vom frl. ede aus münchen
Verfasst: 08.10.2004, 13:00
hach ja, das ist der erste text, den ich einfach so fast am stück runtergeschrieben habe. gestern um genau zu sein, deshalb mal wieder recht unbearbeitet.
Fischleim
Sie ist klein genug um besonders zu scheinen, wenn sie von unten auf alle hinab schaut.
Manchmal wünscht sie sich größer, wegen der fische, aber nur wenn es sehr früh ist und sie nach hause kommt.
Weil sie gerne dunkle kleidung trägt hat sie sich die haare rotorange gefärbt. Helle farben stehen vor auf bildern, das hat sie aus dem kunstunterricht noch und kontraste ziehen blicke an. In dem hotel in dem sie arbeitet ist der eingangsraum getäfelt, mit gebeizter kiefer. Für gäste, die nur auf die eigenen hände oder den kugelschreiber starren sucht sie zweimal über das schlüsselbrett und findet keine fehler . Deshalb sind ihre haare eine gnade findet sie, trägt langsam herrn soundso ein, der den kunstdruck an der wand betrachtet. Wenn mal einer zu flirten versucht, die haare vor schwarzkiefer, fische und köder, oder so, tut sie professionell, ignorant. Diese nummern muss sie nur nachschlagen, so leicht beute frisst sie nicht.
Während sie nach hause geht träumt sie sich gewohnheitsmäßig einen anderen job, maskenbildnerin wäre sie gerne. Jedem der größer ist als sie, fast allen bis auf die kinder, passt sie ein maske an in gedanken. Monstermasken, menschenmasken, vermischt, bis zum treppenaufang. Ab und zu kann sie eine begegnung mit nachbarn nicht vermeiden, grüßt dann übertönt höflich. In der wohnung legt sie die arbeit ab, schärft dann die krallen, wetzt die zähne. Das schwarze kleid mit den reflexfäden darin, dunkler kajal, immer kontraste, ihre augen sind hell. Jetzt beginnt der beutezug, tanzen konnte sie schon immer, mit ihrem leuchtreklamehaar im stroboskoplicht, die hände wie gespitzte stifte.
Die großen fische hat sie am liebsten, dann lohnt sich das kleinsehen erst. Ihre droge muss ein gas sein, das aufsteigt und den großen den sinn für die warnfarbe ihrer haare betäubt. In der natur leuchten nur die gifttiere und nachahmer. Sogar von unten lächeln kann sie, köderhaft und ihre zahlen bekommt sie immer. Niemand fragt sie je nach der ihren, die liegt begraben unter den masken und sogar die sind auf der jagd vergessen. Meistens schafft sie mehrere nummern am abend, wenn keiner der hartnäckigen dabei ist. Sonst kann sie früher schlafen gehen.
Für ihre freien tage ruft sie an, sie hat sich ein auswahlmusster zurechtgelegt, im monatswechsel. Ob drei aufeinander folgende ziffern dabei sind, oder die jahreszahl, oder auch die wochennummer.
Die ruft sie an und besucht die fische in ihren wohungen oder wo auch immer. Da ist sie anpassungsfähig und trägt einen hut für die zweite begegnung.
Später, wenn die fische dann schlafen, schleicht sie davon und stiehlt ein messer aus der küche, rennt bis zur haltestelle. unter ihrem linken oberarm ist ein gepflegter schnitt, das tut nicht weh.
Dreidingsammlerin ist sie: nummernzettel, messer und die leeren packungen ihres färbmittels, von jedem immer eines in der handtasche.
Der arzt hat mal gesagt sie könne keine kinder kriegen, wegen der hormone, alles andere ist ihr egal. Das der gelogen hat glaubt sie nicht, lange nicht, geht nur irgenwann dahin, etwas anderes, nicht deshalb nein, das glaubt sie nicht. Der diagnostiziert, sie glaubt ihm nicht, und der stellt fest und sie schreit ihn an, versucht nach ihm zu schlagen. Sie aber zu klein, er und die sprechstundenhilfe, herbeigeeilt, können sie leicht an den handgelenken halten. Die wollen die krisenstation rufen, aber sie beherrscht sich, zieht denen eine maske über. Ganz fern ist sie, entschludigung, in ordnung, etwas ruhe, tarnt sie sich schnell und kann mit mühe entkommen.
Auf dem nachhauseweg, die handtasche an sich gepresset, betäubt sie alle unter masken ohne mundlöcher. Der kommt auf sie zu, vergeblicher versuch sich im fenster zu verstecken. Der lächelt seine fischmaske weg, bekanntschaftlich. An letztes wochenende will sie nicht denken, reist sie sich den hut vom kopf, er darf sie nicht anfassen, glüht ihre warnfarbe auf, Gefahr, aber fische und köder....
Zeitlupenhaft, seine finger an ihrer schulter, will er sie ranziehen, fischt sie sein messer aus der tasche, sticht und sticht zu, zu, zu, will sich noch das messer in den unterleib stemmen, aber zu klein ist sie, schon zu boden gestossen.
Fischleim
Sie ist klein genug um besonders zu scheinen, wenn sie von unten auf alle hinab schaut.
Manchmal wünscht sie sich größer, wegen der fische, aber nur wenn es sehr früh ist und sie nach hause kommt.
Weil sie gerne dunkle kleidung trägt hat sie sich die haare rotorange gefärbt. Helle farben stehen vor auf bildern, das hat sie aus dem kunstunterricht noch und kontraste ziehen blicke an. In dem hotel in dem sie arbeitet ist der eingangsraum getäfelt, mit gebeizter kiefer. Für gäste, die nur auf die eigenen hände oder den kugelschreiber starren sucht sie zweimal über das schlüsselbrett und findet keine fehler . Deshalb sind ihre haare eine gnade findet sie, trägt langsam herrn soundso ein, der den kunstdruck an der wand betrachtet. Wenn mal einer zu flirten versucht, die haare vor schwarzkiefer, fische und köder, oder so, tut sie professionell, ignorant. Diese nummern muss sie nur nachschlagen, so leicht beute frisst sie nicht.
Während sie nach hause geht träumt sie sich gewohnheitsmäßig einen anderen job, maskenbildnerin wäre sie gerne. Jedem der größer ist als sie, fast allen bis auf die kinder, passt sie ein maske an in gedanken. Monstermasken, menschenmasken, vermischt, bis zum treppenaufang. Ab und zu kann sie eine begegnung mit nachbarn nicht vermeiden, grüßt dann übertönt höflich. In der wohnung legt sie die arbeit ab, schärft dann die krallen, wetzt die zähne. Das schwarze kleid mit den reflexfäden darin, dunkler kajal, immer kontraste, ihre augen sind hell. Jetzt beginnt der beutezug, tanzen konnte sie schon immer, mit ihrem leuchtreklamehaar im stroboskoplicht, die hände wie gespitzte stifte.
Die großen fische hat sie am liebsten, dann lohnt sich das kleinsehen erst. Ihre droge muss ein gas sein, das aufsteigt und den großen den sinn für die warnfarbe ihrer haare betäubt. In der natur leuchten nur die gifttiere und nachahmer. Sogar von unten lächeln kann sie, köderhaft und ihre zahlen bekommt sie immer. Niemand fragt sie je nach der ihren, die liegt begraben unter den masken und sogar die sind auf der jagd vergessen. Meistens schafft sie mehrere nummern am abend, wenn keiner der hartnäckigen dabei ist. Sonst kann sie früher schlafen gehen.
Für ihre freien tage ruft sie an, sie hat sich ein auswahlmusster zurechtgelegt, im monatswechsel. Ob drei aufeinander folgende ziffern dabei sind, oder die jahreszahl, oder auch die wochennummer.
Die ruft sie an und besucht die fische in ihren wohungen oder wo auch immer. Da ist sie anpassungsfähig und trägt einen hut für die zweite begegnung.
Später, wenn die fische dann schlafen, schleicht sie davon und stiehlt ein messer aus der küche, rennt bis zur haltestelle. unter ihrem linken oberarm ist ein gepflegter schnitt, das tut nicht weh.
Dreidingsammlerin ist sie: nummernzettel, messer und die leeren packungen ihres färbmittels, von jedem immer eines in der handtasche.
Der arzt hat mal gesagt sie könne keine kinder kriegen, wegen der hormone, alles andere ist ihr egal. Das der gelogen hat glaubt sie nicht, lange nicht, geht nur irgenwann dahin, etwas anderes, nicht deshalb nein, das glaubt sie nicht. Der diagnostiziert, sie glaubt ihm nicht, und der stellt fest und sie schreit ihn an, versucht nach ihm zu schlagen. Sie aber zu klein, er und die sprechstundenhilfe, herbeigeeilt, können sie leicht an den handgelenken halten. Die wollen die krisenstation rufen, aber sie beherrscht sich, zieht denen eine maske über. Ganz fern ist sie, entschludigung, in ordnung, etwas ruhe, tarnt sie sich schnell und kann mit mühe entkommen.
Auf dem nachhauseweg, die handtasche an sich gepresset, betäubt sie alle unter masken ohne mundlöcher. Der kommt auf sie zu, vergeblicher versuch sich im fenster zu verstecken. Der lächelt seine fischmaske weg, bekanntschaftlich. An letztes wochenende will sie nicht denken, reist sie sich den hut vom kopf, er darf sie nicht anfassen, glüht ihre warnfarbe auf, Gefahr, aber fische und köder....
Zeitlupenhaft, seine finger an ihrer schulter, will er sie ranziehen, fischt sie sein messer aus der tasche, sticht und sticht zu, zu, zu, will sich noch das messer in den unterleib stemmen, aber zu klein ist sie, schon zu boden gestossen.