Geliebter Zarathustra

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Metägo
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Re: Geliebter Zarathustra

Beitragvon Metägo » 26.11.2004, 21:14

Hi Glaukos,
sehr, sehr spät - Studium lässt grüßen; keine Zeit für O livro - möchte ich noch einmal etwas auf deine Antwort erwidern.

Hesse, Dostojewski würde ich hingegen weniger als traurige Figuren einschätzen. Ich glaube, sie hatten etwas in sich, an dem sie selbst Halt fanden. Nietzsche, wie Kafka, waren hingegen haltlos und chronisch verzweifelt. Hesse, und Dostojewski, haben - in meiner Lesart ihres Lebens - eher mit diesen Emotionen gespielt ...



Das sehe ich ganz genau so und es trifft den Nagel auf den Kopf.

Ebenso der Aspekt der Rezeption gewisser Werke und - besonders - Autorenspezifika.
Für mich stellt Nietzsche - das geht wohl jedem so, der ihn intesiv aufnimmt - eine sehr bereichernde Position, eine Grundlage der Weltanschauung dar, von der man sich aber wohl oder übel entfernt; (Nietzsche lehrt und vermittelt den grundsätzlichen Zweifel. Das ist sein großes Verdienst.) Er ist ein Autor, dem man - du nanntest den Distanzaspekt - zunächst sehr nahe, mit der Zeit aber immer entfernter gegenübersteht.
Wo fass ich dich, unendliche Natur? Goethe, "Faust"


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