>SPIEL<
Verfasst: 27.06.2006, 22:56
ich weiß selber nicht was ich davon halten soll...
>>ausgebrannt<<
ich habe heute die andere getroffen
sie trug ein mädchenkleid in weiß
auf rotem grund
und keine schuhe dazu
die nackten füße zeigten
zueinander auf dem roten stein des wegs
es war in dem garten
die blumen schienen sie zu umranken
und als sie mich ansah, wusste ich
ich hätte nicht kommen sollen
sie sah mich an lächelte nicht
im zentrum ihrer augen ein weißer fleck
wie das kleid
ich habe ein kind sagte sie
ich wollte mich umsehen
es dehnt sich unter meiner haut
die reißt bald, sagte sie
und streckte die arme vor, spreizte die finger
als müsste ich das sehen, wie es sich dehnt
es will raus, jetzt lächelte sie doch
kratzte gedankenlos, so sah es aus
kratzte sich über den arm
die roten streifen verblassten schnell
nur die bewegung blieb
auf meine netzhaus gebrannt
sieh, ich bin ein bild
sagte sie da,
als hätte sie in meinem kopf gelesen
sie lief auf den rasen, drehte sich
das kleid flog auf, sie lachte
ein kegel, ein spieluhr, dachte ich
stumme spieluhr, ich sah weg
ihre füße berührten den boden nicht
ich konnte nicht rückwärts gehen
ich wäre gefallen, ich weiß es
ich wartete, griff zu, vorbei
wartete, griff sie
als sie vorbei lief
da stolperte sie, auch sowas kann stolpern
aus der bewegung gerissen
ich hielt ihre arme umgriffen
ich konnte sie nicht lassen
sonst hätte ich die abdrücke
meiner hände gesehen, in rot
sie stand, wie ein kind
den rücken zum hohlkreuz durchgedückt
streckte mir ihre brüste entgegen, die hüften
die knochen, die sich
abzeichneten unter dem roten stoff
ich hielt sie, sah weiß ihrer augen brechen,
dahinter schwarz, sie lächelte halb
stieß sie auf den rasen
und suchte das kind
ich habe das kind gesucht
und keines gefunden
es war keins da, sagte ich zu ihr
da weinte sie, lange
ich hörte ihr zu, sah die stellen
auf ihren armen verblassen
das rot
>>nacht<<
ich traf die andere heute
sie ging auf mich zu
biss mich in den hals, trank
ich wollte lachen und spürte
den sauerstoff perlen
in meinem blut
wo bist du gewesen sagte sie
ich wusste nichts
wir warteten auf die antwort
zusammen
sie beugte sich vor
ich hob die hände an den hals
zum schutz, ihr lächeln hörte nicht auf
ich konnte die zähne sehen,
eigentlich schön
ich dachte ich müsse gehen, jetzt
sie sagte, komm
drehte sich um, ich stand
sie ging, wartete nicht
ich sah ihre hüften, die fesseln der füße
die in die waden übergingen, schmal
geschwungen, schwingend, alles
ich folgte ihr, sie lächelte über die schulter
als sie meine schritte hinter sich hörte
hast du geld fragte sie mich
ich schüttelte den kopf, sie zuckte
die schulter, nur eine
ich folte ihr, ein kiesweg, keine laternen
ich hörte das knirschen der steine
hast du ein feuerzeug fragte sie
ich zündete eine streichholz an
in dem lichtkreis sah ich sie
die hand durch den zaun schieben, öffnen
das streichholz erlosch, die zog mich
ihre finger an meinem handgelenk
sie suchte den schlüssel, er war in einem eimer
wer wohnt hier fragte ich
sie lachte nur, zog mich hinein
ich schloss die augen vor dem licht
und wenn wer kommt fragte ich
sie lachte, die sind nur tags hier
schubste mich in den sessel
beugte sich vor berührte meinen hals
ich wusste nicht, ob es zähne oder lippen waren
dann stand sie vor mir, ich komme
gerne her sagte sie, dreht sich
ich bin alleine hier, es ist dunkel
ich lege mich in den sessel
ich schiebe die hand zwischen die beine, die linke
sie sah mich an, die augen, dunkel
bis ich wegsah, nur die stimme hörte,
ihren, meinen atem, tief
ich reibe schnell sagte sie
ich halte die luft an
ich kann das lange
wenn ich zeit will
schiebe ich zwei finger
tief hinein in mich, hier ist zeit
sie legte mir die hand
auf die schulter, die linke
willst du mich behalten
sie lachte ich schüttelte
den kopf sah das weiß in ihren augen
aufkeimen, sprießen, treiben, eine blüte
ich zog sie auf meinen schoß
sie war so leicht
ich konnte nicht atmen
alle luft war in ihrem körper
du darfst mich nicht anfassen
sagte sie, beugte sich vor und biss mich
in den hals, trank
ich spürte wie sich die blässe
über meinen körper ausbreitete,
weiß
>>zufall<<
heute habe ich sie getroffen
es regnete, es regnet noch immer
es hat nie aufgehört
ich sprach zu ihr in dem zug
an dessen scheiben die tropfen schlugen
bis er unter der erde verschwand
in dem dämmerlicht
wurde das schwarz ihrer augen weit
sie las, ihre augen irrten über das papier
sie sah mich nicht, hörte nicht
ich lehnte mich an die scheibe
der zwischenwand
sprach, sie hörte nicht
sie war gar nicht da
nur der puppenkörper mit den irrenden augen
sie las, der zug hielt und als die türen schlossen
kam sie zurück, sah aus dem fenster
lief zur tür, die schlossen sich
sie lief in mich hinein
ich spürte ihren körper auftreffen
die knochen, das buch fiel zu boden
der zug fuhr los
entschuldigung sagte sie und scheiße
ich hob das buch vom boden auf
gab es ihr, die lächelte
ihr t-shirt war nass ich konnte
ihren bh sich abzeichnen sehen
sie steckte buch ein, nächster halt
wir stiegen aus, rolltreppe, treppe
es regnete, blinder regen
sie sah mich an
ich spürte wie sie mich musterte
ich sah
zurück, sie musste hoch sehen zu mir
gehen wir sagte sie, ich konnte nur nicken
sie streckt die hand aus die
tropfen fielen darauf
wir gingen, sie fror, ich konnte sehen
wie sie zitterte
stellen wir uns unter sagte ich
eine markise, wir sahen durch das fenster
bücher ich lachte
ich versuchte mich in ihre augen zu graben
wir griffen gleichzeitig nach der türklinke
der geruch des papiers, staub
ich kaufte keines, sie zwei
eines steckte ich ein
es passte nicht in ihre tasche
ich sah hinaus es regnete, dämmerung
wir konnten uns in der scheibe sehen
ich bin dein spiegel sagte sie,
mir wurde kalt, ich spürte die nässe
sie lächelte und zwang meine
mundwinkel nach oben
wir gingen in das cafe
das an der ecke war
ich wollte den kaffee nicht
den sie bestellte, den sie trank
in mich hinein
stell dir vor ich bin dein spiegelbild,
sagte sie, als hätte sie vergessen,
was gerade war,
ich legte ihr buch auf den tisch
jetzt hast du angst sagte sie
ich konnte den kopf nicht schütteln
ließ meine haare nach vorne fallen
sodass sie mein gesicht verdeckten
hilft nicht sagte sie
es ist deine schuld vergiss es nicht
ich wollte sagen, der regen
sie lächelte, nahm das buch in die hand
du musst wissen, wann der spiegel bricht
sagte sie, bis bald,
sie ging und der regen hörte nicht auf
>>ausgebrannt<<
ich habe heute die andere getroffen
sie trug ein mädchenkleid in weiß
auf rotem grund
und keine schuhe dazu
die nackten füße zeigten
zueinander auf dem roten stein des wegs
es war in dem garten
die blumen schienen sie zu umranken
und als sie mich ansah, wusste ich
ich hätte nicht kommen sollen
sie sah mich an lächelte nicht
im zentrum ihrer augen ein weißer fleck
wie das kleid
ich habe ein kind sagte sie
ich wollte mich umsehen
es dehnt sich unter meiner haut
die reißt bald, sagte sie
und streckte die arme vor, spreizte die finger
als müsste ich das sehen, wie es sich dehnt
es will raus, jetzt lächelte sie doch
kratzte gedankenlos, so sah es aus
kratzte sich über den arm
die roten streifen verblassten schnell
nur die bewegung blieb
auf meine netzhaus gebrannt
sieh, ich bin ein bild
sagte sie da,
als hätte sie in meinem kopf gelesen
sie lief auf den rasen, drehte sich
das kleid flog auf, sie lachte
ein kegel, ein spieluhr, dachte ich
stumme spieluhr, ich sah weg
ihre füße berührten den boden nicht
ich konnte nicht rückwärts gehen
ich wäre gefallen, ich weiß es
ich wartete, griff zu, vorbei
wartete, griff sie
als sie vorbei lief
da stolperte sie, auch sowas kann stolpern
aus der bewegung gerissen
ich hielt ihre arme umgriffen
ich konnte sie nicht lassen
sonst hätte ich die abdrücke
meiner hände gesehen, in rot
sie stand, wie ein kind
den rücken zum hohlkreuz durchgedückt
streckte mir ihre brüste entgegen, die hüften
die knochen, die sich
abzeichneten unter dem roten stoff
ich hielt sie, sah weiß ihrer augen brechen,
dahinter schwarz, sie lächelte halb
stieß sie auf den rasen
und suchte das kind
ich habe das kind gesucht
und keines gefunden
es war keins da, sagte ich zu ihr
da weinte sie, lange
ich hörte ihr zu, sah die stellen
auf ihren armen verblassen
das rot
>>nacht<<
ich traf die andere heute
sie ging auf mich zu
biss mich in den hals, trank
ich wollte lachen und spürte
den sauerstoff perlen
in meinem blut
wo bist du gewesen sagte sie
ich wusste nichts
wir warteten auf die antwort
zusammen
sie beugte sich vor
ich hob die hände an den hals
zum schutz, ihr lächeln hörte nicht auf
ich konnte die zähne sehen,
eigentlich schön
ich dachte ich müsse gehen, jetzt
sie sagte, komm
drehte sich um, ich stand
sie ging, wartete nicht
ich sah ihre hüften, die fesseln der füße
die in die waden übergingen, schmal
geschwungen, schwingend, alles
ich folgte ihr, sie lächelte über die schulter
als sie meine schritte hinter sich hörte
hast du geld fragte sie mich
ich schüttelte den kopf, sie zuckte
die schulter, nur eine
ich folte ihr, ein kiesweg, keine laternen
ich hörte das knirschen der steine
hast du ein feuerzeug fragte sie
ich zündete eine streichholz an
in dem lichtkreis sah ich sie
die hand durch den zaun schieben, öffnen
das streichholz erlosch, die zog mich
ihre finger an meinem handgelenk
sie suchte den schlüssel, er war in einem eimer
wer wohnt hier fragte ich
sie lachte nur, zog mich hinein
ich schloss die augen vor dem licht
und wenn wer kommt fragte ich
sie lachte, die sind nur tags hier
schubste mich in den sessel
beugte sich vor berührte meinen hals
ich wusste nicht, ob es zähne oder lippen waren
dann stand sie vor mir, ich komme
gerne her sagte sie, dreht sich
ich bin alleine hier, es ist dunkel
ich lege mich in den sessel
ich schiebe die hand zwischen die beine, die linke
sie sah mich an, die augen, dunkel
bis ich wegsah, nur die stimme hörte,
ihren, meinen atem, tief
ich reibe schnell sagte sie
ich halte die luft an
ich kann das lange
wenn ich zeit will
schiebe ich zwei finger
tief hinein in mich, hier ist zeit
sie legte mir die hand
auf die schulter, die linke
willst du mich behalten
sie lachte ich schüttelte
den kopf sah das weiß in ihren augen
aufkeimen, sprießen, treiben, eine blüte
ich zog sie auf meinen schoß
sie war so leicht
ich konnte nicht atmen
alle luft war in ihrem körper
du darfst mich nicht anfassen
sagte sie, beugte sich vor und biss mich
in den hals, trank
ich spürte wie sich die blässe
über meinen körper ausbreitete,
weiß
>>zufall<<
heute habe ich sie getroffen
es regnete, es regnet noch immer
es hat nie aufgehört
ich sprach zu ihr in dem zug
an dessen scheiben die tropfen schlugen
bis er unter der erde verschwand
in dem dämmerlicht
wurde das schwarz ihrer augen weit
sie las, ihre augen irrten über das papier
sie sah mich nicht, hörte nicht
ich lehnte mich an die scheibe
der zwischenwand
sprach, sie hörte nicht
sie war gar nicht da
nur der puppenkörper mit den irrenden augen
sie las, der zug hielt und als die türen schlossen
kam sie zurück, sah aus dem fenster
lief zur tür, die schlossen sich
sie lief in mich hinein
ich spürte ihren körper auftreffen
die knochen, das buch fiel zu boden
der zug fuhr los
entschuldigung sagte sie und scheiße
ich hob das buch vom boden auf
gab es ihr, die lächelte
ihr t-shirt war nass ich konnte
ihren bh sich abzeichnen sehen
sie steckte buch ein, nächster halt
wir stiegen aus, rolltreppe, treppe
es regnete, blinder regen
sie sah mich an
ich spürte wie sie mich musterte
ich sah
zurück, sie musste hoch sehen zu mir
gehen wir sagte sie, ich konnte nur nicken
sie streckt die hand aus die
tropfen fielen darauf
wir gingen, sie fror, ich konnte sehen
wie sie zitterte
stellen wir uns unter sagte ich
eine markise, wir sahen durch das fenster
bücher ich lachte
ich versuchte mich in ihre augen zu graben
wir griffen gleichzeitig nach der türklinke
der geruch des papiers, staub
ich kaufte keines, sie zwei
eines steckte ich ein
es passte nicht in ihre tasche
ich sah hinaus es regnete, dämmerung
wir konnten uns in der scheibe sehen
ich bin dein spiegel sagte sie,
mir wurde kalt, ich spürte die nässe
sie lächelte und zwang meine
mundwinkel nach oben
wir gingen in das cafe
das an der ecke war
ich wollte den kaffee nicht
den sie bestellte, den sie trank
in mich hinein
stell dir vor ich bin dein spiegelbild,
sagte sie, als hätte sie vergessen,
was gerade war,
ich legte ihr buch auf den tisch
jetzt hast du angst sagte sie
ich konnte den kopf nicht schütteln
ließ meine haare nach vorne fallen
sodass sie mein gesicht verdeckten
hilft nicht sagte sie
es ist deine schuld vergiss es nicht
ich wollte sagen, der regen
sie lächelte, nahm das buch in die hand
du musst wissen, wann der spiegel bricht
sagte sie, bis bald,
sie ging und der regen hörte nicht auf