hallo riemsche,
riemsche hat geschrieben:ich verstehe deine aufregung nicht.
ich fange einfach mal so pathetisch an, wie ich aufgehört habe (seele und feuer halt):
literatur ist eine meiner großen leidenschaften und das leidenschaftliche diskutieren über texte gehört für mich dazu. eine monotonie der gedichtvorstellung und der gedichtkritik ist mir zuwider. die aufregung ist mein motor, so offen sage ich das. bei der beschäftigung mit kunstfeldern finde ich sie auch wichtig, weil eben die emotion dem geist doch dienbar zur hand gehen sollte.
soviel zum pathos.
warum die aufregung?
die gingst halt überhaupt nicht näher auf meinen ersten kommentar ein (womit ich nicht meine, dass du nicht auf ihn antwortetest), sondern schriebst so eine art beendigungskommentar in richtung: "danke fürs feedback. ich finde den tonfall passend und die einen leser denken dies, was gut ist, du etwas anderes, was auch okay ist." das ist eine form von gleichgültigkeit gegenüber den möglichkeiten von texten oder anders: die frage, welche gründe es geben könnte, ein gedicht wie obiges so nicht schreiben zu dürfen, stellt sich dir nicht.
vielleicht muss ich das dürfen erklären: es geht hier nicht um die frage, ob man etwas darf oder nicht darf (natürlich darf man fast alles schreiben). es geht hier um die innere aussage (des autors im selbstgespräch): "nein, so darf ich das nicht schreiben".
zurück zu deinem jetzigen kommentar:
riemsche hat geschrieben:der zufall wills, dass das genau dAs neue welche ist, wo mir regelmäßige zuhörer flüsterten, dass ich auf dem besten weg wäre, mich wieder oldschoolzeiten anzunähern und da hurra auf anhieb verständnis vorhanden war. das thema mit schulterklopfer schien aber spätestens beim übernächsten text wieder vom tisch zu sein. was auch so formuliert wurde, ohne groll. feedback ist immer der bringer. ich finds irgendwie seltsam, dass genau das im rahmen eines litForums der knackpunkt sein soll, der wenns lange genug dauert, alle beteiligten gut aussehen lässt.
sorry, ich akzeptiere prinzipiell deine neigung, deinen stil auch in deinen kommentaren fortsetzen und keinen geraden satz formulieren zu wollen (ich benutze halt fremdwörter, was einigen auch nicht gefällt).
hier aber mutest du mir dann doch zu viel kauderwelsch zu. ich habe zwar eine ahnung, was du sagen willst, aber jetzt wirklich keine lust mich da durch zu quälen, jeden satz mehrfach zu lesen und dann zu interpretieren, was du wohl gemeint haben könntest. wenn du willst, dass ich darauf eingehe, musst du es mir einfacher machen.
also gehe ich erstmal nur hierauf ein:
riemsche hat geschrieben:eigene handschrift ist mE ein sehr geeignetes mittel, wie auch immer möglicher mechanik in sachen textausführung entscheidend gegenzusteuern. und wie ich finde, eine alles andere wie befremdete art, mit eigener wertung und wortung umzugehen.
ich hatte es erwartet:
blabla, eigener stil, blabla.
sorry, aber es ist einfach witzlos, bei jeder kritik damit zu kommen, und es hat halt auch überhaupt nichts mit dem zu tun, was ich als mechanisch bezeichnete. eine mechanik stellt sich ein, sie kann sich also auch innerhalb eines eigenen stils einstellen.
lg
hginsomnia
editiert:
anmerkung zur selbstbeleuchtung:
ich merke es ja auch beim schreiben, dass ich das gleiche immer wieder anmahne und dass sich daher alle dialoge irgendwann wiederholen. ich muss mich also auch selbst kritisch hinterfragen, warum ich eigentlich noch kritisiere, wenn ich eh fast sicher weiß, dass das darauf hinauslaufen wird, dass jemand auf den eigenen stil verweist und meine form der kritik eigentlich wenig interessant findet, schließlich stehle ich dem anderen dann ja auch zeit, die er, wenn er höflich ist, in einige, kleine kommentare investiert.
ich muss mich dann also tatsächlich auch selbst fragen, warum ich das mache, wenn meine form des kommentierens und des diskutierens hier keinen anklang findet. die leidenschaft, für etwas zu streiten, von dem ich überzeugt bin, ist da sicher ein grund, nur bringt das halt nichts, wenn das gegenüber davon nichts hören will.