Der längere Atem
Verfasst: 02.04.2008, 19:50
Du warfst mir Wortketten in den Mund. Sie gingen direkt ins Hirn, aber die Ströme fanden keinen Empfänger. So als ob meine Synapsen versagt hätten.
Ich saß in deiner Küche und konnte nicht aufstehen. Ich hätte gehen sollen, denn mein Hirn brodelte in einem Tiefseefischuniversum vor sich hin. Ich setzte mir eine Mütze auf und rannte durch die Vogelscheiße an die Balustrade des Balkons. Deine Blubberworte als Hall direkt über meinen Augen.
Durch mein Rennen verjagte ich turtelnde Tauben. Vor Angst haben sie noch direkt vor mir geschissen. Ja, Scheiße. Was willst du mir eigentlich sagen? Ich verstehe es nicht. Ich habe mit deinem Geschäft nichts zu tun. Ich bin nur eine kleine Dichterin, die deinen langen Atem scheut.
Es gab einen Riß nach 10 langen Jahren und ich weiß nicht, ob ich bereit bin den Graben nocheinmal zu überbrücken. Mit den Jahren schwindet zusehends meine Kraft, gegen dich anzugehen, meine Seifenblasenträume verwirklicht zu sehen. Gegen meine zarten Träume schiebst du einen eisernen Riegel. Du bist der Zinnsoldat, der zwei Beine hat. Und ich bin die Ballerina in der Spieldose, die mit dem einen Bein. Du hast es immer noch nicht verstanden, dass ich anders bin.
Mein Anderssein stösst dir vielleicht auf wie eine scharfe Zwiebel nach einem fettigen Essen, aber du warst schon immer ein guter Verdauuer. Einer, der die Anderen an die Wand zu spielen vermag. Dir bleibt die Zwiebel nicht im Hals stecken, mich bringt sie fast um.
.....
Ich gehe zurück in die Küche. Du stehst immer noch da mit deinem Glas in der Hand. Nocheinmal die Frage. Es ist ein Ringen, wer den längeren Atem hat. Du gewinnst. Ich streiche die Segel und gehe Türen knallend. Diesmal hoffentlich endgültig. Aber wer weiß?
Ich saß in deiner Küche und konnte nicht aufstehen. Ich hätte gehen sollen, denn mein Hirn brodelte in einem Tiefseefischuniversum vor sich hin. Ich setzte mir eine Mütze auf und rannte durch die Vogelscheiße an die Balustrade des Balkons. Deine Blubberworte als Hall direkt über meinen Augen.
Durch mein Rennen verjagte ich turtelnde Tauben. Vor Angst haben sie noch direkt vor mir geschissen. Ja, Scheiße. Was willst du mir eigentlich sagen? Ich verstehe es nicht. Ich habe mit deinem Geschäft nichts zu tun. Ich bin nur eine kleine Dichterin, die deinen langen Atem scheut.
Es gab einen Riß nach 10 langen Jahren und ich weiß nicht, ob ich bereit bin den Graben nocheinmal zu überbrücken. Mit den Jahren schwindet zusehends meine Kraft, gegen dich anzugehen, meine Seifenblasenträume verwirklicht zu sehen. Gegen meine zarten Träume schiebst du einen eisernen Riegel. Du bist der Zinnsoldat, der zwei Beine hat. Und ich bin die Ballerina in der Spieldose, die mit dem einen Bein. Du hast es immer noch nicht verstanden, dass ich anders bin.
Mein Anderssein stösst dir vielleicht auf wie eine scharfe Zwiebel nach einem fettigen Essen, aber du warst schon immer ein guter Verdauuer. Einer, der die Anderen an die Wand zu spielen vermag. Dir bleibt die Zwiebel nicht im Hals stecken, mich bringt sie fast um.
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Ich gehe zurück in die Küche. Du stehst immer noch da mit deinem Glas in der Hand. Nocheinmal die Frage. Es ist ein Ringen, wer den längeren Atem hat. Du gewinnst. Ich streiche die Segel und gehe Türen knallend. Diesmal hoffentlich endgültig. Aber wer weiß?