Splitter
Verfasst: 27.11.2004, 08:33
1
Höllenzauber fegt durch die Gassen. Das Furunkel glänzt. Die Klinik sagte, man solle mit dem Rauchen aufhören. Dann könnten Tabletten helfen. Aber man weigert sich partout, die Zigaretten in die Ecke zu schleudern. Betaisadona für die Übergangszeit. Das hilft zu desinfizieren. Vielleicht ist es auch nicht das Rauchen, sondern der Schwarztee mit dem Süßstoff.
2
Wie garstig, um fünf Uhr morgens aufzuwachen. Man schaut in das Dunkelnichts und ist beschäftigungslos. Das einzige, was hilft, ist Débussy hören und das Klappern auf der Tastatur. Man fischt sich ein paar Worte aus dem Netz und legt los. Dabei sind die Hände noch wie frischer Klebstoff von der Übernächtigung. Überhaupt hat man das Gefühl, in einem Vakuum unter einer Klebstoffhaube zu sitzen.
3
Im Traum verwandelt man sich größenwahnsinnig geworden in einen Bestsellerautor und glaubt das dannn auch noch, wenn man aufwacht. Der Kopf schwebt drei Meter über dem Körper. Die Sinne sind wie angespitzt. In den Adern pulsiert das Blut und man steht auf einem Plateau mit Blick in das Tal. Winzige Menschlein und Spielzeugautos wuseln dort unten. Das ist dann die Maniemaschine.
4
Plumps, der Vogel ist von der Stange gefallen. Er hat ganz eitirige Augen, das Gefieder ist gerupft. Sicherlich hätte er sich einen siamesischen Zwilling gewünscht, der jetzt noch auf der Stange sitzen könnte, aber es ist aus. Die Raubkatze wartet schon unter dem Käfig, um ihn in ihre Krallen zu nehmen. Ihre Tatzen zeigen nach oben, während sie schnurrt. Das läßt das Blut in den Adern gefrieren. Vielleicht sollte man jetzt böse werden?
5
Die Gedanken weiten sich zu wabernden Flächen aus. Die Semiotik steht Kopf. Signifikat und Signifikant werden verwechselt. Das wird dann Paranoia genannt. Ein Mantel wird nicht mehr als Mantel gesehen, sondern nur noch seine Bedeutung, der Schutz. Der Paranoiker hat sein eigenes System. Er nimmt sich ein Wörterbuch der Symbolik und bastelt sich seine Geheimsprache. Die Eule beispielsweise wird Sinnbild für den Tod. Sie ist ein Leichenhuhn.
6
Die letzten Schatten der Nacht wachen noch. Ein paar Wintervögel zwitschern. Im Winter fangen sie erst um halb acht an, im Sommer um vier Uhr. Die Winterzeit ist beruhigender. Im Sommer werden die Gedanken zu früh aufgescheucht. Wieder prallen die Gegensätze aneinander. Es steigt der Skorpion mit seinem gifitgen Stachel empor. Die andere Hälfte ist nicht da, also wird man sprachlos.
Höllenzauber fegt durch die Gassen. Das Furunkel glänzt. Die Klinik sagte, man solle mit dem Rauchen aufhören. Dann könnten Tabletten helfen. Aber man weigert sich partout, die Zigaretten in die Ecke zu schleudern. Betaisadona für die Übergangszeit. Das hilft zu desinfizieren. Vielleicht ist es auch nicht das Rauchen, sondern der Schwarztee mit dem Süßstoff.
2
Wie garstig, um fünf Uhr morgens aufzuwachen. Man schaut in das Dunkelnichts und ist beschäftigungslos. Das einzige, was hilft, ist Débussy hören und das Klappern auf der Tastatur. Man fischt sich ein paar Worte aus dem Netz und legt los. Dabei sind die Hände noch wie frischer Klebstoff von der Übernächtigung. Überhaupt hat man das Gefühl, in einem Vakuum unter einer Klebstoffhaube zu sitzen.
3
Im Traum verwandelt man sich größenwahnsinnig geworden in einen Bestsellerautor und glaubt das dannn auch noch, wenn man aufwacht. Der Kopf schwebt drei Meter über dem Körper. Die Sinne sind wie angespitzt. In den Adern pulsiert das Blut und man steht auf einem Plateau mit Blick in das Tal. Winzige Menschlein und Spielzeugautos wuseln dort unten. Das ist dann die Maniemaschine.
4
Plumps, der Vogel ist von der Stange gefallen. Er hat ganz eitirige Augen, das Gefieder ist gerupft. Sicherlich hätte er sich einen siamesischen Zwilling gewünscht, der jetzt noch auf der Stange sitzen könnte, aber es ist aus. Die Raubkatze wartet schon unter dem Käfig, um ihn in ihre Krallen zu nehmen. Ihre Tatzen zeigen nach oben, während sie schnurrt. Das läßt das Blut in den Adern gefrieren. Vielleicht sollte man jetzt böse werden?
5
Die Gedanken weiten sich zu wabernden Flächen aus. Die Semiotik steht Kopf. Signifikat und Signifikant werden verwechselt. Das wird dann Paranoia genannt. Ein Mantel wird nicht mehr als Mantel gesehen, sondern nur noch seine Bedeutung, der Schutz. Der Paranoiker hat sein eigenes System. Er nimmt sich ein Wörterbuch der Symbolik und bastelt sich seine Geheimsprache. Die Eule beispielsweise wird Sinnbild für den Tod. Sie ist ein Leichenhuhn.
6
Die letzten Schatten der Nacht wachen noch. Ein paar Wintervögel zwitschern. Im Winter fangen sie erst um halb acht an, im Sommer um vier Uhr. Die Winterzeit ist beruhigender. Im Sommer werden die Gedanken zu früh aufgescheucht. Wieder prallen die Gegensätze aneinander. Es steigt der Skorpion mit seinem gifitgen Stachel empor. Die andere Hälfte ist nicht da, also wird man sprachlos.