Bedingungslose Liebe
Verfasst: 18.02.2005, 17:32
Hallöchen Ihr Lieben!
Da mir das Schreiben hilft, eine gewisse Ordnung in meine oft konfusen Gedanken zu bringen, weil es also für mich einen fast therapeutischen Zweck hat (ich neige nur Übertreibung...), versuche ich nun euch hier zu veranschaulichen, was sich gerade in meinem Kopf abspielt.
Die Thematik der "bedingungslosen Liebe" hat wahrscheinlich auch schon den ein oder anderen von euch beschäftigt und ich bin sicher, dass ihr wiedereinmal einige produktive Beiträge dazu auf Lager habt!
Also denn...
Existiert überhaupt so etwas wie die aufopferungsvolle, bedingungslose, kompromisslose Liebe? Kann das, was sich so unglaublich schön und heroisch anhört, auch bestehen?
Folgender Gedanke:
Selbst von einer rein freundschaftlichen Bindung ausgehend, halte ich es für überaus fragwürdig, ob es einen Zustand bedingungsloser Hingabe für einen Menschen geben kann. Gehen wir nicht eine gewisse Verpflichtung ein, geben wir nicht ein Versprechen auf Erwiderung, wenn wir eine Freundschaft eingehen? Und kann nicht nur dann eine Freundschaft Bestand haben, wenn ein Gefühl der Beidseitigkeit besteht? Wenn wir nun also eine Bindung, in meinem konkreten Beispiel, eine Freundschaft eingehen, hat uns dann nicht schon eine Erwartung eingenommen, dass die Zuneigung erwidert wird, dass ein Feedback vorhanden ist?
Natürlich, wenn ich meinem Freund oder meiner Freundin etwas Gutes tue, dann sollte ich das selbstverständlich gern tun und nicht, weil ich eine Gegenleistung erwarte. Doch häuft es sich, dieses Einseitige, oder war es von Beginn an so, kann ich dann glücklich sein? Wohl kaum! Ich zumindest kann mir nicht vorstellen, ein beglückendes Gefühl zu haben, das allein meiner Zuneigung, meines Gefühls meinem Partner (ob nun freundschafts- oder beziehungstechnisch) gegenüber entspringt. Es muss erwidert werden.
Die Bedingung für das Glück ist also für meine Begriffe eine Erwiderung meines Gefühls.
Ähnlich hält es sich doch mit "richtigen" Beziehungen.
Kann denn nur das Lieben an sich glücklich machen, auch wenn sie, die Liebe, einem nicht ebenso entgegengebracht wird? Wenn die Aussicht auf Erwiderung gar hoffnungslos ist?
In diesem Zusammenhang kommt mit der "Werther" in den Sinn.
Obwohl seine Liebe unerfüllt bleibt, schreibt er seinem Freund Wilhelm, er sei glücklich. Allein das Lieben, das Gefühl, jemanden zu lieben, erfülle ihn mit Glück
(leider kann ich jetzt nicht mit dem genauen Wortlaut dienen).
Naja, lange Rede, kurzer Sinn.
Ich glaube, dass es eine bedingungslose Liebe zwar durchaus geben kann, aber dass sie einen, zumindest auf Dauer gesehen, nicht erfüllen kann, wenn eben die eine Bedingung, nämlich die der Erwiderung, nicht gewährleistet ist.
Puh!
War das jetzt logisch? *grübel*
Wie auch immer... Jetzt hab ich zumindest rausgelassen, was da grad in meinem Kopf rumschwirrt!
Heute morgen kamen meine beste Freundin und ich auf das Thema, seitdem grüble ich jetzt...und ich dachte, das wär doch ein Thema, über das man wunderbar debattieren kann!
Da mir das Schreiben hilft, eine gewisse Ordnung in meine oft konfusen Gedanken zu bringen, weil es also für mich einen fast therapeutischen Zweck hat (ich neige nur Übertreibung...), versuche ich nun euch hier zu veranschaulichen, was sich gerade in meinem Kopf abspielt.
Die Thematik der "bedingungslosen Liebe" hat wahrscheinlich auch schon den ein oder anderen von euch beschäftigt und ich bin sicher, dass ihr wiedereinmal einige produktive Beiträge dazu auf Lager habt!
Also denn...
Existiert überhaupt so etwas wie die aufopferungsvolle, bedingungslose, kompromisslose Liebe? Kann das, was sich so unglaublich schön und heroisch anhört, auch bestehen?
Folgender Gedanke:
Selbst von einer rein freundschaftlichen Bindung ausgehend, halte ich es für überaus fragwürdig, ob es einen Zustand bedingungsloser Hingabe für einen Menschen geben kann. Gehen wir nicht eine gewisse Verpflichtung ein, geben wir nicht ein Versprechen auf Erwiderung, wenn wir eine Freundschaft eingehen? Und kann nicht nur dann eine Freundschaft Bestand haben, wenn ein Gefühl der Beidseitigkeit besteht? Wenn wir nun also eine Bindung, in meinem konkreten Beispiel, eine Freundschaft eingehen, hat uns dann nicht schon eine Erwartung eingenommen, dass die Zuneigung erwidert wird, dass ein Feedback vorhanden ist?
Natürlich, wenn ich meinem Freund oder meiner Freundin etwas Gutes tue, dann sollte ich das selbstverständlich gern tun und nicht, weil ich eine Gegenleistung erwarte. Doch häuft es sich, dieses Einseitige, oder war es von Beginn an so, kann ich dann glücklich sein? Wohl kaum! Ich zumindest kann mir nicht vorstellen, ein beglückendes Gefühl zu haben, das allein meiner Zuneigung, meines Gefühls meinem Partner (ob nun freundschafts- oder beziehungstechnisch) gegenüber entspringt. Es muss erwidert werden.
Die Bedingung für das Glück ist also für meine Begriffe eine Erwiderung meines Gefühls.
Ähnlich hält es sich doch mit "richtigen" Beziehungen.
Kann denn nur das Lieben an sich glücklich machen, auch wenn sie, die Liebe, einem nicht ebenso entgegengebracht wird? Wenn die Aussicht auf Erwiderung gar hoffnungslos ist?
In diesem Zusammenhang kommt mit der "Werther" in den Sinn.
Obwohl seine Liebe unerfüllt bleibt, schreibt er seinem Freund Wilhelm, er sei glücklich. Allein das Lieben, das Gefühl, jemanden zu lieben, erfülle ihn mit Glück
(leider kann ich jetzt nicht mit dem genauen Wortlaut dienen).
Naja, lange Rede, kurzer Sinn.
Ich glaube, dass es eine bedingungslose Liebe zwar durchaus geben kann, aber dass sie einen, zumindest auf Dauer gesehen, nicht erfüllen kann, wenn eben die eine Bedingung, nämlich die der Erwiderung, nicht gewährleistet ist.
Puh!
War das jetzt logisch? *grübel*
Wie auch immer... Jetzt hab ich zumindest rausgelassen, was da grad in meinem Kopf rumschwirrt!
Heute morgen kamen meine beste Freundin und ich auf das Thema, seitdem grüble ich jetzt...und ich dachte, das wär doch ein Thema, über das man wunderbar debattieren kann!