DER TAG IST UNENTLICH. WANN KOMMT DAS ENDE? ICH BIN MÜDE UND MATT, KANN KAUM NOCH STEHEN. DOCH TAPFER MUSS ICH WEITER GEHN. ACH TAG, WARUM GIBT ES DICH? WARUM BLOSS, SAG ES MIR! MEIN BAUCH, ER ZERRT VON HIE UND DA. ER REISST AUF ALLE SEITEN. MEIN KOPF ER BRUMMT. HÖRT NICHT MEHR AUF. IST WIE EIN BINNENSCHWARM IN MIR. ACH LIEBES WESEN, WENN ES DICH GIBT, ERLÖSE MICH VON DIESEN QUALEN. ERLÖSE MICH VON DENN PFLICHTEN. ERLÖSE MICH VON DER ERDE. VOR DIR WERD ICH NIEDERKNIEN. WERD MICH NICHT ERHEBEN. ERST WENN DER KNADENSTOSS ERSCHEINT, WERDE ICH GLÜCKLICH SEIN.
DANKE!!!!
ENDLICH ERLÖST
ENDLICH ERLÖST
We live to die!
Re: ENDLICH ERLÖST
Hallo Vanessa,
zuerst auch mal von meiner Seite ein herzliches Willkommen im Forum. Als nächstes möchte ich dich höflich darum bitten, nicht alles groß zu schreiben und zwar aus drei Gründen: a.) es liest sich nicht so gut, b.) ein Text sollte durch das, was darin gesagt wird, Dramatik, Theatralik oder einen anderen Effekt erzeugen und nicht durch die Schreibweise und c.) in Foren und Chats hat die Großschreibung eine bestimmte Bedeutung, nämlich, dass jemand schreit und sich Gehör verschaffen will. Und bei uns brauchst du nicht schreien, um dir Gehör zu verschaffen. Also bitte, hör auf damit. Gerade mit den leisen und dezenten Tönen erreichst du in einem Forum wie diesem häufiger mehr.
Deine Texte machen auf mich den Eindruck, als ob das deine ersten Versuche wären, dich literarisch zu betätigen und auszudrücken. Ich meine das jetzt wirklich nicht böse (denn auch ich habe mal angefangen mit dem Schreiben), aber deine Texte wirken auf den ersten Blick nicht eigentlich "literarisch" auf mich, sondern eher wie Tagebuchauszüge, persönliche Reflektionen oder "Gebete". Nun können auch so intime Texte wie Tagebücher oder Briefe literarische Qualität haben, selbst etwas, was anfänglich als Geschäftskorrespondenz beginnt, kann später literarischen Wert haben, z.B. Helene Hanff "84, Charing Cross Road". Aber die Frage ist, worum es dir geht. Dies ist kein Forum, in dem es (primär) um die Besprechung und Lösung von persönlichen Problemen und Lebenskrisen oder ähnlichem geht, sonder um Literatur, um mehr oder weniger fiktive Texte. Der Unterschied ist folgender: Wenn ich Tagebuch schreibe, dann schreibe ich das für mich, nicht für die Öffentlichkeit. Wenn ich einen Text schreibe und in dieses Forum stelle, dann mache ich meinen Text öffentlich und er steht und fällt mit der Bedeutung, die er für andere hat und nicht für mich selbst. Nur, wenn ich meine Vorstellungen, Ideen, Hoffnungen und all das, was mich bewegt und bedrückt, so formulieren, so in Form bringen kann, dass andere davon "berührt" werden, kann ein Text literarisch genannt werden. Kannst du verstehen, was ich damit meine? Ein Text muss (und kann auch gar nicht) vollkommene Fiktion sein, aber er sollte doch auch eine gewisse über das eigene Ich hinausgehende Qualität haben: Weder allgemein, noch abstrakt, sondern er sollte eine Identifkation des Lesers möglich machen. Es ist auch keine notwendige Voraussetzung, dass der Autor (du, Vanessa) und der Erzähler ("ich") eines Textes verschieden sind, aber es ist - wenn man sich gerade am Anfang des Schreibens diesen Unterschied bewusst macht - hilfreich.
Ich möchte meine sehr allgemeine Kritik mit ein paar konkreten Anmerkungen zu deinem Text abschließen: Dieser Text liest sich, wie ein Gebet, wie ein Psalm, wie ein Klagelied. Ich glaube, dass Form und Inhalt sehr gut zusammenpassen und ich würde dir empfehlen, dich vielleicht mal an Gedichten zu versuchen, weil es dort einfacher ist, vom "privaten Ich" zu abstrahieren und ein allgemeingültigeres, wirksameres, "lyrischen Ich" zu erschaffen. Was mich an diesem Text stört ist die Haltung des Erzählers - und ich sage ganz bewusst: - Erzählers: Er/Sie erscheint mir doch ziemlich selbstmitleidig. Er wartet auf eine "fremde Macht", die ihn/sie von seinem/ihrem langem Tag und Pflichten erlöst. Da frage ich mich ein bisschen, warum es der Erzähler bzw. die Erzählerin nicht selber schafft, nicht selber versucht, nicht selber kämpft. Die Beschreibung der inneren Schmerzen, der inneren Zerissenheit in diesem Text ist allerdings wiederum ziemlich gelungen, wie ich finde und spricht für ein gewisses schriftstellerisches Talent.
Noch der Hinweis auf ein paar Rechtschreibfehler:
ENTLICH = Endlich
MEIN BAUCH, ER ZERRT VON HIE UND DA. ER REISST AUF ALLE SEITEN.
Der Bauch reisst welche Seiten auf? Ich glaube eher, du meinst etwas wie: er reißt AN allen Seiten auf?
ERLÖSE MICH VON DENN PFLICHTEN.
Den Pflichten.
ERST WENN DER KNADENSTOSS ERSCHEINT,
Gnadenstoß. Und ein Gnadenstoß "erscheint" nicht, sondern wird auf irgendeine Art und Weise ausgeführt oder gegeben.
Übrigens freue ich mich, mal wieder eine Besucherin aus der Schweiz hier zu Besuch zu haben.
Mit lieben Grüßen,
[) i r k
zuerst auch mal von meiner Seite ein herzliches Willkommen im Forum. Als nächstes möchte ich dich höflich darum bitten, nicht alles groß zu schreiben und zwar aus drei Gründen: a.) es liest sich nicht so gut, b.) ein Text sollte durch das, was darin gesagt wird, Dramatik, Theatralik oder einen anderen Effekt erzeugen und nicht durch die Schreibweise und c.) in Foren und Chats hat die Großschreibung eine bestimmte Bedeutung, nämlich, dass jemand schreit und sich Gehör verschaffen will. Und bei uns brauchst du nicht schreien, um dir Gehör zu verschaffen. Also bitte, hör auf damit. Gerade mit den leisen und dezenten Tönen erreichst du in einem Forum wie diesem häufiger mehr.
Deine Texte machen auf mich den Eindruck, als ob das deine ersten Versuche wären, dich literarisch zu betätigen und auszudrücken. Ich meine das jetzt wirklich nicht böse (denn auch ich habe mal angefangen mit dem Schreiben), aber deine Texte wirken auf den ersten Blick nicht eigentlich "literarisch" auf mich, sondern eher wie Tagebuchauszüge, persönliche Reflektionen oder "Gebete". Nun können auch so intime Texte wie Tagebücher oder Briefe literarische Qualität haben, selbst etwas, was anfänglich als Geschäftskorrespondenz beginnt, kann später literarischen Wert haben, z.B. Helene Hanff "84, Charing Cross Road". Aber die Frage ist, worum es dir geht. Dies ist kein Forum, in dem es (primär) um die Besprechung und Lösung von persönlichen Problemen und Lebenskrisen oder ähnlichem geht, sonder um Literatur, um mehr oder weniger fiktive Texte. Der Unterschied ist folgender: Wenn ich Tagebuch schreibe, dann schreibe ich das für mich, nicht für die Öffentlichkeit. Wenn ich einen Text schreibe und in dieses Forum stelle, dann mache ich meinen Text öffentlich und er steht und fällt mit der Bedeutung, die er für andere hat und nicht für mich selbst. Nur, wenn ich meine Vorstellungen, Ideen, Hoffnungen und all das, was mich bewegt und bedrückt, so formulieren, so in Form bringen kann, dass andere davon "berührt" werden, kann ein Text literarisch genannt werden. Kannst du verstehen, was ich damit meine? Ein Text muss (und kann auch gar nicht) vollkommene Fiktion sein, aber er sollte doch auch eine gewisse über das eigene Ich hinausgehende Qualität haben: Weder allgemein, noch abstrakt, sondern er sollte eine Identifkation des Lesers möglich machen. Es ist auch keine notwendige Voraussetzung, dass der Autor (du, Vanessa) und der Erzähler ("ich") eines Textes verschieden sind, aber es ist - wenn man sich gerade am Anfang des Schreibens diesen Unterschied bewusst macht - hilfreich.
Ich möchte meine sehr allgemeine Kritik mit ein paar konkreten Anmerkungen zu deinem Text abschließen: Dieser Text liest sich, wie ein Gebet, wie ein Psalm, wie ein Klagelied. Ich glaube, dass Form und Inhalt sehr gut zusammenpassen und ich würde dir empfehlen, dich vielleicht mal an Gedichten zu versuchen, weil es dort einfacher ist, vom "privaten Ich" zu abstrahieren und ein allgemeingültigeres, wirksameres, "lyrischen Ich" zu erschaffen. Was mich an diesem Text stört ist die Haltung des Erzählers - und ich sage ganz bewusst: - Erzählers: Er/Sie erscheint mir doch ziemlich selbstmitleidig. Er wartet auf eine "fremde Macht", die ihn/sie von seinem/ihrem langem Tag und Pflichten erlöst. Da frage ich mich ein bisschen, warum es der Erzähler bzw. die Erzählerin nicht selber schafft, nicht selber versucht, nicht selber kämpft. Die Beschreibung der inneren Schmerzen, der inneren Zerissenheit in diesem Text ist allerdings wiederum ziemlich gelungen, wie ich finde und spricht für ein gewisses schriftstellerisches Talent.
Noch der Hinweis auf ein paar Rechtschreibfehler:
ENTLICH = Endlich
MEIN BAUCH, ER ZERRT VON HIE UND DA. ER REISST AUF ALLE SEITEN.
Der Bauch reisst welche Seiten auf? Ich glaube eher, du meinst etwas wie: er reißt AN allen Seiten auf?
ERLÖSE MICH VON DENN PFLICHTEN.
Den Pflichten.
ERST WENN DER KNADENSTOSS ERSCHEINT,
Gnadenstoß. Und ein Gnadenstoß "erscheint" nicht, sondern wird auf irgendeine Art und Weise ausgeführt oder gegeben.
Übrigens freue ich mich, mal wieder eine Besucherin aus der Schweiz hier zu Besuch zu haben.
Mit lieben Grüßen,
[) i r k
"du trittst da fast in die fußstapfen des unseligen dr goebbels und seiner zensur und verdammungsmaschine." (Ralfchen)
Wer ist online?
Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 6 Gäste