Katze
Verfasst: 12.12.2005, 11:14
Ich erinnere mich an das Gesicht. Die Augen, wie Katzenaugen nur die Pupillen anders. Sie lächelte auch katzenhaft, demutlos von unten. Ich denke, dass ihre haare dunkelbraun waren, aber sicher bin ich nicht, es könnte auch schwarz oder dunkelrot gewesen sein. Das mag am Licht liegen, es war scharfkantig und schnitt stücke aus den Gesichtern. Ich weiß nicht, welches meiner Gesichter, welcher Teil meines Gesichtes zu sehen war, doch sie lächelte mich an. Sie war nicht groß, zierlich. Sie tanzte, da sah sie mich nicht, glaube ich. Sie sah mich nicht mehr ich fühlte mich unbeachtet und wollte zurückweichen, ihr nur zusehen wie sie sich unter dem Rhythmus verbarg. Ich lehnte an einer Säule, die Musik kribbelte in meinen Füßen, sie war verloren gegangen.
Ich überlegte ob ich versuchen sollte sie mir wiederzufinden, ich überlegte, das hieß es, aber nicht wörtlich. Sie nahm mir die Entscheidung ab und kam wieder, als sich die Musik änderten.
„das mag ich nicht“ lachte sie. „ich könnte das schon, ich bin da auch sonst nicht so, aber wollen wir nicht was trinken?“
Ich folgte ihr, wir saßen und tranken und ich gab mir Mühe ihren Katzenaugen stand zu halten. Sie spürte meine Mühe damit bestimmt, denn ihre Lippen zuckten ein wenig.
Obwohl ich die Farbe vergessen habe, erinnere ich mich daran, dass ihre Haare offen hingen, ein wenig wild. Sie fuhr manchmal mit der Hand darüber, strich die Strähnen zurück, die nach vorne gefallen waren. Strassenkatze denke ich jetzt. Struppig, damals dachte ich „Nachtkatze, Geheimnis“ und wenn ich mich zurückversetze ist sie das immer noch. Wir blieben bis sie die Musik leiser drehten, das stellte uns vor Entscheidungen und wir standen ein wenig auf der Straße, bald würde es hell werden, die Zeit lief aus. Ich erinnere mich besonders an dieses Bild, sie rauchte, es gibt Menschen die können das.
Wir sahen uns an sie lächelte, Katze, kam näher, da packte jemand ihren Arm.
Sie wollte sich losreißen, er war stärker, sie fauchte, fuhr die krallen aus, fauchte, er schnauzte sie an und zerrte sie mit. Ich riss an seinem arm und ich kann noch sehen, das sie das Gesicht verzerrte, weil es den ihren verdrehte.
Jemand schrie „Ruhe“ aus einem Fenster über der Straße auf uns herab. Er zerrte sie weg, da wurde es hell, ihr Gesicht nahm Konturen an.
Er schubste mich weg, mit einer Hand, sie fauchte, ihre Zähne spitz, sie wurden kleiner, liefen plötzlich beide.
„Geh nach hause“ sagte sie. Ich blieb stehen, verloren, Nachkatze, Streuner dachte ich, blieb stehen und noch heute kann ich beide und die Ecke verschwinden sehen. Ich habe mir ihren letzten Blick aufgehoben, ihre Pupillen, schon schlitzartig vor Sonne.
die Idee entstammt der Postkarte von der Schreibwerkstatt. ich werd sie bei gelegenheit mal eincsannen.
Ich überlegte ob ich versuchen sollte sie mir wiederzufinden, ich überlegte, das hieß es, aber nicht wörtlich. Sie nahm mir die Entscheidung ab und kam wieder, als sich die Musik änderten.
„das mag ich nicht“ lachte sie. „ich könnte das schon, ich bin da auch sonst nicht so, aber wollen wir nicht was trinken?“
Ich folgte ihr, wir saßen und tranken und ich gab mir Mühe ihren Katzenaugen stand zu halten. Sie spürte meine Mühe damit bestimmt, denn ihre Lippen zuckten ein wenig.
Obwohl ich die Farbe vergessen habe, erinnere ich mich daran, dass ihre Haare offen hingen, ein wenig wild. Sie fuhr manchmal mit der Hand darüber, strich die Strähnen zurück, die nach vorne gefallen waren. Strassenkatze denke ich jetzt. Struppig, damals dachte ich „Nachtkatze, Geheimnis“ und wenn ich mich zurückversetze ist sie das immer noch. Wir blieben bis sie die Musik leiser drehten, das stellte uns vor Entscheidungen und wir standen ein wenig auf der Straße, bald würde es hell werden, die Zeit lief aus. Ich erinnere mich besonders an dieses Bild, sie rauchte, es gibt Menschen die können das.
Wir sahen uns an sie lächelte, Katze, kam näher, da packte jemand ihren Arm.
Sie wollte sich losreißen, er war stärker, sie fauchte, fuhr die krallen aus, fauchte, er schnauzte sie an und zerrte sie mit. Ich riss an seinem arm und ich kann noch sehen, das sie das Gesicht verzerrte, weil es den ihren verdrehte.
Jemand schrie „Ruhe“ aus einem Fenster über der Straße auf uns herab. Er zerrte sie weg, da wurde es hell, ihr Gesicht nahm Konturen an.
Er schubste mich weg, mit einer Hand, sie fauchte, ihre Zähne spitz, sie wurden kleiner, liefen plötzlich beide.
„Geh nach hause“ sagte sie. Ich blieb stehen, verloren, Nachkatze, Streuner dachte ich, blieb stehen und noch heute kann ich beide und die Ecke verschwinden sehen. Ich habe mir ihren letzten Blick aufgehoben, ihre Pupillen, schon schlitzartig vor Sonne.
die Idee entstammt der Postkarte von der Schreibwerkstatt. ich werd sie bei gelegenheit mal eincsannen.