In Seiner Hand - Neu I

Du schreibst Gedichte? Laß sie nicht in einer Schublade verschimmeln! Menschenbeifall wirst Du hier finden, aber auch Kritik und Rat.
Nathanael78
Medusa
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In Seiner Hand - Neu I

Beitragvon Nathanael78 » 14.06.2012, 14:01

In Seiner Hand


Stunden ziehen an mir vorüber, doch ich schaue nicht zurück,
schaue in den Herzensspiegel, denn in Hoffnung liegt mein Glück.
Das was mir verborgen scheint, trägst Du aus der Nacht ins Licht,
damit in meiner Seele mit Dir, dann ein Neuer Tag anbricht.
Und auch in der tiefsten Trauer, will ich Herr auf Dich vertrauen.
und in tiefster Demut beten, lass mich stets auf*s Kreuze schauen.

Selbst wenn ich sterbe, werde ich leben, werde ich Leben Herr bei Dir,
und ich weiß mich Herr geborgen, denn Du lebst ja schon Herr in mir.
Wenn ich sterbe, werde ich fliegen, fliege in Dein Licht hinein,
und ich weiß ich werde leben und für immer bei Dir Sein.

Wenn am Abend, dann die Sonne, in die dunkle Nacht versinkt,
will ich Deine Stimme hören, die Dein Licht ins Herz mir bringt.
Dann darf ich danken für den Tag und alles was Du mir gebracht
und danke im Vertrauen, das auch Morgen, mir die Sonne lacht.
So will ich gehen in Zuversicht, egal was kommt, egal was geht.
Deine Hand wird Sorge tragen, dass sich die Welt auch Morgen dreht.

Selbst wenn ich sterbe, werde ich leben, werde ich Leben Herr bei Dir,
und ich weiß mich Herr geborgen, denn Du lebst ja schon Herr in mir.
Wenn ich sterbe, werde ich fliegen, fliege in Dein Licht hinein,
und ich weiß ich werde leben und für immer bei Dir Sein.

Wenn aus dunkler Nacht, dann ein Neuer Tag erwacht,
schaue ich in Dein Licht, das in meinem Herzen wacht.
Wenn ich mich auch einsam fühle, und ich glaub ich wäre allein.
Will ich auf Dein Wort vertrauen, denn Du sagst, Ich werde bei Dir sein.
Wenn ich mich auch traurig fühle und alles Licht mir ferne scheint.
So werde ich, auf Dein Kreuze schauen, und weiß Du hast mit mir geweint.

Selbst wenn ich sterbe, werde ich leben, werde ich Leben Herr bei Dir,
und ich weiß mich Herr geborgen, denn Du lebst ja schon Herr in mir.
Wenn ich sterbe, werde ich fliegen, fliege in Dein Licht hinein,
und ich weiß ich werde leben und für immer bei Dir Sein.

geschrieben
von
Harald "Nathanael" Trahe
09.05.2012

C_some1_2_smile_4
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Re: In Seiner Hand - Neu I

Beitragvon C_some1_2_smile_4 » 14.06.2012, 23:28

Hallo Harald,

meine erste Frage, steht "Nathanael" für etwas bestimmtes? Hat keinen direkten Bezug auf das Gedicht,
würde mich nur interessieren.

Dann möchte ich anmerken. "Neu" muss nicht zwingend bei einem Titel eines Gedichtes dabei stehen.
Es ist ja kein Produkt dass Du mit "neu" "preiswert" etc. verkaufen musst.

Nun zu Deinem Gedicht.
Also ich habe sehr schnell aufgehört es zu lesen und angefangen es zu überfliegen.

Du glaubst an etwas und an das gute im Menschen und in Gott.
Das ist toll und ich finde das bewundernswert!

....Aber...

ich habe angefangen Dein Gedicht zu lesen und da kamen mir zwei Gedanken.

1. Es ist mehr ein religiöser Lobgesang anstatt eines Gedichtes

2. Das Gedicht stellt keine Fragen, baut keine Spannung auf und gibt dem Leser nicht
das Gefühl nachdenken zu müssen.

Das waren so meine Empfindungen

Grüße

M.

Nathanael78
Medusa
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Re: In Seiner Hand - Neu I

Beitragvon Nathanael78 » 17.06.2012, 19:35

Nathanael
Nathanael (dt. [naˈtaːnaeːl]; engl. [nəˈθænjəl]) ist ein männlicher Vorname, verwandt mit Jonathan.
Inhaltsverzeichnis [Verbergen]
1 Herkunft und Bedeutung
2 Bekannte Namensträger
2.1 Vorname
2.2 Familienname
3 Namensträger in der Literatur
4 Varianten
Herkunft und Bedeutung [Bearbeiten]

Hebräisch: Gott hat gegeben, auch Gottesgabe oder Gottesgeschenk

Liebe Grüße
Nathanael

Nathanael78
Medusa
Beiträge: 41
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Re: In Seiner Hand - Neu I

Beitragvon Nathanael78 » 17.06.2012, 19:37

C_some1_2_smile_4 hat geschrieben:Hallo Harald,

meine erste Frage, steht "Nathanael" für etwas bestimmtes? Hat keinen direkten Bezug auf das Gedicht,
würde mich nur interessieren.

Dann möchte ich anmerken. "Neu" muss nicht zwingend bei einem Titel eines Gedichtes dabei stehen.
Es ist ja kein Produkt dass Du mit "neu" "preiswert" etc. verkaufen musst.

Nun zu Deinem Gedicht.
Also ich habe sehr schnell aufgehört es zu lesen und angefangen es zu überfliegen.

Du glaubst an etwas und an das gute im Menschen und in Gott.
Das ist toll und ich finde das bewundernswert!

....Aber...

ich habe angefangen Dein Gedicht zu lesen und da kamen mir zwei Gedanken.

1. Es ist mehr ein religiöser Lobgesang anstatt eines Gedichtes

2. Das Gedicht stellt keine Fragen, baut keine Spannung auf und gibt dem Leser nicht
das Gefühl nachdenken zu müssen.

Das waren so meine Empfindungen

Grüße

M.


Nathanael (Jünger)


Philipp und Nathanael (Illustration von W.J. Morgan)
Im Neuen Testament ist Nathanael ein Galiläer, der von Jesus als einer der ersten Jünger berufen wird (Joh 1,45-50 EU). Er wird jedoch nur im Johannesevangelium erwähnt, in den übrigen Evangelien kommt er nicht vor.
In der Wissenschaft wird davon ausgegangen, dass er gleichzusetzen ist mit Bartholomäus (Natanaël Bar-Tolmai) aus Apg 1,13 EU und den synoptischen Evangelien, weil er dort in Namenslisten (Mt 10,3 EU; Mk 3,18 EU; Lk 6,14 EU) auf Philippus folgt, wie in Johannes der Name Nathanael. Somit wäre Nathanael Bartholomäus, einer der zwölf Apostel Christi.
In den Schriftrollen vom Toten Meer wird mit „Nathanael“ der erste Engel bezeichnet, der von Gott geschaffen wurde.
Der Name Nathanael bedeutet so viel wie „Gott hat gegeben“/„Geschenk Gottes“.

Liebe Grüße
Nathanael

shuya
Prometheus
Beiträge: 367
Registriert: 17.04.2010, 13:51

Re: In Seiner Hand - Neu I

Beitragvon shuya » 18.06.2012, 03:22

Ich schreibe natürlich von einer bestimmten Position heraus,
so wie du aus einer bestimmten Position heraus schreibst
bestimmt insofern als ebenso bestimmbar wie bestimmt
zu eben jener Bestimmung, die du ja - insofern als christlich geprägter Mensch - bereits von deiner Seite vorgenommen hast
will ich mit meiner eigenen einen Beitrag leisten..
..
ich finde jede Form von Propaganda schwierig. In diesem Sinne bin ich ein gebranntes Kind, als jemand der schon auf einige Propaganda eingestiegen ist
und genug davon in seinem Leben verbreitet hat, bevor ich mich davon abgewandt habe..
also..
ich sage mal, Erfahrungsgemäß, dein Text ist propagandistisch. Er orientiert sich strikt nach einem Ideal.. vielleicht dem größten Ideal unserer Gesellschaft

einem "Idealcontainer",
Jesus als Gestaltung Gottes - insofern der Idealcontainer als dass er das Ideale Wesen halten und tragen konnte, in Fleisch gefasst
als auch über die Allmacht die er trägt während seine Geschichte absolute Ohnmacht (die allmächtige Ohnmacht des "Verzeihens") illustriert..
ihn über dieses Paradox entleert hat
"der Träger aller Sünde" heißt nichts weiter als, dass er immer voll und immer leer ist..
und daher immer jede Anlage mitbringt
während er konkret vom Subjekt gefüllt werden kann

(vielleicht ist er "voll" vom Gesamtgesellschaftlichen Standpunkt betrachtet und "leer" vom Subjektiven.. ? .. )

.. also der Idealcontainer ist Zeit seines Lebens angefüllt mit "Gott"
und Gott als der unsichtbare Protagonist.. (der UNbeschreibliche, seines Zeichens aber unendlich oft UMschriebene) ..deines Gedichts
sind insofern doch
durchaus spannende Phänomene sozialer Umstände, Sehnsüchte.. Ideale..
der eine eine Fleischgewordene Verzichtserklärung.. Konsument und Medium
der andere die Entität der Kreation

was ich mich Frage ist, nun da ich meine Sicht auf die beiden etwas umständlich Beschrieben habe,
wieso schließt dein Glaube dich von jeder Kritik aus,
oder wenn die da ist, wieso ist sie nicht in deinen Texten drinne?

Ist es ein Verrat an deinem Glauben aus deinen Texten
mehr zu machen als (entschuldige dafür:) dämliches Lobgehudel,
dass in den letzten tausend Jahren zu einer solchen Perfektion gebracht wurde, dass du die alten Meister weder ein- noch überholen kannst
in ihren Lobgesängen auf den Herren?
Ist das noch Kunst.. wenn du ein Massenprodukt in die 50.000ste Auflage bringst ohne auch nur einen Funken Stil anzufügen?

Darüber solltest du nachdenken!
Zwischen Kunst und missionarischer Propaganda ist ein großer Unterschied..
und ehrlich gesprochen wäre es spannender wenn du dich ein bisschen auf diese Überlegung einlassen würdest
um deine Texte auf eine andere Ebene zu heben.
Gerade hängst du nämlich.. und das klingt hart, ich weiß.. auf dem Niveau von Postkartensprüchen rum - und wenn du damit in einer Textwerkstatt als Grundlage anfangen willst, müssen wir einfach straight schauen.. wie kommen wir davon weg und zu einer neuen Qualität?

Dabei stellt sich nicht einmal die Glaubensfrage,
dein Thema IST ein spannendes.. ich will es zur folgenden Frage münden lassen, die ich einmal einen Theologen in einem ZEIT-Artikel habe stellen sehen:

Wie können wir heutzutage noch über Gott schreiben?

--
Was er meinte.. und das macht die Frage clever: Wie können wir neue Formen und Ideen adaptieren oder entwickeln um von der selben hohlen Repro weg zu kommen..?
eine Kulturindustrie wie die katholische Kirche ständig unkritisch zu rezitieren bedeutet nichts anderes als.. eine Art "Franchise-Unternehmer" ihrer geistlichen Propaganda zu sein.. die Vergleiche die du verwendest referieren nicht auf den christlichen Glauben oder Gott sondern auf den christlichen Glauben und Gott wie ihn die Kirche haben und propagieren will.. obwohl deren Interessen vollkommen contraire zu ihren propagierten Werten laufen.
Die Kunst, auch die Religiös-motivierte, sollte neue Möglichkeiten erarbeiten ihrer religiöse Motivation von den ökonomischen Interessen der Kirche abzugrenzen und andere.. neue Zugänge auf den Glauben aufzeigen.
--
folglich ist die Frage auch wichtig für die Lyrik und die Literatur.

Ich hoffe das kommt in den richtigen Hals und du kannst mit meinem Vorschlag etwas anfangen, denk drüber nach.. wie man heutzutage noch über Gott schreiben kann, fänd ich ziemlich cool.

aye,
P.


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