiger in der projektion
eine kontaktlinse an der zungenspitze
in einem auge rot
und wir dazwischen, irgendwo, wie wind
es hätte stehen bleiben können
bis die letzte dampfmaschine abgeschaltet
und das öl aus der erde abschließend gepumpt
unsere permanente katastrophe einem aprupten ende
zugeführt
und so viel trauer, so viele schaufeln erde, dass es sich türmt auf dem grab
wir vom thema abkommen und nicht mehr zurück finden
aus einem verlust, einer zeit heraus
der nichts mehr wichtig ist und alles
der schrei der seide
durch das vielköpfige rauschen
geht sie und vor ihr teilt sich der adel
das meer, eine hand, einen tanz lang
vielgesagter blicke, nachgesprochener gesten
erliegt das reh, einem schuss nahe der hüfte
und wie sie blicken, stockenden atems
brannte sich mir ein, vermengte sich
über die jahre und ich kann es nicht vergessen
wie das fallen lassen, unmöglich noch einmal von falschem stolz
gerade gebogen
gehen, umstürzen, vielleicht im aufprall
bemerken was sich mir entzogen hat
was noch fehlt um abzuschließen
hallt durch den festsaal
in der mitte der alten welt, stehen und lauschen
zieht zentrische kreise
als sei ein stein ins wasser gefallen
und ein paar hundert jahre
schlüge es aus in den äther
vor die sonne schiebt sich ein planet
als kleiner schwarzer fleck
einige volle tage
geht er mit ihr unter
auf zelluloid und in schleife
drehen die bilder später an der wand
vom geräusch gebannt, die vollzählige familie
vermengen sich vergangenheit und gegenwart
zu einem zeitanzeiger in der projektion
eine kontaktlinse an der zungenspitze
in einem auge rot
und wir dazwischen, irgendwo, wie wind
es hätte stehen bleiben können
bis die letzte dampfmaschine abgeschaltet
und das öl aus der erde abschließend gepumpt
unsere permanente katastrophe einem aprupten ende
zugeführt
und so viel trauer, so viele schaufeln erde, dass es sich türmt auf dem grab
wir vom thema abkommen und nicht mehr zurück finden
aus einem verlust, einer zeit heraus
der nichts mehr wichtig ist und alles
der schrei der seide
durch das vielköpfige rauschen
geht sie und vor ihr teilt sich der adel
das meer, eine hand, einen tanz lang
vielgesagter blicke, nachgesprochener gesten
erliegt das reh, einem schuss nahe der hüfte
und wie sie blicken, stockenden atems
brannte sich mir ein, vermengte sich
über die jahre und ich kann es nicht vergessen
wie das fallen lassen, unmöglich noch einmal von falschem stolz
gerade gebogen
gehen, umstürzen, vielleicht im aufprall
bemerken was sich mir entzogen hat
was noch fehlt um abzuschließen