naheliegend
Verfasst: 23.11.2006, 21:06
Ich schrieb dir eine Zeile. Jeden Tag, wie man Blumen pflegt, schrieb ich dir täglich. Wie man von Blumen entzückt wird, schrieb ich leidenschaftlich, um meine Hingabe zu äußern. Ergebens lauschte ich den Gedanken, die du mir zugeflüstert hast.
Tagelang weiltest du als Mitfühlende meiner Gebrechen vor der Wirklichkeit. Du warst bei mir, du warst Vertraute meiner innigsten Empfindungen. Einfühlsam sprangst du aus einer Zeile vor meine Augen, nackt und liebreizend, heraus, als ich dir schrieb von dunklen Stunden bestürmt. Ja, manchmal sogar mehrere Augenblicke hintereinander, bis du müde wurdest und ich schlafen ging, nackt und erregt, von dir zu träumen, mich auf bessre Zeiten verweisend.
Ich erkannte die leisen Momente deiner flüsternden Anwesenheit, in diesen schrieb ich dir. Du warst die Ferne und ich ein Nahender. Sowie du Nähe hieltest zu mir, als ich dich von der Ferne aus mit einer Zeile ersehnte.
Als du einmal heraussprangst, erschrak ich. Die Angst vertrieb alle oberflächlichen Gedanken, ich kroch ruckartig in mein Tiefstes. (das äußerste Innere) Streng wachte ich, obdachlos und unbehütet vor allem Nichtigen, allem oberflächlich Wissendem. Zart waren aber deine Formen in weiches Licht getaucht. Sodass, als ich dich erblickte, sanft an deinem Licht noch mal, doch nun ferner der Strenge rauer Wirklichkeit erwachte.
Nach kurzer Weile ersehnte ich wieder den Moment (ein Liedaufschlag von dir), deine nächste Äußerung (mehr von bebender Sommerpoesie), vielleicht einen weiteren Sprung (mehr in mein karges Innere). So begriff ich meine Sehnsucht, die von deinem Licht angezogen wurde.
Bis ich weder wartete, noch wachte, sondern aus mir langsam heraus kroch in Lust und Begierde. In deine Arme strebend, schlich ich dem Wirklichen davon, in die Obhut von vers-trunk`nen Träumen, zu denen du mich, nur durch deine Erscheinung, deine bloße Anwesenheit inspiriert hast.
Ja, ich weis es noch, du hast dich dem Fenster zugewandt, als ob du das umgreifende Wahre suchtest, lange standest du da und ich wachte und wartete. Im Fenster war aber nur Dunkelheit, du suchtest deines Gleichen, so wie du Licht warst. Manchmal, zu tiefst von mir bedauert, warst du nur ein in weiter Ferne leuchtender Stern, unerreichbar und namenlos, doch in allen Namen der Sehnsucht bewandert. Du hast nicht lange gewartet, die Suche aufgegeben, wie ich, weder wartend, noch wachend, schon längst ein Flüchtling vor dem Wirklichen. Mit einer Zeile zwang ich dich, vom Himmel herabzusteigen, mit einer Zeile umgebend von Dunkelheit, entbunden von Sehnsucht, befahl ich dir ein Funken in meinem Innern zu werden. Und du warst angetan und kamst herab zu mir, als der süßeste Trost und Gast meiner Gedanken, so, als ich in die Kerzenflamme schaute und eine meiner Sehnsucht nahende Zeile schrieb.
Aber damals, als du einmal heraussprangst, dich entschieden dem Fenster, endgültig enttäuscht, abgewendet hast, weil darin nur Dunkelheit war, nichts was dir glich. Damals konnte ich deinen Körper bewundern, dieses Wunderwerk und Weile meiner Begierde, du, mit allen Namen der Sehnsucht durchtränkt. Aus deinen Blick pflückte ich Spiegelungen meines Verlangens. An deinen von Rot beflecken Lippen reifte unberührte Lust.
Als ich dich anschaute, wurde ich an mich selbst, als ich einst noch Liebe und Licht zu trinken vermochte, erinnert. So habe ich dich lange angeschaut, du standest da, mich in die Tiefe ziehend durch deine Erscheinung und bloße Anwesenheit, sodass ich traumtrunken wankte im Zwielicht, von dem was Wahr und was noch wert ist, um es sich zu erträumen.
Tagelang weiltest du als Mitfühlende meiner Gebrechen vor der Wirklichkeit. Du warst bei mir, du warst Vertraute meiner innigsten Empfindungen. Einfühlsam sprangst du aus einer Zeile vor meine Augen, nackt und liebreizend, heraus, als ich dir schrieb von dunklen Stunden bestürmt. Ja, manchmal sogar mehrere Augenblicke hintereinander, bis du müde wurdest und ich schlafen ging, nackt und erregt, von dir zu träumen, mich auf bessre Zeiten verweisend.
Ich erkannte die leisen Momente deiner flüsternden Anwesenheit, in diesen schrieb ich dir. Du warst die Ferne und ich ein Nahender. Sowie du Nähe hieltest zu mir, als ich dich von der Ferne aus mit einer Zeile ersehnte.
Als du einmal heraussprangst, erschrak ich. Die Angst vertrieb alle oberflächlichen Gedanken, ich kroch ruckartig in mein Tiefstes. (das äußerste Innere) Streng wachte ich, obdachlos und unbehütet vor allem Nichtigen, allem oberflächlich Wissendem. Zart waren aber deine Formen in weiches Licht getaucht. Sodass, als ich dich erblickte, sanft an deinem Licht noch mal, doch nun ferner der Strenge rauer Wirklichkeit erwachte.
Nach kurzer Weile ersehnte ich wieder den Moment (ein Liedaufschlag von dir), deine nächste Äußerung (mehr von bebender Sommerpoesie), vielleicht einen weiteren Sprung (mehr in mein karges Innere). So begriff ich meine Sehnsucht, die von deinem Licht angezogen wurde.
Bis ich weder wartete, noch wachte, sondern aus mir langsam heraus kroch in Lust und Begierde. In deine Arme strebend, schlich ich dem Wirklichen davon, in die Obhut von vers-trunk`nen Träumen, zu denen du mich, nur durch deine Erscheinung, deine bloße Anwesenheit inspiriert hast.
Ja, ich weis es noch, du hast dich dem Fenster zugewandt, als ob du das umgreifende Wahre suchtest, lange standest du da und ich wachte und wartete. Im Fenster war aber nur Dunkelheit, du suchtest deines Gleichen, so wie du Licht warst. Manchmal, zu tiefst von mir bedauert, warst du nur ein in weiter Ferne leuchtender Stern, unerreichbar und namenlos, doch in allen Namen der Sehnsucht bewandert. Du hast nicht lange gewartet, die Suche aufgegeben, wie ich, weder wartend, noch wachend, schon längst ein Flüchtling vor dem Wirklichen. Mit einer Zeile zwang ich dich, vom Himmel herabzusteigen, mit einer Zeile umgebend von Dunkelheit, entbunden von Sehnsucht, befahl ich dir ein Funken in meinem Innern zu werden. Und du warst angetan und kamst herab zu mir, als der süßeste Trost und Gast meiner Gedanken, so, als ich in die Kerzenflamme schaute und eine meiner Sehnsucht nahende Zeile schrieb.
Aber damals, als du einmal heraussprangst, dich entschieden dem Fenster, endgültig enttäuscht, abgewendet hast, weil darin nur Dunkelheit war, nichts was dir glich. Damals konnte ich deinen Körper bewundern, dieses Wunderwerk und Weile meiner Begierde, du, mit allen Namen der Sehnsucht durchtränkt. Aus deinen Blick pflückte ich Spiegelungen meines Verlangens. An deinen von Rot beflecken Lippen reifte unberührte Lust.
Als ich dich anschaute, wurde ich an mich selbst, als ich einst noch Liebe und Licht zu trinken vermochte, erinnert. So habe ich dich lange angeschaut, du standest da, mich in die Tiefe ziehend durch deine Erscheinung und bloße Anwesenheit, sodass ich traumtrunken wankte im Zwielicht, von dem was Wahr und was noch wert ist, um es sich zu erträumen.