Luises Monolog
Verfasst: 26.10.2004, 00:54
Das nimmt bezug auf Hauptmanns "Die Weber" und das habe ich schon mal im club der Toten dichter erklärt und ich bin zu faul mich zu wiederholen. es gehört hier auch nciht wirklich her, ist ja eigenltihc keine Prosa, aber es heißt ja auhc Texte und das ist ja ne menge. Es ist ja eigentlich auch kein eigenständiges Werk und es ist noch nciht mal ordentlich schlesischer Dialekt wie Hauptmann ihn benutzt, aber ich bin so frei und poste es trotzdem:
Luise: Mielchen weint wieder, ist so kalt die nacht, wenn’s nur nicht schneit, hab ja kein schuh für mein einzig lebend kind. Wenn’s nur kein wolfswinter wird dies jahr, sonst muss ich spinnen mit den frostbrandig fingern und dem gottlieb seine hände schmerzen bis in den sommer hinein, Mielchen weint, ist hungrig mein kind immer und kalt ists die nacht, kein decke, weint im schlaf.
(Sie steht auf, geht zu Mielchens schlafplatz, setzt sich.
Sie singt:
der mond, der scheint
der weber weint
der spuler hat kein brot
der spinner der hat not
(pause, sie wiederholt dann): die weber ham kein brot, nicht für ihr kinder, kein kleid und viere gestohlen vom hungerfieber im winter, hab ich se liegen sehn und kein decke gehabt, kein bett, kein feuer im herd
(sie singt):
der mond der scheint,
die mutter weint,
fürs kind da gibt’s kein brot
und viere sind schon tot
...und morgen ist abgabe, is auch kein geld mehr im haus, abers zahltag nenne lohnt nicht, ist betteltag sag ich dem gottlieb, der sagt was solln man machen, abers is kein lohn was wa kriegen, weben, spinnen, krummer rücken. von frühs bis wer müd falln ins lumpenlager, ist kein lohn, kein geld für milch und schuh für mein kind. Mein Mielchen weint wieder im schlaf
Luise: Mielchen weint wieder, ist so kalt die nacht, wenn’s nur nicht schneit, hab ja kein schuh für mein einzig lebend kind. Wenn’s nur kein wolfswinter wird dies jahr, sonst muss ich spinnen mit den frostbrandig fingern und dem gottlieb seine hände schmerzen bis in den sommer hinein, Mielchen weint, ist hungrig mein kind immer und kalt ists die nacht, kein decke, weint im schlaf.
(Sie steht auf, geht zu Mielchens schlafplatz, setzt sich.
Sie singt:
der mond, der scheint
der weber weint
der spuler hat kein brot
der spinner der hat not
(pause, sie wiederholt dann): die weber ham kein brot, nicht für ihr kinder, kein kleid und viere gestohlen vom hungerfieber im winter, hab ich se liegen sehn und kein decke gehabt, kein bett, kein feuer im herd
(sie singt):
der mond der scheint,
die mutter weint,
fürs kind da gibt’s kein brot
und viere sind schon tot
...und morgen ist abgabe, is auch kein geld mehr im haus, abers zahltag nenne lohnt nicht, ist betteltag sag ich dem gottlieb, der sagt was solln man machen, abers is kein lohn was wa kriegen, weben, spinnen, krummer rücken. von frühs bis wer müd falln ins lumpenlager, ist kein lohn, kein geld für milch und schuh für mein kind. Mein Mielchen weint wieder im schlaf