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soll ich heute rausgehen

Verfasst: 22.01.2013, 13:42
von Perry
soll ich heute rausgehen
es hat geschneit


auf den feldern liegt der schnee hoch
tief sind die stapfen der gänger abseits
der geräumten steige bauschige hauben

auf bäumen unter denen vogelbeeraugen
hervorlugen mit im bodendeckenden
efeu scharrenden singdrosseln flirten

friss oder stirb was aberglaube ist denn
wenn auch für menschen ungenießbar
geben sie den mätzen kraft zum piepen

Re: soll ich heute rausgehen

Verfasst: 23.01.2013, 20:46
von Näherungsweise
? ja! ;-)

"es hat geschneit" - ist das untertitel? prolog? erste strophe? streichen, bitte. die erste zeile macht das besser:
"auf den feldern liegt der schnee hoch"

die beiden strophen die folgen sind stimmungsvoll / bildhaft.

letzte strophe fällt aus dem rahmen / erschließt sich mir nicht aus dem vorangegangenem. kommt mir zu wertend / grübelerisch herüber.

weglassen? neu schreiben? your choice.

grüße,
nw.

Re: soll ich heute rausgehen

Verfasst: 24.01.2013, 01:10
von Perry
Hallo Näherungsweise,
danke für dein Interesse und die Anregungen.
Der Text ist insgesamt ein Spiel mit Gegensätzlichkeiten.
Inhaltlich mit soll ich (der eine mag Schnee, der andere nicht),
und wortspielerisch mit hoch/tief oder flirten/friss oder stirb.
Was den Titel anbelangt ist er bewusst "alltäglich/beiläufig" gehalten,
wie Spaziergänge nun mal so sind.
Der Schluss ist als öffnende Wendung gedacht im Sinne,
was für den einen ungenießbar ist, gibt dem anderen Lebenskraft.
Ich behalte deine Hinweise aber gern im Auge, wenn ich den Text überarbeite.
LG
Perry