Schaden
Verfasst: 01.03.2008, 19:36
Die Mutter schmeißt ihrem Sohn morgens um 10:00 Uhr die Bildzeitung hin. Sie gibt ihm eine Ohrfeige. Es wurde schon immer viel geschlagen bei Maiers, aber jetzt kann die Mutter nicht mehr. Sie ist fast blutleer, als sie ihn darauf in die Eier tritt.
„Es gehört einiges dazu, es in die Bildzeitung zu schaffen, aber du scheust ja anscheinend vor nichts zurück!“
Sie nimmt einen tiefen Schluck aus dem plumpen Wasserglas. Darin befindet sich ein Fusel der niedrigsten Sorte.
Der Sohn hält seine Hand in den Schritt, dann schaut er weg mit einem dummen Grinsen. Die Schläge merkt er schon lange nicht mehr. Er hat schon zurückgeschlagen. Klar. Aber es half nichts. Irgendwann hat er resigniert. Er schielt kurz auf die Schlagzeile und meint:
„Ach das. Es gibt schlimmeres.“
„Aber es ist das zweite Mal und jetzt erst wurde es entdeckt. Ich wusste davon nichts.“
Sie zündet sich eine Zigarette an. Die Küche ist jetzt in Qualm gehüllt.
„Was soll ich noch tun? Dich nochmal schlagen? Wird es dich davon abhalten?“
„Mutter, lass es einfach.“
„Wo ist die Brut? Weißt du nicht, dass das Idioten werden? Wie kannst du nur!“
„Das ist meine Sache. Ich kümmere mich. Besser als du.“
„Achso, jetzt bin ich wieder der Arsch! Du solltest mal deinen Vater dafür verantwortlich machen. Schließlich hat sie dich betört oder war es umgekehrt. Wie kann man nur!“
„Niemand hat jemand betört. Es kam so. Sie ist jünger und ich mag sie.“
Er hält den Druck nicht mehr aus und schnappt sich eine Zigarette aus der Schachtel seiner Mutter. Dumpf stiert er, während er raucht.
Die Mutter denkt, er sieht dämlich aus.
Er denkt, die Mutter sieht dämlich aus. Vielleicht hatte sie ja auch schon?
„Pfff, ich mag sie. So ein dummes Geschwäz.“
„Hat sich nicht schon Vater an meiner Schwester vergangen? War das nicht euer Scheidungsgrund?“
Die Mutter schaut nach unten, nimmt einen tiefen Schluck aus ihrem Glas, dann schmeißt sie es auf den Boden. Das Glas zerspringt in Millionen Splitter.
„Tolle Inszenierung. Hast du noch mehr zu bieten, Mutter?“
„Hinterhältig bist du. Es stört mich, dass du so leise bist und dich nicht gegen die Schläge wehrst. Aber wie konntest du nur deiner eigenen Schwester zwei Kinder machen?“
„Es gehört einiges dazu, es in die Bildzeitung zu schaffen, aber du scheust ja anscheinend vor nichts zurück!“
Sie nimmt einen tiefen Schluck aus dem plumpen Wasserglas. Darin befindet sich ein Fusel der niedrigsten Sorte.
Der Sohn hält seine Hand in den Schritt, dann schaut er weg mit einem dummen Grinsen. Die Schläge merkt er schon lange nicht mehr. Er hat schon zurückgeschlagen. Klar. Aber es half nichts. Irgendwann hat er resigniert. Er schielt kurz auf die Schlagzeile und meint:
„Ach das. Es gibt schlimmeres.“
„Aber es ist das zweite Mal und jetzt erst wurde es entdeckt. Ich wusste davon nichts.“
Sie zündet sich eine Zigarette an. Die Küche ist jetzt in Qualm gehüllt.
„Was soll ich noch tun? Dich nochmal schlagen? Wird es dich davon abhalten?“
„Mutter, lass es einfach.“
„Wo ist die Brut? Weißt du nicht, dass das Idioten werden? Wie kannst du nur!“
„Das ist meine Sache. Ich kümmere mich. Besser als du.“
„Achso, jetzt bin ich wieder der Arsch! Du solltest mal deinen Vater dafür verantwortlich machen. Schließlich hat sie dich betört oder war es umgekehrt. Wie kann man nur!“
„Niemand hat jemand betört. Es kam so. Sie ist jünger und ich mag sie.“
Er hält den Druck nicht mehr aus und schnappt sich eine Zigarette aus der Schachtel seiner Mutter. Dumpf stiert er, während er raucht.
Die Mutter denkt, er sieht dämlich aus.
Er denkt, die Mutter sieht dämlich aus. Vielleicht hatte sie ja auch schon?
„Pfff, ich mag sie. So ein dummes Geschwäz.“
„Hat sich nicht schon Vater an meiner Schwester vergangen? War das nicht euer Scheidungsgrund?“
Die Mutter schaut nach unten, nimmt einen tiefen Schluck aus ihrem Glas, dann schmeißt sie es auf den Boden. Das Glas zerspringt in Millionen Splitter.
„Tolle Inszenierung. Hast du noch mehr zu bieten, Mutter?“
„Hinterhältig bist du. Es stört mich, dass du so leise bist und dich nicht gegen die Schläge wehrst. Aber wie konntest du nur deiner eigenen Schwester zwei Kinder machen?“