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roter weg

Verfasst: 22.02.2013, 17:22
von Perry
roter weg


steil und schmal verband er das
ober- mit unterdorf im graben
lief schon mal schlachthausblut

als spielstraße genutzt sausten
schlittenzüge ins tal rannten wir
um als erste wieder oben zu sein

bauten nebenan laubhütten
in denen wir wie lakotaindianer
im schneidersitz philosophierten


1. Fassung:

roter weg


steil und schmal verband er
ober- mit unterdorf den graben
lief schon mal schlachtblut hinab

gefragt als spielstraße saußten
schlittenzüge ins tal rannten wir
um als erste wieder oben zu sein

bauten in den gebüschen hütten
wussten schwitzend noch nichts
von spirituellen lakotavisionen

Re: roter weg

Verfasst: 23.02.2013, 10:36
von riemsche
die erste strophe ist ein gar schön altbäuerlich archaisches schüttbild.
bei der zweiten würd ich mir die erste zeile nochmal vorknöpfen. /gefragt als .../ beisst sich mMn in folge mit den schlittenzügen (und sausten braucht wenn ich mich nicht irre statt dem scharfen das runde s)
das mit den schwitzhütten ist ne interessante brücke für´n roten faden. ich weiss zwar nicht, warum du dir ausgerechnet die lakota´s rauspickst. vielleicht lags an der kriegsbemalung (:->)) ich find auch die formulierung spirituelle lakotavisionen abiz sehrsehr fachesotherisch und farblos.
lGriemsche

Re: roter weg

Verfasst: 23.02.2013, 16:28
von Perry
Hallo riemsche,
ja auch wenn es rasant gemeint ist, braucht sausten kein scharfes S. Die Lakotas kommen neben den Laub- bzw. Schwitzhütten ins Spiel, weil deren Philosophie auch "der rote Weg" genannt wird.
Die angesprochenen Ausdrücke werde ich mir noch einmal vornehmen, Verdichtung und Wortklang gehen eben nicht immer Hand in Hand. ;-)
Danke für Hinweise und LG
Perry