Das klickende Schließen der Haustür in meinem Rücken, vermischte sich mit unseren Stimmen, die einander übertönten und die Begrüßung zu Formen versuchten, die nicht steif war, guten Freunden angemessen. Ich war lange nicht hier gewesen, ich hatte lange gebraucht mich zu überzeugen, dass ich kommen kann. Ich umarmte Lisa und gab Leas die Hand. Ich kam mir dabei merkwürdig vor, wie ich das tat, weil es vertraut war. Lisa lächelte und ich war erleichtert, weil sie sich wirklich zu freuen zu schien. Entschieden nahm sie mir die kurze Windjacke ab und ließ sie in einem der Schränke verschwinden, mit der Anmerkung sie mochten keine offene Garderobe. Ich lächelte zustimmend und erinnerte sie, dass ich das wusste. wir lachten. Ich fragte mich ob sie mich daran hatte erinnern wollen und ließ den Gedanken im Flur hängen. Ich ließ mich weiterdirigieren ins Wohnzimmer in Richtung Couch und bekam ein Glas in die Hand. Mein Blick glitt unauffällig über die Wände als ich ging, ich suchte ein Bild oder ein Zeichen. Irritiert stellte ich fest, dass es keines gab auch nicht in dem großen Raum. Die Fenster zum Garten hin waren verhängt, das Licht erzeugte ein dunstiges Gefühl in meinem Kopf. Es war nicht gut und ich hätte die schweren gelben Dinger gerne weggezogen.
Lisa erzählte mir mit ihrem alten Enthusiasmus, der mich sofort wieder einzuspinnen begann, dass sie wieder anfangen wollte zu arbeiten, sie habe lange genug zu hause gesessen. Leas stimmte ihr ruhig zu. "Ein kluge Entscheidung" trat ich der allgemeinen Meinung bei, "dann kommst du mal wieder ein wenig aus dem Haus."
Lisa nickte auch da, streckte eine Hand gegen das Fenster, die Hand abgeknickt, wie jemand der sich vor der blendenden Sonne schütz. Die Bewegung war befremdlich und sie wirkte wie hypnotisiert. Leas nahm ihre Hand sanft herunten und wandte sich mir zu, meine bestimmt gut erkennbare Irritation übergehend, nahm das Thema auf und erwähnte einige Bewerbungen die Erfolg versprechend schienen. Lisas Gesicht blieb fern, und es tat mir weh zu sitzen und aus ihrem Sichtkreis entschwunden zu sein. Eng waren wir mal, sie, aufmerksam und überschäumend. Die Ruhe wirkte auf mich wie die einer Wachs oder Eisgestalt, unnatürlich.
Ich musste sie wiederholen, mir wiederholen und rief nach ihr. "Lisa, Lisa malst du noch so viel?"
Sie sah mich von weiten an und bejahte, ich glaube es war nicht wirklich verzögert, nur erschien es mir, als würde es Sekunden dauern bis ihre antwort mich erreichte.
"Ja, ich male. Manchmal." Ich hatte das Gefühl, dass ihre Augen sich weiter verdunkelten.
"Ja, ich male", wiederholte sie. Mir war kalt.
Leas stellte sein Glas auf den Tisch, mit einem sehr deutlichen Geräusch und Riss und zurück. Ich dachte noch einen Moment, dass wir alle voneinander fort gewesen waren und fragte mich ob sie so öfter war und wie Leas das ertrug.
Er, der alles ganz haben wollte und ihr Offenheit so geliebt hatte. Leas lächelte und ich dachte, dass alles ist wie trübes Glas, Lisa besonders.
"Ich probiere neue Techniken", warf sie ein diesmal deutlich und zum Ende des Themas. "Willst du vielleicht etwas essen?"
Ich wollte diesen Raum verlassen und nach der langen Fahrt hatte ich wirklich Hunger. Ich tat als wollte ich den Aufwand ersparen und bestand darauf in der Küche zu essen.
Ich erzählte. Was ich getan hatte und wann und wen ich getroffen hatte, den auch sie beide noch kannten und wir lachten und machten es uns in der Vergangenheit bequem.
Eigentlich hatte ich erwartet, dass wir so bis später in die Nacht hinein sitzen würden, aber Lisa begann um Zehn um schon zu gähnen und sagte schließlich, sie wäre so furchtbar müde, sie müsse schlafen gehen, wir könnten ja noch ein Weile bleiben. Leas ging mit ihr rauf und ich wünschte eine gute Nacht und verzog mich in das kleine Zimmer, dass sie mir gezeigt hatten.
Noch immer hatte ich nirgendwo ein Bild entdeckt und noch immer war sein Name nicht gefallen. Mir war kalt. Ich setzte mich in meinem dünnen Schlafanzug auf die Bettkante und lauschte. Ich hörte ihre Stimmen, aber leise und unverständlich, gerade so, dass ich wahrnehmen konnte, dass es nur wenige Worte waren die vielen. Ich erinnerte mich an einen von Lisa Briefen, sie hatte das Haus beschrieben, groß, hell, mit wundervollen Fenstern und die einzelnen Zimmer hatte sie mir beschrieben.
Ich suchte in meiner Tasche und nahm ihn heraus. Sie hatte, verspielt wie sie war, eine Plan gezeichnet, von der Anordnung der Zimmer. Meine nackten Füße in den Teppich grabend öffnete ich die Tür. Es war nebenan. Sein Zimmer musste hier neben gelegen haben. „Fast der größte Raum, für den kleinsten“ hatte Lisa geschrieben und ich hatte mir dabei vorgestellt, wie sie lachte, als ich es las. Ich ging zwei Meter den Flur entlang. Die Türen wallen alle gleich, aus holz und die Flurbeleuchtung ging automatisch an. Ich sah sie an und konnte erkennen, dass ein Schild daran gehangen hatte, vielleicht eine Namenschild oder sein Lieblingstier. Ich hob die Hand und legte sie auf die Klinke. Ich fragte mich ob alles unverändert geblieben war, und hatte Angst es zu sehen.
„Die Tür ist abgeschlossen“.
Ich erschrak so heftig, dass ich einen regelrechten Satz nach hinten machte und dabei die Klinke runterdrückte. Sie war es wirklich. Es war Lisa. Sie trug ein Nachthemd, was mir merkwürdig vorkam, weil sie das früher ebenso wenig gemocht hatte wie ich. Ich konnte nicht sehen wie ihr Augen waren, ob fern oder wach. "Es tut mir leid", sagte ich ehrlich.
Sie schüttelte den Kopf. „Das ist schon gut, es muss abgeschlossen sein. Da sind die Geister hinter“ Sie klang noch immer ganz normal.
„Die Geister?“
„Die Geister“. Leas hat abgeschlossen. Damit sie nicht herauskommen Ich habe Angst gehabt. Ich dachte, dass sie mich rufen. Sie haben mich immer gerufen“
Sie sah aus, als würde über der Erinnerung die Angst zurückkommen. „Ich musste immer herlaufen, ich wollte immer in das Zimmer gehen“.
Ich hatte Angst. Ihre Stimmer verlief sich in den Teppichflusen und klang trotzdem fern. Ich dachte, dass es falsch ist, was Leas tut. Ich war wütend.
„Und wenn keine Geister da sind?“ fragte ich und dachte, dass ich verrückt geworden bin, was soll ich tun.
„Sie rufen mich aber. Rufen noch immer.“ Sie ging zur Tür und wollte sie öffnen. „Anna, weißt du wo der Schlüssel ist?“
Ich schüttelte den Kopf.
„Ja gut, gut, ja ich weiß, Leas hat den Schlüssel, es ist gut. Aber sie rufen mich doch“
Sie sah aus, als wollte sie weinen.
"Ich denke manchmal, dass es vielleicht Kindergeister sind. Sie wollen nur das ich mich um sie Kümmere, sie wollen das jemand da ist für sie, weißt du?
Stell die vor ich hätte ein Kind, ein Kind“
Sie weinte und setzte sich auf den Boden und zog die Knie an. Ich fühlte mich hilflos, konnte nicht tun, außer mich neben sie zu setzten. Ich legte den Arm um sie.
Sie würde still und ich dachte sie würde einschlafen.
„Du musst meine Bilder sehen“
„Ja gerne“ Ich lächelte und war erleichtert, dass wir hier weggehen konnten.
wir gingen durch das Haus, das Zimmer in dem die malte, lag nach Westen und die Vorhänge waren offen, auch wenn es draußen jetzt dunkel war. Ich Stadtmensch fand es merkwürdig gar nichts zu sehen, nicht mal die Leichter der Laternen, Reklamen oder anderer Häuser.
Das aufflackernde Licht verwandelte das Fenster in einen Spiegel in dem wir Blass und durch die Isolierscheiben zweifach überlagert zu sehen waren.
Ihre Bilder waren rot. Rot und verschwimmend. Ich war überrascht von den Farben und hätte mit düsteren Bildern gerechnet. Rot mit verschwimmenden Formen, Spiralen in die sich Schwarz hineinzog, zu einem dunklen Zentrum. Unter dem Fenster lehnte ein Bild. Es war ein Bild und zeigte den kleine Jungen, den ich von Fotos her kannte. Sie stand mit leerem Gesicht da, während ich mich umsah. Meinem Blick ein wenig folgend sagte sie.: „Ein Geist. Ein Geisterjunge“ sie nickte übertrieben, so dass ihre kurzen Haaren auf und abwogten. „Ein Geist“ aber es ist noch nicht fertig, noch nicht fertig“
Sie nahm aus einem Schrank eine größere Flasche, ging, sie aufschraubend zu dem Bild hinüber, hob sie hoch und wollte darüber gießen. Ich dachte nicht. Ich lief hin und zog ihre Hand zurück. „Nicht!“
Sie sah mich an wie jemand den man aus tiefer Konzentration gerissen hat.
„Ich finde es so schön“ sagte ich, hilflos, ich sah das Bild an, den kleinen Jungen mit ihrer Haarfarbe und dem halb abgewendeten Gesicht.
„Lass es so.“
Ich zog ihre Hand runter, Zog sie weiter unter bis wir Nebeneiner vor dem Bild saßen. Ihre Augen waren geweitet, aufmerksam.
„Anna, das Wasser fehlt.“
„ich weiß. Es ist schön.“
Wir saßen da, und ich sah sie an und sie das Bild und ihre Augen wurden immer dunkler, ich dachte sie würden schwarz werden, wenn sie damit weitermachten und ich begann zu weinen. Mir war kalt und ich dachte an den kleinen Jungen, den ich nie gesehen hatte und sie lehnte sich an mich und ich krallte meine Finger in ihr Nachthemd und konnte nicht aufhören zu weinen.
„Anna, ich will ein auch ein Geist sein“
Ihre Stimem war kaum zu hören, ich drückte sie an mich und hörte das leise gluckern als das Terpentin aus der Flasche auf den Boden lief, es war kalt an meinen Füßen.
leeres Haus
leeres Haus
ich wünschte ich hätte musik, doch ich habe nur worte
sarah kane
sarah kane
Re: leeres Haus
Liebe Edekire,
hab jetzt grad diesen Text gelesen und finde es irgendwie ziemlich schade, dass er so schlampig geschrieben ist, es wäre eine gute Geschichte, wenn sie sauberer ausgeführt wäre. Vor allem die vielen Fehler verderben den Lesegenuss. Viele Sätze erscheinen achtlos gesetzt...
Hast du damit noch was vor?
lg charis
hab jetzt grad diesen Text gelesen und finde es irgendwie ziemlich schade, dass er so schlampig geschrieben ist, es wäre eine gute Geschichte, wenn sie sauberer ausgeführt wäre. Vor allem die vielen Fehler verderben den Lesegenuss. Viele Sätze erscheinen achtlos gesetzt...
Hast du damit noch was vor?
lg charis
Re: leeres Haus
Liebe Edekire,
sag mal, da gebe ich mir hier daheim so eine Mühe deinen Textwerkstatt-Text einer Kritik zu unterziehen und stattdessen postest du ganz was Anderes? B-)
Aber auch recht, werde diesen Text mit auf meine Liste setzen.
Verzeih, auch wenn es nicht hierhergehört: Postest du den Texterkstatt-Text?
Meine fast fertige Kritik, die auch ein bisschen eine Zusammenfassung der Diskussion ist, die wir in der Textwerkstatt zum Text geführt haben, scharrt mit den Hufen...
Liebe Grüße,
Ham
sag mal, da gebe ich mir hier daheim so eine Mühe deinen Textwerkstatt-Text einer Kritik zu unterziehen und stattdessen postest du ganz was Anderes? B-)
Aber auch recht, werde diesen Text mit auf meine Liste setzen.
Verzeih, auch wenn es nicht hierhergehört: Postest du den Texterkstatt-Text?
Meine fast fertige Kritik, die auch ein bisschen eine Zusammenfassung der Diskussion ist, die wir in der Textwerkstatt zum Text geführt haben, scharrt mit den Hufen...
Liebe Grüße,
Ham
"If it's a hit? - Yeah, that's me! If it's a miss? - Yeah, that's me!" (Robert Palmer)
Re: leeres Haus
Erstmal Danke, Charis, das du das aus dem Archiv ausgebuddelt hast
Ich dachte mir schon, das irgendwas damit nicht ganz so ist wie es sein sollte, in dem Fall gilt ja, keine Antwort ist auch ne Antwort
Ich muss mir mal die Mühe machen und das ganze Überarbeiten, denn eigentlich ist mir die Geschichte schon sehr wichtig. Ich werde sie drucken und nach Fehlern untersuchen. DAnn ist es zwar nachher nicht Fehlerfrei aber besser..
Lieber Mirko, ich habe das nicht ersatzweise gepostet
die steht hier schon seit Mai drin... Aber jetzt habe ich die neue endlich reingestellt. Bevor due dir zuvielMühe hier mit gibts: Warte lieber bis ich die Fehler rausgemacht habe, snst musst du dich damit auch rumärgern...
Lg
Edekire
Ich dachte mir schon, das irgendwas damit nicht ganz so ist wie es sein sollte, in dem Fall gilt ja, keine Antwort ist auch ne Antwort
Ich muss mir mal die Mühe machen und das ganze Überarbeiten, denn eigentlich ist mir die Geschichte schon sehr wichtig. Ich werde sie drucken und nach Fehlern untersuchen. DAnn ist es zwar nachher nicht Fehlerfrei aber besser..
Lieber Mirko, ich habe das nicht ersatzweise gepostet
Lg
Edekire
ich wünschte ich hätte musik, doch ich habe nur worte
sarah kane
sarah kane
Re: leeres Haus
Bitte um Vergebung - habe übersehen dass charis den Text aus dem Archiv hervorgekramt hat. Ich stürze mich jetzt erstmal so schnell als möglich auf die "Zwei Brüder" und komme dann auf diesen Text zurück, in dem du die Fehler bis dahin ausgemerzt hast - na, wie wär das?
Liebe Grüße,
Ham
Liebe Grüße,
Ham
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