Ohne Titel
Verfasst: 12.06.2007, 23:05
Hab noch keinen Titel - jemand eine Idee???
Eine schmutzige Isomatte – und das Baumhaus. Das ist seine Welt. Er liegt dort auf dem Rücken und seine Gedanken schwirren. Dies ist seine Welt. Das Baumhaus, das er vor acht Jahren mit seinem Bruder und seinem Vater zusammen gebaut hat. Hier hat er zum ersten Mal geraucht, zum ersten Mal ein Mädchen geküsst beim Flaschendrehen. Fiebrig gehofft, dass sie bei Petra stehenbleibt. Petra, seine grosse Liebe, die nun schon mit neunzehn ihr erstes Kind hat. Natürlich nicht von ihm. Sie wollte nie etwas von ihm wissen. Und sein Vater, der vor drei Jahren an Lungenkrebs gestorben ist. Nun hat er die Quittung. Tot. Dahin gesiecht. Kalt und verwest.
Der Vater, der seinen Bruder immer vorgezogen hat. Oli war halt der bessere.
Er hebt die Hände vor sein Gesicht und betrachtet sie. Er sollte seine Hände waschen. Sie sind so schmutzig. Der Gedanke verfliegt und er lässt sie sinken.
„Weisst du noch, Oli?“ fragt er seinen Bruder in die Stille. „Wie wir hier unsere erste Zigarette geraucht haben?“
„Oder wie wir das Mädchen hier versteckt haben, das aus dem Kinderheim abgehauen war? Drei Tage hats funktioniert. Bis Mama aufgefallen ist, dass wir Butterbrote schmuggeln“.
Er lacht laut bei dem Gedanken und wischt mit dem Handrücken über seine Oberlippe. Er sollte sich die Nase putzen. Die verdammte Nase hört nicht auf zu bluten. Er hat kein Taschentuch.
„Ey –oder weisst Du noch, wie Rainer hier oben die ganze Pulle Apfelkorn leergesoffen hat und dann zack! durch die Luke einfach so nach unten gefallen ist? Ach du Scheisse, hatten wir einen Ärger mit seinen Eltern. Der Schwachkopf lag erstmal flach.“
Dann sagt er nichts mehr. Das Blut aus seiner Nase läuft zu seinem rechten Ohr. Es kitzelt ein wenig, doch es stört ihn nicht. Sein Kopf tut ihm weh. Furchtbar weh.
Die Bilder kommen wieder. Er legt die Hände fest über seine Augen. Hofft, die Bilder verschwinden so schnell wie sie gekommen sind. Sie bleiben. Sie drängen bis er weint.
Die Tränen gesellen sich zu dem Blut an seinem Ohr, waschen es ein wenig ab. Alles wird zu einem schmierigen Schleim auf seinem Gesicht. Blut, Tränen, Dreck, Rotz. Er merkt es nicht.
Erbarmungslos stürzen die Bilder auf ihn ein. Blut. Blut und Schreie. Das Haus dunkel und bedrohlich, nur 50 m vom Baumhaus entfernt. Nur in der Küche brennt das Licht über der Abzugshaube. Beleuchtet schwach den Körper seiner Mutter. Oli liegt im Dunkeln. Das verdammte Licht erreicht ihn nicht. Es ist zu klein. Viel zu schwach. Aber Mama ist gut zu sehen. Die Augen geschlossen, die Stirn in Falten. Wie immer, wenn sie mit dem Kopf geschüttelt hat. Oli`s Augen weit aufgerissen vor Erstaunen. Damit hat er nicht gerechnet. Damit nicht.
Eine schmutzige Isomatte – und das Baumhaus. Das ist seine Welt. Er liegt dort auf dem Rücken und seine Gedanken schwirren. Dies ist seine Welt. Das Baumhaus, das er vor acht Jahren mit seinem Bruder und seinem Vater zusammen gebaut hat. Hier hat er zum ersten Mal geraucht, zum ersten Mal ein Mädchen geküsst beim Flaschendrehen. Fiebrig gehofft, dass sie bei Petra stehenbleibt. Petra, seine grosse Liebe, die nun schon mit neunzehn ihr erstes Kind hat. Natürlich nicht von ihm. Sie wollte nie etwas von ihm wissen. Und sein Vater, der vor drei Jahren an Lungenkrebs gestorben ist. Nun hat er die Quittung. Tot. Dahin gesiecht. Kalt und verwest.
Der Vater, der seinen Bruder immer vorgezogen hat. Oli war halt der bessere.
Er hebt die Hände vor sein Gesicht und betrachtet sie. Er sollte seine Hände waschen. Sie sind so schmutzig. Der Gedanke verfliegt und er lässt sie sinken.
„Weisst du noch, Oli?“ fragt er seinen Bruder in die Stille. „Wie wir hier unsere erste Zigarette geraucht haben?“
„Oder wie wir das Mädchen hier versteckt haben, das aus dem Kinderheim abgehauen war? Drei Tage hats funktioniert. Bis Mama aufgefallen ist, dass wir Butterbrote schmuggeln“.
Er lacht laut bei dem Gedanken und wischt mit dem Handrücken über seine Oberlippe. Er sollte sich die Nase putzen. Die verdammte Nase hört nicht auf zu bluten. Er hat kein Taschentuch.
„Ey –oder weisst Du noch, wie Rainer hier oben die ganze Pulle Apfelkorn leergesoffen hat und dann zack! durch die Luke einfach so nach unten gefallen ist? Ach du Scheisse, hatten wir einen Ärger mit seinen Eltern. Der Schwachkopf lag erstmal flach.“
Dann sagt er nichts mehr. Das Blut aus seiner Nase läuft zu seinem rechten Ohr. Es kitzelt ein wenig, doch es stört ihn nicht. Sein Kopf tut ihm weh. Furchtbar weh.
Die Bilder kommen wieder. Er legt die Hände fest über seine Augen. Hofft, die Bilder verschwinden so schnell wie sie gekommen sind. Sie bleiben. Sie drängen bis er weint.
Die Tränen gesellen sich zu dem Blut an seinem Ohr, waschen es ein wenig ab. Alles wird zu einem schmierigen Schleim auf seinem Gesicht. Blut, Tränen, Dreck, Rotz. Er merkt es nicht.
Erbarmungslos stürzen die Bilder auf ihn ein. Blut. Blut und Schreie. Das Haus dunkel und bedrohlich, nur 50 m vom Baumhaus entfernt. Nur in der Küche brennt das Licht über der Abzugshaube. Beleuchtet schwach den Körper seiner Mutter. Oli liegt im Dunkeln. Das verdammte Licht erreicht ihn nicht. Es ist zu klein. Viel zu schwach. Aber Mama ist gut zu sehen. Die Augen geschlossen, die Stirn in Falten. Wie immer, wenn sie mit dem Kopf geschüttelt hat. Oli`s Augen weit aufgerissen vor Erstaunen. Damit hat er nicht gerechnet. Damit nicht.