straße, vagant
Verfasst: 30.11.2005, 21:29
sie packten mich auf der straße, da waren meine sohlen zerlaufen, steckten mich in einen zug schrien mir „dieb!“ ins gesicht. der zug hatte keine gitter, ich stieg durch die luke aufs dach, legte mich links neben den aufbau, verkrallt ins metall. der wind riss mir die augen rot und die luft aus der lunge, ich lag, das war glücksspiel und ich verlor.
sie fingen mich unten, als der zug hielt und ich sprang, traten mir in den bauch und schlugen mir mit dem rohrstock die hände kaputt, schrien „dieb“ in mein gesicht, schlugen mir die fußsohlen wund, lachten „vagant, streuner“ banden mich an einen baum nahe der bahn und ließen mich hängen, während sie die anderen an mir vorbei zerrten.
„wolltest du laufen?" riefen die lügner mir zu, ich, mit den verkrusteten füßen im schlamm, am baum, dessen rinde in meinen Rücken drückte, die schneidenden seile, in denen ich hing.
ich drehte den kopf zur seite und konnte nicht schlafen, hörte sie lachen, die lügner, konnte nicht schlafen die nacht, das lachen als echo in meinem kopf, bis ein hund kläffte im dorf und dann jaulte als sein herr ihn prügelte zu schweigen. ich fror.
am morgen warfen sie mich dem richter vor, ich sagte kein wort, denn ich hatte mich schuldig gesprochen, als ich vom zug sprang.
„diebeshand“ hörte ich „diebeshand“ ich lag den tag in der zelle, die gitter warfen schatten über mein gesicht, niemand machte mich los, ich hatte durst und mein füße brannten.
sie schleppten mich fort, zu dem mann mit dem beil und ich schrie, schrie, zum ersten mal. er lachte nicht, ich lag geschnürt in der ecke und wand mich gegen die seile, weinte, er schärfte das beil, er lachte nicht, ich weinte und sie zerrten mich an den seilen zum hackklotz und der mann schlug meine hand ab.
er wand einen lappen um den stumpf und ich würgte als er die hand auf den müll in der ecke warf, dann kam der schmerz und ich konnte nicht mehr schreien, konnte nicht schreien.
jemand trug mich vors haus, ließ mich liegen, ich hielt den stumpf in die luft, der lappen durchnässt, ich weinte und konnte nicht sehen.
kam nacht, kam der hund, hund der nacht, knurrte und leckte mein gesicht.
sie fingen mich unten, als der zug hielt und ich sprang, traten mir in den bauch und schlugen mir mit dem rohrstock die hände kaputt, schrien „dieb“ in mein gesicht, schlugen mir die fußsohlen wund, lachten „vagant, streuner“ banden mich an einen baum nahe der bahn und ließen mich hängen, während sie die anderen an mir vorbei zerrten.
„wolltest du laufen?" riefen die lügner mir zu, ich, mit den verkrusteten füßen im schlamm, am baum, dessen rinde in meinen Rücken drückte, die schneidenden seile, in denen ich hing.
ich drehte den kopf zur seite und konnte nicht schlafen, hörte sie lachen, die lügner, konnte nicht schlafen die nacht, das lachen als echo in meinem kopf, bis ein hund kläffte im dorf und dann jaulte als sein herr ihn prügelte zu schweigen. ich fror.
am morgen warfen sie mich dem richter vor, ich sagte kein wort, denn ich hatte mich schuldig gesprochen, als ich vom zug sprang.
„diebeshand“ hörte ich „diebeshand“ ich lag den tag in der zelle, die gitter warfen schatten über mein gesicht, niemand machte mich los, ich hatte durst und mein füße brannten.
sie schleppten mich fort, zu dem mann mit dem beil und ich schrie, schrie, zum ersten mal. er lachte nicht, ich lag geschnürt in der ecke und wand mich gegen die seile, weinte, er schärfte das beil, er lachte nicht, ich weinte und sie zerrten mich an den seilen zum hackklotz und der mann schlug meine hand ab.
er wand einen lappen um den stumpf und ich würgte als er die hand auf den müll in der ecke warf, dann kam der schmerz und ich konnte nicht mehr schreien, konnte nicht schreien.
jemand trug mich vors haus, ließ mich liegen, ich hielt den stumpf in die luft, der lappen durchnässt, ich weinte und konnte nicht sehen.
kam nacht, kam der hund, hund der nacht, knurrte und leckte mein gesicht.