Das Schaf
Verfasst: 25.11.2004, 13:54
Waidwund. Wattiert. Eine wattierte Welt. Oder ein Wesen, in Watte gepackt. Sehr viel Watte rundherum jedenfalls. Weil alles dir zusetzt.
An solchen Tagen würde mir alles das Herz zerreißen (wenn ich.. naja.)
Zum Beispiel, in einem Garten, an dem ich vorbeiging : ein Schaf. Eins von denen, die man herstellt, um den Rasen zu mähen, ein solarbetriebens. Sonne schien aber kaum an diesem Tag, das war zu einer Zeit, als ich nur bei schlechtem Wetter spazieren ging - Himmelgrau verlief in matte Helligkeit, das wars dann auch. Drehte trotzdem brav seine Runden, das Schaf. Oder auch das gerade nicht, denn es bewegte sich in rechteckigen Bahnen, die fahren keine Kurven, diese Trümmer. Stößt auch nie an, die haben Sensoren, die ihnen sagen, wo ein Hindernis ist. In so einem Fall bleibt es abrupt stehen, schert nach hinten aus, justiert sich neu - und weiter geht es: stur gerade aus. Ein Wunderwerk der Technik. An diesem Tag ohne Bewunderer. (Abgesehen von mir.) Das einzige, was sich regt, in seinem wohlumzäunten Reich der leeren Rasenfläche, in einem säuberlich zäunlich gegliedertem Kosmos aus leeren Rasenflächen. Sich selbst überlassen. Unbetreut und behaarlich. Denn es ist egal, und wenn seine Besitzer nie zurückkämen: es läuft ganz von allein und alles was es braucht, ist diese blasse Helligkeit am Horizont. Das reicht. Es läuft. Es läuft. Es funktioniert so reibungslos. Es ist ein rotsilbern-schimmernd windschnittiges High-Tech-Gerät von schlichter Eleganz und formschöner Funktionaliät und ich finde es heute so lebendig. Ein Schaf. Und es läuft. Und wenn ich ihm den Rücken kehre, wird es weiterlaufen. Und wenn alles ringsum vergeht und versinkt und verweht, wird es weiterlaufen bis zum Materialverschleiß.
Ein matter Schein, ein leerer Rasen, das Schaf.
Und alles was es braucht.
Und alles was es kriegt.
Denn das reicht, damit es läuft. Und das ist alles. Es läuft. Das ist alles
An solchen Tagen würde mir alles das Herz zerreißen (wenn ich.. naja.)
Zum Beispiel, in einem Garten, an dem ich vorbeiging : ein Schaf. Eins von denen, die man herstellt, um den Rasen zu mähen, ein solarbetriebens. Sonne schien aber kaum an diesem Tag, das war zu einer Zeit, als ich nur bei schlechtem Wetter spazieren ging - Himmelgrau verlief in matte Helligkeit, das wars dann auch. Drehte trotzdem brav seine Runden, das Schaf. Oder auch das gerade nicht, denn es bewegte sich in rechteckigen Bahnen, die fahren keine Kurven, diese Trümmer. Stößt auch nie an, die haben Sensoren, die ihnen sagen, wo ein Hindernis ist. In so einem Fall bleibt es abrupt stehen, schert nach hinten aus, justiert sich neu - und weiter geht es: stur gerade aus. Ein Wunderwerk der Technik. An diesem Tag ohne Bewunderer. (Abgesehen von mir.) Das einzige, was sich regt, in seinem wohlumzäunten Reich der leeren Rasenfläche, in einem säuberlich zäunlich gegliedertem Kosmos aus leeren Rasenflächen. Sich selbst überlassen. Unbetreut und behaarlich. Denn es ist egal, und wenn seine Besitzer nie zurückkämen: es läuft ganz von allein und alles was es braucht, ist diese blasse Helligkeit am Horizont. Das reicht. Es läuft. Es läuft. Es funktioniert so reibungslos. Es ist ein rotsilbern-schimmernd windschnittiges High-Tech-Gerät von schlichter Eleganz und formschöner Funktionaliät und ich finde es heute so lebendig. Ein Schaf. Und es läuft. Und wenn ich ihm den Rücken kehre, wird es weiterlaufen. Und wenn alles ringsum vergeht und versinkt und verweht, wird es weiterlaufen bis zum Materialverschleiß.
Ein matter Schein, ein leerer Rasen, das Schaf.
Und alles was es braucht.
Und alles was es kriegt.
Denn das reicht, damit es läuft. Und das ist alles. Es läuft. Das ist alles