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Meer

Verfasst: 01.06.2016, 17:09
von Näherungsweise
du hast dich immer angestrengt
jetzt bist du wer
getrieben auch und abgelenkt
weit auf dem meer

dein hab und gut verschleißen sich
das schmerzt dich sehr
und trotz und träume reißen dich
hinab ins meer

gedanken quellen und mäandern
mal hin mal her
wie wind und wellen stetig wandern
auf offnem meer

du suchst nach halt in dieser welt
doch sie ist leer
du bist ein tropfen und der fällt
zurück ins meer

es stürmt so tauche in die stille
es ist nicht schwer
erschrecke nicht vor flut und fülle
dem tiefen meer

wo früher wer und was gethront
ist niemand mehr
es spiegelt sich ein voller mond
im weiten meer

meer.jpg
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Re: Meer

Verfasst: 13.06.2016, 22:29
von riemsche
n schön wellig getragenes - meer davon :-)
grübler: strophe 4 - zweimal _du_ dünkt mich wegen dem _es_ am anfang fünfte den tick überbetont.
in folge _dieser welt_ ne möglich? variante für zeile3 : bist drin ein tropfen und der fällt ...

Re: Meer

Verfasst: 14.06.2016, 17:48
von Näherungsweise
n schön wellig getragenes - meer davon :-)

Merci.

grübler: strophe 4 - zweimal _du_ dünkt mich wegen dem _es_ am anfang fünfte den tick überbetont

Guter Rat. Das mit dem doppelten "Du" stimmt natürlich.

Und ich bin noch nicht mal ein Freund des lyrischen Du. Klingt immer gleich so moral-apostelisch.

Ich denk nochmal nach...

nw.

Re: Meer

Verfasst: 04.08.2016, 12:36
von Reords
Hallo,

ich finde das Gedicht sehr schön und auch das Bild passt perfekt dazu. Es beschreibt das emotionale Durcheinander eines Menschen, der versucht mit der ganzen Last, die auf ihn haftet zurecht zu kommen:) Sehr schön und tiefgründig.

LG

Re: Meer

Verfasst: 13.08.2016, 00:34
von Näherungsweise
Merci.