Vom Schauen
Du bist nicht im Aquarium. Du magst Fischaugen nicht.
Museen und Ausstellungen schaust du dir gerne werktags an, am Vormittag. Du hast dann alles für dich allein. Dann schaut dir niemand die Bilder weg oder starrt die Patina von den Speerspitzen. Niemand stellt sich vor, wie er die Silberdrachme ausgibt, deinen Liebling in der Numismatikabteilung. Die Münze ist gefälscht, aber das macht nichts.
Werktags müssen die Leute arbeiten und können dich nicht in den Ausstellungen belästigen. Der Mann mit dem Rollkragenpullover und der Brille aber nicht. Der sitzt nämlich an dem Fenster, an dem du gerade vorbeifährst und tröstet eine junge Frau. Sie weint wahrscheinlich- das ist jetzt aber nur eine Theorie von mir!- also, sie weint wahrscheinlich, weil sie gerade einen Anruf bekommen hat. Ihre Schwester- nein, sagen wir ihre Eltern, weil sie so einen verlorenen Eindruck auf dich macht- ihre Eltern sind tot. Oder, der Sparsamkeit halber, ihr Papa ist tot. Der hat nämlich auf seine alten Tage noch den Führerschein gemacht. Ganz stolz war er, als er es vor ein paar Wochen auf einer Familienfeier erzählt hat. Auf der Firmung von seinem Großneffen hat er es allen erzählt: „Ich hab den Führerschein gemacht.“
Und ein Auto hat er gekauft, ein ganz neues. Ein billiges, wegen der kleinen Pension und so, aber ein neues. Jetzt wollte er seine Frau zum Facharzt bringen. Weil, normalerweise fährt sie schon mit dem Bus, aber jetzt wo er das Auto hat, da kann er sie ja zum Arzt bringen. Sie hat noch gesagt: „Du, ich fahr aber auch mit dem Bus, wenn du...“
Aber er hat darauf bestanden. Mitten auf der Landstraße, weit und breit keine Kurve und kein anderes Auto, ist er vom Weg abgekommen und durch das Feld gehoppelt mit dem billigen, neuen Auto. Und gegen den einzigen Stromleitungsmast gefahren. Er war sofort tot. Jetzt hat die Mama vom Spital aus ihre Tochter angerufen. „Der Papa ist tot“, hat sie gesagt. „Und ich hab mir beide Unterschenkelknochen gebrochen. Und jemand muss die Katze füttern.“
Nein, das mit der Katze hat sie vielleicht nicht gesagt. In so einer Situation denkt man nicht an die Katze. An die Katze denkt man erst, wenn man mitten in der Nacht im Spitalszimmer aufwacht und es rundherum dunkel ist. Da denkt man dann an die Katze.
Und wegen dem allen ist jetzt der junge Mann nicht arbeiten, sondern zuhause, obwohl ein Werktag ist.
Du, aber der Unfall und so- das ist jetzt nur eine Theorie von mir, gell?
Auf jeden Fall wird die Mama jetzt lange alleine sein, weil ja der Papa tot ist und die Tochter mit dem Mann im Rollkragenpulli lebt. Die gebrochenen Unterschenkel, die wachsen nimmer so gut zusammen, weil sie ja schon alt ist. Also wird sie dick werden, ganz dick, und auf dem Sofa sitzen und den Fernseher laufen lassen. Sehr laut lässt sie den Fernseher laufen, weil alte Leute nicht mehr so gut hören, weißt du? Und sie spielt mit sich selbst Mensch-ärgere-dich-nicht. Aber obwohl das Spiel so heißt, obwohl es heißt, dass man sich nicht ärgern darf, ärgert sie sich schon, wenn sie verliert. Ich meine, sie freut sich auch, wenn sie gewinnt. Nur verlieren eben drei Farben beim Mensch-ärgere-dich-nicht wenn eine Farbe gewinnt. Jetzt ärgert sie sich also dreimal so viel wie sie sich freut. Jetzt schummelt sie ein bisschen, damit wenigstens ihre Lieblingsfarbe gewinnt. Die Lieblingsfarbe, dass ist Grün. Weil nämlich der hässliche Plastikpapagei, der auf dem Fernseher sitzt, auch grün ist.
Aber du, das denke ich mir jetzt alles nur so schnell zusammen, quasi ich schließe aus den Fakten auf das Wahrscheinliche. Rationalismus nennt man das. So, und jetzt ist das Fenster schon vorbei. Ganz schnell geht das.
Auf dem Gehsteig geht eine Handelsdelegation. Die gehen bis nach China, so, wie sie ausschauen. Ganz wichtig schauen sie aus, wirklich. Schwarze Anzüge. Mit Krawatten! Einer von ihnen redet in sein Handy. „Nein, Schatzerl, ich komm nicht nach Hause am Sonntag“, sagt er. „Ich gehe jetzt nämlich bis nach China. Was ich dort mache? Ich telefoniere, nehme ich an. Ich muss ja arbeiten, Schatzerl.“
Das sagt er wahrscheinlich. Vielleicht aber auch nicht, weil er noch sehr jung aAusschaut. Wirklich! Grad frisch von der Matura! Alle schauen sie so jung aus, sehr sehr grün für so schwarze, schwarze Anzüge. Vor allem der, der da ganz vorne geht, der mit dem roten, runden Gesicht und den abstehenden Ohren, der gerade lacht. Die ganze Familie ist stolz auf ihn, weil er so einen wichtigen Beruf haben wird einmal. Sein Bruder ist behindert auf die Welt gekommen. Der schielt und ist im Kopf nicht ganz richtig und hat ein ganz verzogenes Gesicht. Der spielt drei Straßen weiter auf seinem Keyboard und singt dazu. Liebeslieder singt er, auf Englisch. Eine wunderschöne, tiefe Stimme hat er und er spielt ganz richtig auf dem Keyboard. Und alle Leute werfen ihm Münzen in den Kasten, in dem er das Keyboard bis zu seiner Straßenecke trägt. Die Leute werfen ihm Münzen in den Kasten, damit sie einen Grund haben, um näher an ihn heran zu kommen. Die wollen nämlich schauen, ob irgendwo ein Tonband läuft. Und die Tauben bleiben stehen und wackeln nicht mit dem Kopf, weil sie die Stimme hören wollen, die so schön traurig ist.
Das mit dem Keyboardspieler, das schließe ich jetzt wieder aus den Fakten, das weißt du ja.
Jetzt findest du doch glatt einen Parkplatz! Ein Glück aber auch, wo doch alle ihre Autos in der Stadt abstellen, wenn sie arbeiten. Und weil sie alle Arbeiten sind, kauft auch niemand dem Mann dort eine Kupfermuckn ab. Du aber, weil du dir seine Hände näher anschauen willst. Die hat er nämlich mit Filzstift schwarz angemalt. Wahrscheinlich will er, dass die Leute glauben, dass er Lederhandschuhe anhat. Du gehst weiter, bis er dich nicht mehr sieht- du magst es nicht, wenn dich jemand bei etwas beobachtet!- und wirfst die Kupfermuckn in den Papierkorb, weil du die eh nie liest. Aber einen Euro darf der Verkäufer behalten.
Das du die Zeitung weggeworfen hast, war aber recht dumm von dir. Da wäre nämlich drinnen gestanden, dass die junge Frau mit dem Rollkragenpullovermann geweint hat, weil ihr Goldfisch Goldi gestorben ist. Aber das kannst du ja nicht wissen. Denn du schaust dir Ausstellungen und Museen immer werktags an.
Vom Schaun
Vom Schaun
I would go to the Dark Side in a heartbeat if I thought they had better dialog over there.
- Ursula Vernon
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Re: Vom Schaun
Ja, doch schon, das ist verdammt gut.
Ich könnte viele Kleinigkeiten kritisieren, Silentium, aber das wäre wirklich nur Genörgel. Zwei Grossigkeiten hätte ich allerdings, und der Rest soll gelobt sein und die Kleinigkeiten vergessen. Hier die Grossigkeiten:
Nee. Das hat mit dem Wahrscheinlichen nichts zu tun (Führerschein, Auto, Feld, Katze, Unterschenkel), und das weiß Dein LI auch. Das ist freie Assoziation, und mit den Fakten und Wahrscheinlichkeiten wertest Du sie ab. Dein LI ist eben nicht Sherlock Holmes und ich habe auch nicht das Gefühl, dass es der sein will.
Goldfisch Goldi... Der Goldfisch Goldi versaut mir den ganzen Text. Er (der Fisch) klingt nach einem misslungenen Versuch, Hilbi nachzueifern (bitte nicht falsch verstehen - ich sage "klingt nach", nicht "ist" !!!!). Bitte in die Pfanne mit Goldi. Sollte er eine Klammer zum Anfang darstellen, halte ich sie für nicht deutlich genug.
Ach ja - und ich hasse Texte in 2. Person Singular. Aber das ist keine wirkliche Kritik, denn subjektiver geht's fast nicht.
Insgesamt aber, wie gesagt - Kompliment! :applaus:
Ich könnte viele Kleinigkeiten kritisieren, Silentium, aber das wäre wirklich nur Genörgel. Zwei Grossigkeiten hätte ich allerdings, und der Rest soll gelobt sein und die Kleinigkeiten vergessen. Hier die Grossigkeiten:
Aber du, das denke ich mir jetzt alles nur so schnell zusammen, quasi ich schließe aus den Fakten auf das Wahrscheinliche. Rationalismus nennt man das.
Nee. Das hat mit dem Wahrscheinlichen nichts zu tun (Führerschein, Auto, Feld, Katze, Unterschenkel), und das weiß Dein LI auch. Das ist freie Assoziation, und mit den Fakten und Wahrscheinlichkeiten wertest Du sie ab. Dein LI ist eben nicht Sherlock Holmes und ich habe auch nicht das Gefühl, dass es der sein will.
Das du die Zeitung weggeworfen hast, war aber recht dumm von dir. Da wäre nämlich drinnen gestanden, dass die junge Frau mit dem Rollkragenpullovermann geweint hat, weil ihr Goldfisch Goldi gestorben ist.
Goldfisch Goldi... Der Goldfisch Goldi versaut mir den ganzen Text. Er (der Fisch) klingt nach einem misslungenen Versuch, Hilbi nachzueifern (bitte nicht falsch verstehen - ich sage "klingt nach", nicht "ist" !!!!). Bitte in die Pfanne mit Goldi. Sollte er eine Klammer zum Anfang darstellen, halte ich sie für nicht deutlich genug.
Ach ja - und ich hasse Texte in 2. Person Singular. Aber das ist keine wirkliche Kritik, denn subjektiver geht's fast nicht.
Insgesamt aber, wie gesagt - Kompliment! :applaus:
O You who turn the wheel and look to windward,
Consider Phlebas, who was once handsome and tall as You
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Re: Vom Schaun
Seid gegrüßt, oh großer Rekonvaleszenter!
Grossigkeit 1 ist nicht nur akzeptiert und für richtig befunden. Es sei. Goldi mochte mein Papa auch schon nicht. Ich hatte mal als Kind einen Alptraum, dass jemand einen meiner Goldfische (Goldmariechen hieß das Viech) frittiert hat, jetzt werd ich das selber machen. Reingekommen ist er, weil ich da drin alle beobachtungen von einem Tag verwurstet hab (die alten Leute waren zum Beispiel ein Unfall, zu dem Papa gerufen wurde) und an dem Tag ist justament auch ein Fisch in unserem Aquarium verschieden. So verscheide auch sein geschriebenes Pendant. Über Alternativen denk ich noch nach...
Danke dir, Silly
P.S. Hör mal, ich hör nämlich auch grad, hör nämlich "Tales of Blood" und möchte darauf hinweisen: Für das böse Sofakissen gehört der Texter heilig gesprochen!
Und... Dreamchaser ist laut beilagetext auf einer Kurzgeschichte basierend... ist diese Geschichte im Web irgendwo auffindbar? Im JL wurde ich nicht fündig.
(
Grossigkeit 1 ist nicht nur akzeptiert und für richtig befunden. Es sei. Goldi mochte mein Papa auch schon nicht. Ich hatte mal als Kind einen Alptraum, dass jemand einen meiner Goldfische (Goldmariechen hieß das Viech) frittiert hat, jetzt werd ich das selber machen. Reingekommen ist er, weil ich da drin alle beobachtungen von einem Tag verwurstet hab (die alten Leute waren zum Beispiel ein Unfall, zu dem Papa gerufen wurde) und an dem Tag ist justament auch ein Fisch in unserem Aquarium verschieden. So verscheide auch sein geschriebenes Pendant. Über Alternativen denk ich noch nach...
Danke dir, Silly
P.S. Hör mal, ich hör nämlich auch grad, hör nämlich "Tales of Blood" und möchte darauf hinweisen: Für das böse Sofakissen gehört der Texter heilig gesprochen!
Und... Dreamchaser ist laut beilagetext auf einer Kurzgeschichte basierend... ist diese Geschichte im Web irgendwo auffindbar? Im JL wurde ich nicht fündig.
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- Ursula Vernon
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Re: Vom Schaun
Danke für's Kompliment!
Die Geschichte kannst Du auch nirgendwo finden, ich habe sie nie veröffentlicht. Ich habe sie Stevo und seiner Frau zur Hochzeit geschenkt und sie von da ab nicht mehr als die meine betrachtet. Stefan hat mir neulich erlaubt, sie zu benutzen, allerdings habe ich die Erlaubnis nur für einen ganz bestimmten Zusammenhang erbeten. Ich weiss, dass er das alles lange nicht so eng sieht wie ich und nicht böse wäre, wenn ich sie posten würde, aber ich bin da streng mit mir
.
Hm... die Idee, so die Eindrücke eines ganzen Tages zu verwenden ist natürlich sehr gut - und auch sehr gut umgesetzt. Vielleicht findest Du einen anderen Platz für Goldi?
Greetz
Sankt Razorback
Die Geschichte kannst Du auch nirgendwo finden, ich habe sie nie veröffentlicht. Ich habe sie Stevo und seiner Frau zur Hochzeit geschenkt und sie von da ab nicht mehr als die meine betrachtet. Stefan hat mir neulich erlaubt, sie zu benutzen, allerdings habe ich die Erlaubnis nur für einen ganz bestimmten Zusammenhang erbeten. Ich weiss, dass er das alles lange nicht so eng sieht wie ich und nicht böse wäre, wenn ich sie posten würde, aber ich bin da streng mit mir
Hm... die Idee, so die Eindrücke eines ganzen Tages zu verwenden ist natürlich sehr gut - und auch sehr gut umgesetzt. Vielleicht findest Du einen anderen Platz für Goldi?
Greetz
Sankt Razorback
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Re: Vom Schaun
Hi
Ich kann mich den anderen nur anschließen, und finde den text auch sehr gut.
Am meisten mochte ich den teil mit der alten frau die mensch ärgere dich nicht mit sich selbst spielt und drei mal verliert, und ein mal gewinnt.
Ich persönlich fand auch Goldilein gar nicht so schlimm, beuge mich aber der mehrheit
Eigentlich wollte ich noch irgendeetwas ganz wichtiges sagen, aber jetzt hab ichs vergessen... (alzheimer lässt grüßen)
Schönen Tag noch
Barbara
PS: Was zur Hölle ist eine Kupfermuckn ?!(so viel ich aus deinem text weiß eine zeitung oder?)
PSS bzw.PPS: Aus welchen Fakten weißt du (bzw. der Erzähler) das der Bruder des Anzugmenschen Keyboard spielt und alle Leute ihm Münzen geben um zu prüpfen ob er wirklich singt/spielt
Ich kann mich den anderen nur anschließen, und finde den text auch sehr gut.
Am meisten mochte ich den teil mit der alten frau die mensch ärgere dich nicht mit sich selbst spielt und drei mal verliert, und ein mal gewinnt.
Ich persönlich fand auch Goldilein gar nicht so schlimm, beuge mich aber der mehrheit
Eigentlich wollte ich noch irgendeetwas ganz wichtiges sagen, aber jetzt hab ichs vergessen... (alzheimer lässt grüßen)
Schönen Tag noch
Barbara
PS: Was zur Hölle ist eine Kupfermuckn ?!(so viel ich aus deinem text weiß eine zeitung oder?)
PSS bzw.PPS: Aus welchen Fakten weißt du (bzw. der Erzähler) das der Bruder des Anzugmenschen Keyboard spielt und alle Leute ihm Münzen geben um zu prüpfen ob er wirklich singt/spielt
Also...
Re: Vom Schaun
Goldi, hach Goldi...
Hallo Stokkur!
Also- die Kupfermuckn ist eine Obdachlosenzeitung in Linz, die so ein bissl Geld verdienen.
Das mit dem Brudersein hab ich erfunden. Ich hab nur den Anzugmenschen gesehen und ein paar Straßen weiter den Keybordspieler und sie so verknüpft. Das mit dem Münzengeben zwecks Gesangstprobe ... das hat meine Cousine getan. Neugieriges Weiberl, die Lena, tststs...
Danke dir, Silence
Hallo Stokkur!
Also- die Kupfermuckn ist eine Obdachlosenzeitung in Linz, die so ein bissl Geld verdienen.
Aus welchen Fakten weißt du (bzw. der Erzähler) das der Bruder des Anzugmenschen Keyboard spielt und alle Leute ihm Münzen geben um zu prüpfen ob er wirklich singt/spielt
Das mit dem Brudersein hab ich erfunden. Ich hab nur den Anzugmenschen gesehen und ein paar Straßen weiter den Keybordspieler und sie so verknüpft. Das mit dem Münzengeben zwecks Gesangstprobe ... das hat meine Cousine getan. Neugieriges Weiberl, die Lena, tststs...
Danke dir, Silence
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- Ursula Vernon
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Re: Vom Schaun
Ha - ich bin die Mehrheit! 
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Consider Phlebas, who was once handsome and tall as You
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Re: Vom Schaun
Bild dir nicht zuviel drauf ein. Es hat auch die Mehrheit bei uns ÖVP gewählt. 
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- Ursula Vernon
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Re: Vom Schaun
Sieste. Ihr habt eben die falsche Mehrheit. No pasaran. 
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