dixie chicks
Verfasst: 08.07.2006, 20:42
Ich habe da so ein riesiges Loch in der Leiste. Elf Zentimeter lang, vier Zentimeter breit und fünf Zentimeter tief. Ich bin frisch operiert und habe Akne Inversa. Das war diesmal die Komplettsanierung. Ich spüle jeden Tag viermal das Loch mit dem Duschkopf, aus dem körperwarmes Wasser kommt. Damit die Haare nicht in die Wunde wachsen, habe ich sie mir mit einer Haushaltsschere, undesinfiziert! abgeschnitten. Draußen ist es zum Schneiden heiß. Trotzdem habe ich mich auf den Balkon gesetzt, meinen Mac eingeschaltet, I-Tunes geöffnet, die neueste CD von Dixie Chicks eingeschmißen, damit ich die Kirchenglocken nicht höre und die Kopfhörer ins Ohrloch gesteckt. Dixie Chicks hat was gegen Bush, ich auch. Ich hab heut bei der MLPD unterschrieben. Soll mich doch das BKA als Verdächtige entdecken. Ist mir doch scheißegal. Das Loch schmerzt jetzt gerade wie die Hölle. Am schlimmsten war es nach der OP. Drei Stunden nachdem ich aus der Narkose erwacht bin, hat mir die Ärztin eine Ladung NaCL in die offene Wunde gespritzt. Fast hätte ich um eine erneute Narkose gebeten.
Aber eigentlich wollte ich von mir selber erzählen. Meine Kindheit habe ich kaum noch in Erinnerung. Ich weiß nur, daß ich mit 12 Jahren nicht mehr mit meinen Eltern in den Urlaub gefahren bin und mich dann auf dem Zeltlager in meinen Jugendgruppenleiter, der damals katholische Theologie studierte, verliebt habe. Ein zwei Jährchen später hatten wir dann auch tatsächlich eine Beziehung, aber er ließ mich stehen wegen einer Sozpädstudentin, zeugte mit ihr ein Kind, heiratete sie und sattelte studienmäßig auch auf Sozpäd um. Der Theologe hat mich nicht entjungfert oder so. Das geschah erst später, auf dem Sofa meiner Eltern von einem ungefähr gleichalten Franzosen. Deswegen find ich es jetzt auch total beschissen, daß die Franzosen im Endspiel bei der WM sind. Ich mag die nicht, die sind sexbesessen und arrogant und denken, die hätten die schönste Sprache der Welt geparkt.
Danach hatte ich so ein Söhnchen zum Freund. Der hat alles von seinen Eltern in den Arsch gesteckt bekommen. Den ersten BMW zum 18ten Geburtstag und nach erfolgreichem Abitur mußte natürlich Medizin studiert werden. Ich hab ihn dann nach fünf Jahren sexueller Verweigerung stehen lassen und hab was mit einem 20 Jahre Älteren angefangen. Söhnchen weinte am Anfang noch laut und besah sich immer wieder die Fotos von mir, da ein Freund von ihm gesagt hatte: "So eine Frau läßt man doch nicht einfach so gehen."
Der 20 Jahre ältere war so ein Goldkettchen-Jaguar-Typ. Ich hab ihm immer brav einen geblasen. Verkehr hatten wir eigentlich fast nie, bis auf einmal, da hat er mich in einer Ferienwohnung in Italien am Küchentisch von hinten genommen. Ich bin nur fleißig geschwommen und dachte nie an richtigen Sex, nur klammheimlich machte ich es mir selbst unter der Bettdecke.
Ich muß jetzt mal kurz mein Loch spülen gehen, nachdem ich mir eine Flasche Wein hinter die Binde gekippt habe. Ich glaube immer noch an die desinfizierende Wirkung von Alkohol. Da hilft kein Penicillin, das ich im Moment in Massen fresse.
Ein Jahr später habe ich meinen Exmann kennengelernt. Er schien für mich ein asexuelles Wesen zu sein durch seine zurückhaltende schüchterne Art. Daß er einen Ferrari fuhr, erzählte er mir erst später. Mit ihm hab ich dann doch ein Kind gezeugt und landete drei Jahre später in so einer Art Psychose. Das war die geilste Zeit meines Lebens. Ich war ein Genie, ein Überflieger, machte die Nächte zum Tag, trank Schnaps, malte mir die tollsten Dinge aus. Die Ärzte haben mich dann aber leider doch von meinem Trip heruntergebracht, wenn nicht, wäre ich glaub die abgefahrenste Künstlerin in Europa geworden. Leider, leider haben sie mich zugedröhnt und mich von meinen Höhenflügen heruntergeholt. Heute bin ich dank Tabletten nur ein kleines Grafiker-Arschloch geworden. Geschieden und alleinerziehend, ständig irgendwo am Existenzminimun herumdümpelnd.
Ich habe jetzt einen Freund, der keinen Sex mehr will und meine Akne Inversa akzeptiert. Er ist so ein asexuelles Wesen wie ich. Wahrscheinlich ist ab vierzig das Sexualleben sowieso vorbei. Ich spüle meine Löcher und er geht dafür anschaffen, daß ich meine verschiedenen Heilpraktiker zahlen kann. Ich dröhne mich mit Musik, Wein und guten Büchern zu. Unbezahlbar gegen einen Scheiß-Fick. Dabei muß ich merken, daß mir mein Hintern beim Sitzen weh tut. Ich glaube, ich habe da wieder ein kleines Beulchen. Das Gerenne nach Salben und Kügelchen geht wieder los. Dabei bin ich doch gerade frisch operiert. Gott, hilf mir gegen diese Klebstoffhaube. Ich ignorier das jetzt erstmal. Und höre Musik, dröhne mich zu mit den "dixie chicks". Die sind in Amerika verboten. Ich möchte auch einmal in Amerika verboten werden. Ihr könnt mich alle mal am Arsch lecken!
Aber eigentlich wollte ich von mir selber erzählen. Meine Kindheit habe ich kaum noch in Erinnerung. Ich weiß nur, daß ich mit 12 Jahren nicht mehr mit meinen Eltern in den Urlaub gefahren bin und mich dann auf dem Zeltlager in meinen Jugendgruppenleiter, der damals katholische Theologie studierte, verliebt habe. Ein zwei Jährchen später hatten wir dann auch tatsächlich eine Beziehung, aber er ließ mich stehen wegen einer Sozpädstudentin, zeugte mit ihr ein Kind, heiratete sie und sattelte studienmäßig auch auf Sozpäd um. Der Theologe hat mich nicht entjungfert oder so. Das geschah erst später, auf dem Sofa meiner Eltern von einem ungefähr gleichalten Franzosen. Deswegen find ich es jetzt auch total beschissen, daß die Franzosen im Endspiel bei der WM sind. Ich mag die nicht, die sind sexbesessen und arrogant und denken, die hätten die schönste Sprache der Welt geparkt.
Danach hatte ich so ein Söhnchen zum Freund. Der hat alles von seinen Eltern in den Arsch gesteckt bekommen. Den ersten BMW zum 18ten Geburtstag und nach erfolgreichem Abitur mußte natürlich Medizin studiert werden. Ich hab ihn dann nach fünf Jahren sexueller Verweigerung stehen lassen und hab was mit einem 20 Jahre Älteren angefangen. Söhnchen weinte am Anfang noch laut und besah sich immer wieder die Fotos von mir, da ein Freund von ihm gesagt hatte: "So eine Frau läßt man doch nicht einfach so gehen."
Der 20 Jahre ältere war so ein Goldkettchen-Jaguar-Typ. Ich hab ihm immer brav einen geblasen. Verkehr hatten wir eigentlich fast nie, bis auf einmal, da hat er mich in einer Ferienwohnung in Italien am Küchentisch von hinten genommen. Ich bin nur fleißig geschwommen und dachte nie an richtigen Sex, nur klammheimlich machte ich es mir selbst unter der Bettdecke.
Ich muß jetzt mal kurz mein Loch spülen gehen, nachdem ich mir eine Flasche Wein hinter die Binde gekippt habe. Ich glaube immer noch an die desinfizierende Wirkung von Alkohol. Da hilft kein Penicillin, das ich im Moment in Massen fresse.
Ein Jahr später habe ich meinen Exmann kennengelernt. Er schien für mich ein asexuelles Wesen zu sein durch seine zurückhaltende schüchterne Art. Daß er einen Ferrari fuhr, erzählte er mir erst später. Mit ihm hab ich dann doch ein Kind gezeugt und landete drei Jahre später in so einer Art Psychose. Das war die geilste Zeit meines Lebens. Ich war ein Genie, ein Überflieger, machte die Nächte zum Tag, trank Schnaps, malte mir die tollsten Dinge aus. Die Ärzte haben mich dann aber leider doch von meinem Trip heruntergebracht, wenn nicht, wäre ich glaub die abgefahrenste Künstlerin in Europa geworden. Leider, leider haben sie mich zugedröhnt und mich von meinen Höhenflügen heruntergeholt. Heute bin ich dank Tabletten nur ein kleines Grafiker-Arschloch geworden. Geschieden und alleinerziehend, ständig irgendwo am Existenzminimun herumdümpelnd.
Ich habe jetzt einen Freund, der keinen Sex mehr will und meine Akne Inversa akzeptiert. Er ist so ein asexuelles Wesen wie ich. Wahrscheinlich ist ab vierzig das Sexualleben sowieso vorbei. Ich spüle meine Löcher und er geht dafür anschaffen, daß ich meine verschiedenen Heilpraktiker zahlen kann. Ich dröhne mich mit Musik, Wein und guten Büchern zu. Unbezahlbar gegen einen Scheiß-Fick. Dabei muß ich merken, daß mir mein Hintern beim Sitzen weh tut. Ich glaube, ich habe da wieder ein kleines Beulchen. Das Gerenne nach Salben und Kügelchen geht wieder los. Dabei bin ich doch gerade frisch operiert. Gott, hilf mir gegen diese Klebstoffhaube. Ich ignorier das jetzt erstmal. Und höre Musik, dröhne mich zu mit den "dixie chicks". Die sind in Amerika verboten. Ich möchte auch einmal in Amerika verboten werden. Ihr könnt mich alle mal am Arsch lecken!