ich gebe zu das ist nicht alles Prosa, aber es gehört zusammen und Text passt entschieden besser als Lyrik
Abwärts, Meer
Es war als das Meer mit den Flutfingern nach der Liege griff. Ich schlief. Es schmiss zuerst spielerisch den Schirm hinter sich, hinter die Brandungsgrenze um dann die vier Plastikfüße zu umspielen. Ich träumte von Wasserfällen über deren Kante ich stürzte und schlief. Das Schaukeln war angenehm, als ich zu schwimmen begann. Das Meer ist eine Schlange, es wiegt sich bis man erstarrt ist. Im Traum lag ich am Grund des Felsbecken in das ich gestürzt war. Ich atmete und betrachtete die brodelnde Wasseroberfläche von unten. Ich atmete und war verzückt vom Spiel der Blasen. Nur fror ich, im Traum.
Das Meer leckte mit seiner Zunge über mich hinweg, als ich trieb und der Wind kühlte mich aus.
Das Wasser tanzte die Liege auf und ab, ließ sie von Wellenspitzen in Täler fallen, bis ich ins ruhige Wasser trieb.
Dann schien die Sonne auf mich herunter. Ich erwachte, weil ihre roten Spitzen in meine Augen stachen. Ich erwachte. Meine Augen verklebt.
Ich spürte das Schaukeln, die Kruste von Kristallen, erstarrt. Ich lag Bewegungslos, eingehüllt. Die Oberfläche meines Körpers brannte unter den Strahlen, das Meer leckte zuweilen auf die Liege, wie kühle Finger. Ich wartete. Ich dachte, dass es gut wäre zu sinken. Es musste kühl sein und dunkel, geschützt vor dem brennenden Himmelspunkt.
Währenddessen wurden die Wellen wieder höher. Ich spürte das Aufwallen, hörte, wie sich das Geräusch des Wassers veränderte und den Wind der meerfeucht über meine Haut strich. Das Wasser befreite mich aus der Salzschicht, doch als ich mich aufsetzte um mich zu strecken, drückte ich die eine Seite der Liege unter Wasser und sie sank. Ich rutschte hinunter in ein Wellental, als sie sich senkrecht stellte und das Meer war kalt und brannte. Die Wellen fielen über mir zusammen. Das Salz biss, als sie in meine Lungenflügel einströmten. Ich brauchte Minuten, um mich daran zu gewöhnen, sehnte mich nach dem Fluss meines Traums mit dem süßen Wasser, empfand danach das Kribbeln aber als angenehm. Ich sank. Das helle blau verdunkelte sich und das Schimmern der Oberfläche verschwand.
Ich schwebte, die Augen geöffnet, ohne Sicht. Der Druck nahm zu und ich verformte mich langsam. Meine Finger erspürten die wachsenden Schwimmhäute, die Schuppen. Meine Beine wuchsen ineinander, die Füße spreizten und streckten sich, ich verlor alle Kanten. Ich war schwerelos und begann das Wasser zu schlagen, begann das Meer mich streicheln zufühlen, seine Bewegung und sie Straßen darin zu fühlen.
Der Sog führte hinab.
Es ist nicht dunkel hier für meine Augen.
Haiku
Mond im Wolkenloch
Von Vorne: Meeresrauschen
Straßenlärm, Musik
Im Dunklen, bald bin ich fort
Sie hat mich heute
Auf einen Stein geschmissen
Mit zwei Wellen
Sie grollt noch immer
Das meine Hände über ihren Kies streichen,
meine Zehen eingegraben sind.
Bald ist Flut
Rache
Das Motiv: Rache. Ich bin zu dünn meine Rippen stechen heraus, er wollte sie zählen, hat er gesagt, da war er Tod. Ich war Schattenhaft und die Felsen spürte ich hart an meinen Hüftknochen, sah dem Blut beim gerinnen zu. Der Damm war verspült, umspült, überspült, und ich wusste schon da er würde bald nicht mehr vorhanden sein. Vorher würde die Tat vollendet sein. Ich hörte es heran kriechen, es liebt keine Heimlichkeit, wie es gurgelte, über die Ruine brandete. Es lachte. Ich hatte schon aufgegeben, es machte nicht mehr, sein Plan war gescheitert und das Blut gerann vor meine Augen. Das machte ihm nichts mehr, auch dem Täter nicht, vollendet. Es war seltsam, dass jetzt auch seine Knochen heraus stachen, ich zählte sie, die Splitter auch, so zerbrochen waren sie. Ich hatte eine Hand auf dem Fels liegen und glaubte seine Vorfreude zu spüren, auch überspült und glatt zu werden. Auch an meinen Rippen spürte ich den Fels, er stichelte ein wenig, der kleine Bruder. Wer tut das auch, Dämme bauen, er wollte es, Pläne machen, jetzt ist es vollendet und es rauscht. Ich schälte die Holzstämme und glättet sie, ich, Complice. Complicenschaft, gestraft, schon jetzt, auch wenn es denkt es wäre gnädig, mir noch Minuten zu geben: die dunkel gesogenen Steine. Dann nahm ich sie doch, die Minute und ließ mich ins Rückwärts gleiten, zu seiner Stimme, die Worte, die das Bauwerk schon malten und meine Messer zärtlich auf dem Holz, während er die Stein trug. Ich bin zu dünn.
Bis dann: Gischt auf meinem Rücken, bald
Das Meer
Re: Das Meer
Ein kleiner Kanon rund ums Meer. Da kriegt man Sehnsucht nach Wind und Salz und Wellen ...
Das Meer als Weib. Im Deutschen ein etwas exotischer Gedanke, aber wenn man eine Weile darüber nachdenkt, kommt man darauf, dass es doch irgendwie Sinn macht. Das Meer als die Mutter allen Lebens. Das Fruchtwasser, in dem wir alle mal geplanscht haben, erinnert noch daran, und vielleicht liegt es ja u.a. daran, dass wir uns zu "ihr" immer so hingezogen fühlen. Jedenfalls geht es mir so. -- "Im Dunklen" schreibt man groß. Der Wechsel der Zeiten im Gedicht kommt mir etwas seltsam vor: einerseits "hat geschmissen" und andererseits "bald bin ich" und "grollt noch immer". Das sollte man vielleicht noch mal reflektieren.
Von den beiden Geschichten, gefällt mir "Abwärts, Meer" am besten. Der Anfang erinnerte mich etwas an "Sandfluss". Okay, hier gibt es keine Jagd, aber irgendwie schien es mir wieder um eine Art von "lebendig begraben werden" zu gehen. Und den ersten Teil der Erzählung finde ich dann auch dementsprechend bedrohlich - und spannend. Aber jäh verwandelt sich das LI zum Fisch - ein für mich unerwartetes Happy-End. Die ganze Geschichte wirkt sehr traumhaft und kafkaesk und schön. Well done. Nur bei den Satzkonstrukten, besonders am Schluss der Geschichte, musst du noch was machen:
Zweimal "aufwallen" so kurz nacheinander? Nimmt dem an sich sehr schönen Wort vielleicht etwas seine Kraft und Wirkung!?
+ Komma
Großschreiben
Komma, Endung
Großschreiben
Endung
Das eine "sich" ist überflüssig.
Der Satz ist Murks. Das "ich begann" ist doppelt, aber das kann man so lassen. Das doppelte "zu fühlen" ist Murks und die Ausformulierung des restlichen Satzes auch.
Den Wechsel von Imperfekt zu Präsens am Schluss empfand ich hier als unschön. Vielleicht lieber: "Nicht dunkel war es mehr für meine Augen." Oder so ähnlich.
Wie sang der Junge mit der Gitarre: "Ich will das Meer sehn ... ich will mehr sehn". Hach, nachdem ich deine zwei Geschichten und zwei Gedichte jetzt gelesen habe, kann ich ihn sehr gut verstehen! Und ich war schon so lange nicht mehr am Meer ...
LG,
[) i r k
Im dunklen, bald bin ich fort
Sie hat mich heute
Auf einen Stein geschmissen
Mit zwei Wellen
Sie grollt noch immer
Das meine Hände über ihren Kies streichen,
meine Zehen eingegraben sind.
Bald ist Flut
Das Meer als Weib. Im Deutschen ein etwas exotischer Gedanke, aber wenn man eine Weile darüber nachdenkt, kommt man darauf, dass es doch irgendwie Sinn macht. Das Meer als die Mutter allen Lebens. Das Fruchtwasser, in dem wir alle mal geplanscht haben, erinnert noch daran, und vielleicht liegt es ja u.a. daran, dass wir uns zu "ihr" immer so hingezogen fühlen. Jedenfalls geht es mir so. -- "Im Dunklen" schreibt man groß. Der Wechsel der Zeiten im Gedicht kommt mir etwas seltsam vor: einerseits "hat geschmissen" und andererseits "bald bin ich" und "grollt noch immer". Das sollte man vielleicht noch mal reflektieren.
Von den beiden Geschichten, gefällt mir "Abwärts, Meer" am besten. Der Anfang erinnerte mich etwas an "Sandfluss". Okay, hier gibt es keine Jagd, aber irgendwie schien es mir wieder um eine Art von "lebendig begraben werden" zu gehen. Und den ersten Teil der Erzählung finde ich dann auch dementsprechend bedrohlich - und spannend. Aber jäh verwandelt sich das LI zum Fisch - ein für mich unerwartetes Happy-End. Die ganze Geschichte wirkt sehr traumhaft und kafkaesk und schön. Well done. Nur bei den Satzkonstrukten, besonders am Schluss der Geschichte, musst du noch was machen:
Ich spürte das Aufwallen, hörte, wie sich das Geräusch des Wassers veränderte und den Wind der meerfeucht über meine Haut strich. Das aufwallende Wasser befreite mich aus der Salzschicht,
Zweimal "aufwallen" so kurz nacheinander? Nimmt dem an sich sehr schönen Wort vielleicht etwas seine Kraft und Wirkung!?
Ich rutschte hinunter in ein Wellental, als sie sich senkrecht stellte und das Meer war kalt und brannte.
+ Komma
Die Wellen fielen über mir zusammen.
Großschreiben
Ich brauchte Minuten, um mich daran zu gewöhnen, sehnte mich nach dem Fluss meines Traums mit dem süßen Wasser, empfand danach das Kribbeln aber als angenehm.
Komma, Endung
Das helle Blau verdunkelte sich und das Schimmern der Oberfläche verschwand.
Großschreiben
Meine Finger erspürten die wachsenden Schwimmhäute, die Schuppen.
Endung
Meine Beine wuchsen ineinander, die Füße spreizten sich und streckten sich, ich verlor alle Kanten.
Das eine "sich" ist überflüssig.
Ich war schwerelos und begann das Wasser zu schlagen, begann das Meer mich streicheln zufühlen, seine Bewegung und sie Straßen darin zu fühlen.
Der Satz ist Murks. Das "ich begann" ist doppelt, aber das kann man so lassen. Das doppelte "zu fühlen" ist Murks und die Ausformulierung des restlichen Satzes auch.
Der Sog führte hinab.
Es ist nicht dunkel hier für meine Augen.
Den Wechsel von Imperfekt zu Präsens am Schluss empfand ich hier als unschön. Vielleicht lieber: "Nicht dunkel war es mehr für meine Augen." Oder so ähnlich.
Wie sang der Junge mit der Gitarre: "Ich will das Meer sehn ... ich will mehr sehn". Hach, nachdem ich deine zwei Geschichten und zwei Gedichte jetzt gelesen habe, kann ich ihn sehr gut verstehen! Und ich war schon so lange nicht mehr am Meer ...
LG,
[) i r k
"du trittst da fast in die fußstapfen des unseligen dr goebbels und seiner zensur und verdammungsmaschine." (Ralfchen)
Re: Das Meer
Hallo
das man beim lese Meer-sehnsucht kriegt finde ich gut. da ist es schließlich auch entstanden und es ist schön das man das merkt.
Ich finde es gar nicht seltsam, sie zu nehmen. Das ist ja eigentlic auch für die deutsche Sprache nicht seltsam, denn schließlich heißt es auch: Die See.
das Dunkle ändere ich
Die Zeiten sind wirklich so beabsichtigt und beruhen, darauf das ja ein aus dem jetzt einmal zurück geblickt wird (hat geschmissen) und dann auf die zukunkft wo das Li das Meer ganz verlassen habe wird.
So war es gedacht.
recht hast du. war auch so nicht beabsichtigt, ich hatte nur vergessen das zu ändern. das zweite aufwallen ist ersatzlos gestrichen.
Der Satz ist Murks. Das "ich begann" ist doppelt, aber das kann man so lassen. Das doppelte "zu fühlen" ist Murks und die Ausformulierung des restlichen Satzes auch.
hmm...hast vermutlich recht...Vorschlag:
Ich war schwerelos. Ich fühlte das Meer, wie seine Strömung mich streichelte, die Bewegung und die Straßen darin.
Den Wechsel von Imperfekt zu Präsens am Schluss empfand ich hier als unschön. Vielleicht lieber: "Nicht dunkel war es mehr für meine Augen." Oder so ähnlich.
ich weiß nicht. Mich stört der Wechsel nicht, mal sehen...
Lieben DAnk, jetzt werde ich mal die Rechtschreibung korrigieren.
Lg
Edekire
das man beim lese Meer-sehnsucht kriegt finde ich gut. da ist es schließlich auch entstanden und es ist schön das man das merkt.
Ich finde es gar nicht seltsam, sie zu nehmen. Das ist ja eigentlic auch für die deutsche Sprache nicht seltsam, denn schließlich heißt es auch: Die See.
das Dunkle ändere ich
Die Zeiten sind wirklich so beabsichtigt und beruhen, darauf das ja ein aus dem jetzt einmal zurück geblickt wird (hat geschmissen) und dann auf die zukunkft wo das Li das Meer ganz verlassen habe wird.
So war es gedacht.
Zweimal "aufwallen" so kurz nacheinander? Nimmt dem an sich sehr schönen Wort vielleicht etwas seine Kraft und Wirkung!?
recht hast du. war auch so nicht beabsichtigt, ich hatte nur vergessen das zu ändern. das zweite aufwallen ist ersatzlos gestrichen.
Ich war schwerelos und begann das Wasser zu schlagen, begann das Meer mich streicheln zufühlen, seine Bewegung und sie Straßen darin zu fühlen.
Der Satz ist Murks. Das "ich begann" ist doppelt, aber das kann man so lassen. Das doppelte "zu fühlen" ist Murks und die Ausformulierung des restlichen Satzes auch.
hmm...hast vermutlich recht...Vorschlag:
Ich war schwerelos. Ich fühlte das Meer, wie seine Strömung mich streichelte, die Bewegung und die Straßen darin.
Der Sog führte hinab.
Es ist nicht dunkel hier für meine Augen.
Den Wechsel von Imperfekt zu Präsens am Schluss empfand ich hier als unschön. Vielleicht lieber: "Nicht dunkel war es mehr für meine Augen." Oder so ähnlich.
ich weiß nicht. Mich stört der Wechsel nicht, mal sehen...
Lieben DAnk, jetzt werde ich mal die Rechtschreibung korrigieren.
Lg
Edekire
ich wünschte ich hätte musik, doch ich habe nur worte
sarah kane
sarah kane
Re: Das Meer
Ich finde es gar nicht seltsam, sie zu nehmen. Das ist ja eigentlic auch für die deutsche Sprache nicht seltsam, denn schließlich heißt es auch: Die See.
Na, wenn man danach gehen will, dann hat das Meer eigentl. drei Geschlechter:
Das Meer
Die See
Der Ozean
Aber ungewöhnlich finde ich es schon, wenn du dir z.B. die griechisch-römische Mythologie anschaust, sind es immer Männer-Götter (Poseidon/Neptun), die die großen Meere beherrschen.
LG,
Dirk
"du trittst da fast in die fußstapfen des unseligen dr goebbels und seiner zensur und verdammungsmaschine." (Ralfchen)
Re: Das Meer
Geh, die Griechen...
-Es gibt Meeres-Nymphen mit Göttinnen-Status, am bekanntesten davon Thetys und Amphritite, letztere war sogar Personifikation des Meeres selbst und mit der musste man verhandeln, wenn man auf hoher See ein Sturmproblem hatte
-Thetys' römisches Pendant ist Salacia, Gattin des Neptun, Göttin der Ebbe. Die Flut-Göttin ist Venilia
-In Brasilien gibt's einen Feiertag für die Meeresgöttin lemanjá (Patronin der Homosexuellen, nebenbei)
-die Inuit hatten eine Meereslady namens Sedna
-bei Smidi in Taiwan gibt's eine Meeresgöttin namens Matsu, in China eine Kuan Yin (heißt in Japan Kannon)
- die Germanen hatten eine namens Ran (und die hatte 9 Töchter)
Soll ich weitermachen?
edit: JA! Es hat funktioniert!
-Es gibt Meeres-Nymphen mit Göttinnen-Status, am bekanntesten davon Thetys und Amphritite, letztere war sogar Personifikation des Meeres selbst und mit der musste man verhandeln, wenn man auf hoher See ein Sturmproblem hatte
-Thetys' römisches Pendant ist Salacia, Gattin des Neptun, Göttin der Ebbe. Die Flut-Göttin ist Venilia
-In Brasilien gibt's einen Feiertag für die Meeresgöttin lemanjá (Patronin der Homosexuellen, nebenbei)
-die Inuit hatten eine Meereslady namens Sedna
-bei Smidi in Taiwan gibt's eine Meeresgöttin namens Matsu, in China eine Kuan Yin (heißt in Japan Kannon)
- die Germanen hatten eine namens Ran (und die hatte 9 Töchter)
Soll ich weitermachen?
edit: JA! Es hat funktioniert!
I would go to the Dark Side in a heartbeat if I thought they had better dialog over there.
- Ursula Vernon
- Ursula Vernon
Re: Das Meer
Soll ich weitermachen?![]()
Wenn wir uns schon die Götter um die Ohren schmeißen ...
- Also nochmal zu den Griechen: Dann sollte man vielleicht auch sagen, dass Thetys die Gattin von Okeanos, eines anderen wichtigen Meeresgottes der Griechen, ist und Amphritite ihrerseits Gemahlin von Poseidon. Und, dass eine Großzahl der Meeresnymphen (Okeaniden) aus der Ehe von Okeanos und Thetys hervorgegangen sind. Daneben gibt es dann noch ne Zahl anderer griechischer Meeresgottheiten - also männliche - als da wären: Nereus (Vater der Nereiden), Pontos, Aigaion, Phorkys und - unser allseits bekannter - Glaukos. Aber ich gebe gern zu, die wichtigsten Meeresgötter in der griechischen Mythologie mögen männlich sein, aber sie teilen ihre Herrschaft stets mit ihren oftmals auch sehr mächtigen Gattinnen.
- Bei den Germanen gibt es neben Ran auch zwei wichtige männliche Meeresgottheiten: Njörd und Ägir.
- Bei den Kelten heißt der Meeresgott Lir.
Also so dominant, geschweige denn zwingend "weiblich" ist das Meer auch von Seiten der Mythologie durchaus nicht. Aber - wie ich schon sagte und das möchte ich nochmals betonen - finde ich die Darstellung des Meers als (eifersüchtiges) Frauenzimmer in Edekires Gedicht - ungewohnt, aber auch sehr reizvoll.
Dazu noch ein Gedanke: die Ur-Gewalt des Meeres, seine Größe, Kraft und auch sein elementares Zerstörungspotential mögen vielleicht einer der Gründe sein, es eher als "männlich" zu empfinden (so ist es z.B. der rachsüchtige Poseidon, der Odysseus zehn Jahre auf dem Meer umherirren lässt), während die Fischer vergangener Zeiten es vielleicht gerade seines Reichtums an Leben und seiner Furchtbarkeit wegen es eher als etwas "Ur-Weibliches" verstanden haben. Vielleicht erschien mir gerade deswegen Edekires Gedicht beim ersten Lesen auch so reizvoll-fremd: weil hier die Gewalt (also das eher männliche Attribut) und das Feminine des Meeres plötzlich zusammentreffen.
Meeresrauschende Grüße,
[) i r k
"du trittst da fast in die fußstapfen des unseligen dr goebbels und seiner zensur und verdammungsmaschine." (Ralfchen)
Re: Das Meer
Und Ägir war mit Ran verheiratet....
Hab ich das gesagt? Einigen wir uns auf einen 50%-Quote? Das wär mal ein klasses FBA-Thema. Familienunternehmen Meer.
Prima Punkt!
Also so dominant, geschweige denn zwingend "weiblich" ist das Meer auch von Seiten der Mythologie durchaus nicht.
Hab ich das gesagt? Einigen wir uns auf einen 50%-Quote? Das wär mal ein klasses FBA-Thema. Familienunternehmen Meer.
hier die Gewalt (also das eher männliche Attribut) und das Feminine des Meeres plötzlich zusammentreffen
Prima Punkt!
I would go to the Dark Side in a heartbeat if I thought they had better dialog over there.
- Ursula Vernon
- Ursula Vernon
Re: Das Meer
Ihr seid völlig bekloppt - hat das irgendeine Wichtigkeit, wieviele Leute schon vor Frl. Ede auf die Idee gekommen sind, DIE See, zu verweiblichen? :rofl:
Beste Ede, ich habe gerade in den letzten Tagen wieder festgestellt, dass ich ein ebenso Meer- wie Horizontsüchtiger bin und freue mich natürlich über Meertexte, auch wenn ich generell vielleicht eine leicht andere Sicht darauf habe als Du. Aber das ist noch unwichtiger
.
Viel zu motzen habe ich nicht, dennoch:
Du benutzt sowohl in "Abwärts" als auch in dem kurzen Gedicht das Wort "schmeissen", das mir in diesem Zusammenhang nicht so gefällt. Das hat etwas zu Hektisches, Verspieltes. Wie wäre es mit "werfen" oder "schleudern"?
Schiefes Bild.
Durch das "aber" etwas hölzern, technisch.
Der Tod? Der Großvater von Susan? Oder doch eher tot?
Passivische Formulierung in Kombination mit "vollendet"... puh...
Wohlan, Euer Sägefrau, das wird bis zum Morgengrauen geändert worden sein. :-p
Trotz des Gemäkels aber, alles in allem, ziemlich gut finde ich. Die Sichtweise auf das Meer, die ich nicht teile, zieht sich angenehm variiert durch alle Texte, liest sich wie ein sehr gelungener, spielerisch zusammengestellter Überblick über Dein Können. Schön. Mir gefällt das Gedicht ohne Titel am besten. Aber es ist nur der Beste von vier guten Texten.
Nicht nur inhaltlich, übrigens. Du formulierst sehr schön und zum Thema passend. :applaus:
Beste Ede, ich habe gerade in den letzten Tagen wieder festgestellt, dass ich ein ebenso Meer- wie Horizontsüchtiger bin und freue mich natürlich über Meertexte, auch wenn ich generell vielleicht eine leicht andere Sicht darauf habe als Du. Aber das ist noch unwichtiger
Viel zu motzen habe ich nicht, dennoch:
Du benutzt sowohl in "Abwärts" als auch in dem kurzen Gedicht das Wort "schmeissen", das mir in diesem Zusammenhang nicht so gefällt. Das hat etwas zu Hektisches, Verspieltes. Wie wäre es mit "werfen" oder "schleudern"?
(...) das Meer leckte zuweilen auf die Liege, wie kühle Finger.
Schiefes Bild.
Ich brauchte Minuten, um mich daran zu gewöhnen, sehnte mich nach dem Fluss meines Traums mit dem süßen Wasser, empfand danach das Kribbeln aber als angenehm.
Durch das "aber" etwas hölzern, technisch.
Ich bin zu dünn meine Rippen stechen heraus, er wollte sie zählen, hat er gesagt, da war er Tod.
Der Tod? Der Großvater von Susan? Oder doch eher tot?
Vorher würde die Tat vollendet sein.
Passivische Formulierung in Kombination mit "vollendet"... puh...
Wohlan, Euer Sägefrau, das wird bis zum Morgengrauen geändert worden sein. :-p
Trotz des Gemäkels aber, alles in allem, ziemlich gut finde ich. Die Sichtweise auf das Meer, die ich nicht teile, zieht sich angenehm variiert durch alle Texte, liest sich wie ein sehr gelungener, spielerisch zusammengestellter Überblick über Dein Können. Schön. Mir gefällt das Gedicht ohne Titel am besten. Aber es ist nur der Beste von vier guten Texten.
Nicht nur inhaltlich, übrigens. Du formulierst sehr schön und zum Thema passend. :applaus:
O You who turn the wheel and look to windward,
Consider Phlebas, who was once handsome and tall as You
Consider Phlebas, who was once handsome and tall as You
Re: Das Meer
Hallo lieber Razor
Ich ändere das schmeißen in Abwärts zu werfen... In dem Gedicht lasse ich es glaube ich drin. Ich bin noch nicht ganz sicher.
Bei den Fingern streiche ich einfach das wie...dann ist es keine schiefer Vergleich ehr sondern nur noch ein neues Bild.
Das aber ist gestrichen.
Tod...uppsss natürlcih meinte ich tot
ich und meine Rechtschreibung
der Vollendet Satz ist komisch das gebe ich zu. DAs war mir auch schon klar als ich den geschrieben habe. Aber mir ist irgendwie noch immer nichts besseres, weniger krudes eingefallen. ich hatte mal überleg einfach beendet zu nehmen...aber so ganz glücklich bin ich damit auch nicht...
Mal sehe ob mir da noch was schlaues einfällt.
Ich mag im übrigen den letzten Text am liebsten auch wenn er seltsam und schwer zu verstehen ist....
Liebe grüße
Edekire
Ich ändere das schmeißen in Abwärts zu werfen... In dem Gedicht lasse ich es glaube ich drin. Ich bin noch nicht ganz sicher.
Bei den Fingern streiche ich einfach das wie...dann ist es keine schiefer Vergleich ehr sondern nur noch ein neues Bild.
Das aber ist gestrichen.
Tod...uppsss natürlcih meinte ich tot
ich und meine Rechtschreibung
der Vollendet Satz ist komisch das gebe ich zu. DAs war mir auch schon klar als ich den geschrieben habe. Aber mir ist irgendwie noch immer nichts besseres, weniger krudes eingefallen. ich hatte mal überleg einfach beendet zu nehmen...aber so ganz glücklich bin ich damit auch nicht...
Mal sehe ob mir da noch was schlaues einfällt.
Ich mag im übrigen den letzten Text am liebsten auch wenn er seltsam und schwer zu verstehen ist....
Liebe grüße
Edekire
ich wünschte ich hätte musik, doch ich habe nur worte
sarah kane
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