Irgendetwas ist schiefgelaufen / Die moderne Frau
Verfasst: 05.05.2003, 16:14
Der Niedergang der tausendjährigen Macho-Erfolgsstory begann, als Frauen zwangsalphabetisiert wurden. Bereits im Jahre 1908 räumte man Frauen den freien Zugang an die Hochschulen ein. Schon 10 Jahre später durften sie zur Wahlurne gehen und wählen. Heute studieren sie Jura, Triebwerkstechnik oder Marketing. Männliche Inkonsequenz hat bedauerlicherweise dazu beigetragen, den Weg dorthin freizumachen, allen voran die Kreditabteilungen der Volksbanken. Nicht genug, dass Frauen inzwischen über eigenes Geld verfügen, nein, sie mischen sich penetrant in angestammte Domänen der Männer ein. Handwerkliche Dinge erledigen sie heutzutage selber. Im Notfall montieren sie in High-Heels, String und Strapsen Küchenoberschränke, reißen mit Bohrhämmern Estriche aus den Garagen, verlegen Starkstromleitungen und versetzen die Dachsparren ihres Hauses. Das letzte, was einem Mann heutzutage bleibt, ist selbstgekochtes Essen und ein heruntergekommener Haushalt.
Die moderne Frau hat Herd gegen Karriere, Schmutzwäsche gegen Beruf und eheliche Hingebungsbereitschaft gegen Inliner und Mountainbike mitsamt buntschillerndem Outfit eingetauscht. Abends kommt sie nicht pünktlich nach Hause, sondern macht Überstunden mit ihrem Abteilungsleiter. Der Vorwurf, in der Wohnung sähe es aus, wie bei Lehmanns unterm Teppich wird niedergeschmettert. Weist Mann darauf hin, dass Hausarbeiten schon seit Jahrhunderten Frauensache sei, wird er mit der bissigen Bemerkung zurechtgewiesen: „Ich bin doch nicht dazu da, deinen Dreck wegzuräumen!“ Diese Reaktion ist Ausdruck einer Rollenverweigerung, die soziologisch gesehen, Männern tiefgreifende Verhaltensneurosen bescherte und die meisten entweder in tiefe Agonie oder in die exogene Depression stürzte. Damit nicht genug. Der Mann muss sich abfällige Bemerkungen gefallen lassen, er tauge zu nichts und die Fahrprüfung vor 27 Jahren sei der einzige Erfolg in seinem Leben gewesen, auf den er noch heute mit Stolz zurückblicke.
Die ganze Tragik jener Entwicklung lässt sich an folgendem Beispiel ablesen. Bevor die Emanzen kamen, brauchten richtige Frauen nur ein Taschentuch fallen zu lassen, und schon rannten Kavaliere herbei und brachten sich beinahe um, nur um der Dame einen Dienst zu erweisen. Heute kann Sie einen ganzen BH verlieren, keiner rührt einen Finger. Frauen haben diese unselige Entwicklung erst provoziert, dann verinnerlicht und jetzt dressieren sie die Männerwelt. Die heutige emanzipierte Frau ist eine, die Sex vor der Ehe und danach einen Beruf hat. Beim Mann ist es eher umgekehrt. Er hat erst einen Beruf und dann keinen Sex mehr mit der Ehefrau. Trotzdem stellt dieser Sachverhalt für sie kein größeres Problem dar, den Mann so klein zu kriegen, dass temporär eine Kleinigkeit an ihm manchmal doch noch groß genug wird.
Soziologisch gesehen hat sich für die Männer die Welt dramatisch verändert. Anstatt Kinder zu gebären übernehmen immer mehr Frauen Führungspositionen in der Wirtschaft. Einige wenige flüchten ins Schöngeistige und wieder andere widmen sich ausschließlich ihrem Computer. Bis zum dreißigsten Lebensjahr verläuft alles normal, dann beginnt der Countdown. Erst beginnen sie mit ihrem Therapeuten ein Verhältnis, danach schließen sie sich obskuren Frauenbewegungen an. Nach einer gewissen Karenzzeit orientieren sie sich am richtigen Leben, reißen Männer auf, die zehn Jahre jünger sind, als sie selbst. Mit vollendetem 35.sten Lebensjahr belegen sie zur Weiterentwicklung der Persönlichkeit Tai-Chi-Seminare, buchen Reisen in die Karibik und fahren schwere Motorräder.
Fragt man heutzutage Männer, was sie am glücklichsten macht, antworten immerhin noch 27 %, es seien die Frauen. Die anderen 73% haben eine. Sie nennen Alternativen wie Auto, Fußball, Stammtisch oder Flaschenbier. Undank ist der Welt Lohn. Haben wir Männer für diese wunderbaren Frauen nicht vorbildlich gesorgt? Haben wir ihnen nicht Sicherheit und all die Liebe gegeben, die wir aufbringen konnten? Haben wir ihnen nicht schicke Einbauküchen geschenkt, Waschmaschinen und Staubsauger gekauft, Häuser mit Garten auf Kredit erworben, Rasenmäher und passende Gerätschaften angeschafft? Dachten wir Männer nicht an ihren Geburtstagen, an Weihnachten und zu Ostern angestrengt darüber nach, wie wir ihr Freude machen konnten? Verständnislosigkeit schlug uns entgegen, wenn wir ihr einen sündhaft teuren Schnellkochtopf zu Füßen legten oder ihr stolz den neuen Spaten für den Garten überreichten. Hatten jene geheirateten Ehefrauen nicht selbst darüber geklagt, dass endlich das Blumenbeet umgegraben werden müsse?
Was ist nur plötzlich in die Frauen gefahren? Nach vieljähriger Ehe werfen sie einem unvermittelt die Brocken vor die Füße, nur weil man mehrere Monate nicht mehr mit ihnen geschlafen hat. Dabei sind gewisse Ermüdungserscheinungen und Abstinenz nachvollziehbar, wenn man den Umstand berücksichtigt, dass wir Männer bislang schwer gearbeitet haben, um Wohlstand und Geborgenheit zu sichern. Nebenbei bemerkt, immerhin beruht die fleischliche Zurückhaltung während einer sogenannten Dauer-Ehe (ab 5 Jahre) meist auf Gegenseitigkeit. Oft genug, so ist zu hören, entziehen sich die Ehefrauen kurz nach der Eheschließung den schmutzigen Berührungen ihrer Gatten, was aus Sicht der meisten Männer nicht weiter schlimm ist. Denn in dieser Hinsicht gibt es nach kurzer Zeit ohnehin nichts mehr, was noch von größerem Interesse wäre. Jedermann weiß, dass nach einigen Jahren das heimische Angebot in Sachen Erotik schal und abgestanden ist. Aber anstatt sich um ihre Ehemänner zu bemühen und deren Lust wieder zu erwecken, vergiften sie die Atmosphäre mit abfälligen und bösartigen Blicken. Wen wundert es, wenn wir uns in die völlige Kopulations-Abstinenz flüchten.
Es ist hinreichend bekannt, dass Frauen zur Ungerechtigkeit neigen, ja zuweilen sogar zickig werden, wenn sie der Meinung sind, Männer seien in der Ausübung der ehelichen Pflicht zu schlapp. Man wirft uns vor, wir seien phantasielose Geschöpfe, hätten nicht genügend Einfühlungsvermögen, zeigten keinerlei Kreativität beim Verkehr und wüssten nicht, was sich Frauen diesbezüglich wirklich wünschten. Die aufopfernde Bereitschaft, nach einem schweren Arbeitstag die Liebste mit einem Quicky zu beglücken, wird mit völligem Unverständnis quittiert. Man blickt in vernichtende Mienen, weil „Mann“ abends keine Lust verspürt, den Kamasutra in all seinen Varianten vollständig durch zu exerzieren. Ehemännern sei an dieser Stelle geraten, auf der Hut zu sein. Beginnt sie eines Tages über Migräne zu klagen, ist es an der Zeit, sich entweder von der Freundin oder dem Sportwagen zu trennen. Ich bin der festen Überzeugung, an diesem neuen Zeitgeist ist nur die SPD schuld und wir Männer sind die bedauernswerten Opfer.
Die ehemals angebeteten Ehefrauen haben ein Erinnerungsvermögen, das jenes der Elefanten bei weitem übertrifft. Sie rufen alles, was gegen den Ehemann vorgebracht werden kann, von ihrer Speicherplatte ab. Selbst Nichtigkeiten, die Jahre zurückliegen und die wir längst vergessen glaubten, werden in Sekundenschnelle abgerufen. Zur Not liefern sie den Männern jahrelange und nervenzerfetzende Grabenkämpfe, weil er am 17 Januar 1987 ihren Namenstag vergessen hatte. Dabei spielt es gar keine Rolle, ob wir die Dame zu diesem Zeitpunkt bereits kannten oder nicht. Es ist Grund genug, ihm dieses Versäumnis eines Tages heimzuzahlen.
Wie aus heiterem Himmel erhält man ein Anwaltsschreiben, in dem wortreich ausgeführt wird, man habe die Gattin vernachlässigt und sie sei wegen zugefügter seelischer Grausamkeit in eine neue Wohnung umgezogen. Das niedliche Appartement sei natürlich sehr teuer und der kleine Nebenverdienst reiche nicht aus, um den eigenen Lebensunterhalt zu bestreiten, ganz zu schweigen von den Nebenkosten. Man habe ab sofort für den Unterhalt der uns bekannten Dame zu sorgen, den neuen Mercedes samt Papieren und Schlüssel in der Kanzlei zu hinterlegen und die offenen Rechnungen für die letzten Batiklehrgänge zu begleichen. Gleichzeitig treiben sie es heimlich mit ihren Rechtsanwälten und hetzen sie gegen uns auf. Die Folge: Ehemänner erhalten Schmähbriefe aus Anwaltsbüros und zahlen überdies das Vergnügungshonorar des gegnerischen Winkeladvokaten.
Zeitgleichbegeben sie sich Internet auf die Suche nach einem Passenden Ersatz.
Im allgemeinen wird der "herkömmliche Mann" gesucht. Treu, fleißig, zuverlässig und in gesicherten Verhältnissen lebend. Mit anderen Worten, der farblose Langweiler. Die gängige Umschreibung hierfür lautet: "Mit beiden Beinen im Leben stehend." Als ob die überwiegende Mehrheit der Männer auf einem Bein herumhüpfte. Groß, schlank und dunkelhaarig soll er sein, mit Broncehaut und sehnsuchtsvollen Augen, - haselnussfarben versteht sich -, der wahrhaftige Mr. Right! Frau wünscht sich einen frisch gewaschenen Adonis, den herben Duft von „Irish Moos“ verbreitend und sauberen Fingernägeln – wobei letzteres ja nicht negativ ist. Darüber hinaus wird Romantik, Einfühlungsvermögen und die Mindestgröße von durchschnittlich 1,82 verlangt. Altlasten sollte er ebenso an der Garderobe abgegeben haben. Unerwünscht sind fortschreitender Haarausfall, faltenreiche Physiognomien und bedauernswerte Sozialfälle. Nachdem die wesentlichen Attribute des Partnerschaftsanwärters aufgezählt sind, fehlt außer dem "Gebrauchs-Verstand" - ein Charakteristikum, die den "Traummann mit fundierter Halbbildung" vollkommen macht, nur noch eines: Omnipotenz und unablässige Kopulations-Bereitschaft, eine Mindestanforderung in Flirtlines und Partnerschaftsanzeigen.
Als wäre das nicht schon genug, wünschen sich besonders träumerische Frauen den gemeinsamen Pferdediebstahl. Erstens ist das Stehlen von Pferden strafbar. Zweitens, wohin mit all den Lipizzanern, Holsteinern, Lusitanos, Andalusiern, Friesen, Haflingern und Arabern, wenn das heimische Wohnzimmer nur 25 Quadratmeter hat und die Futterbeschaffung besonders in Großstädten auf logistische Probleme stößt. Trotzdem, auf der Hitliste aller Anzeigen steht der kinderliebe Latin-Lover mit Rundumausstattung und gesichertem Einkommen, – sozusagen der geländegängige Turbo-Ferrari mit Allradantrieb und pflegeleichter Plüschausstattung. Obwohl hinreichend bekannt ist, dass in Deutschland nur noch selten steinreiche Prinzen auf weißen Pferden durch die Gassen galoppieren, wird nach ihnen Ausschau gehalten, als müsse er jeden Moment um die Ecke biegen. Genau so gut könnten sie ihre Männer auch behalten , zumal nach kurzer Zeit alles wieder von vorne beginnt.
Die moderne Frau hat Herd gegen Karriere, Schmutzwäsche gegen Beruf und eheliche Hingebungsbereitschaft gegen Inliner und Mountainbike mitsamt buntschillerndem Outfit eingetauscht. Abends kommt sie nicht pünktlich nach Hause, sondern macht Überstunden mit ihrem Abteilungsleiter. Der Vorwurf, in der Wohnung sähe es aus, wie bei Lehmanns unterm Teppich wird niedergeschmettert. Weist Mann darauf hin, dass Hausarbeiten schon seit Jahrhunderten Frauensache sei, wird er mit der bissigen Bemerkung zurechtgewiesen: „Ich bin doch nicht dazu da, deinen Dreck wegzuräumen!“ Diese Reaktion ist Ausdruck einer Rollenverweigerung, die soziologisch gesehen, Männern tiefgreifende Verhaltensneurosen bescherte und die meisten entweder in tiefe Agonie oder in die exogene Depression stürzte. Damit nicht genug. Der Mann muss sich abfällige Bemerkungen gefallen lassen, er tauge zu nichts und die Fahrprüfung vor 27 Jahren sei der einzige Erfolg in seinem Leben gewesen, auf den er noch heute mit Stolz zurückblicke.
Die ganze Tragik jener Entwicklung lässt sich an folgendem Beispiel ablesen. Bevor die Emanzen kamen, brauchten richtige Frauen nur ein Taschentuch fallen zu lassen, und schon rannten Kavaliere herbei und brachten sich beinahe um, nur um der Dame einen Dienst zu erweisen. Heute kann Sie einen ganzen BH verlieren, keiner rührt einen Finger. Frauen haben diese unselige Entwicklung erst provoziert, dann verinnerlicht und jetzt dressieren sie die Männerwelt. Die heutige emanzipierte Frau ist eine, die Sex vor der Ehe und danach einen Beruf hat. Beim Mann ist es eher umgekehrt. Er hat erst einen Beruf und dann keinen Sex mehr mit der Ehefrau. Trotzdem stellt dieser Sachverhalt für sie kein größeres Problem dar, den Mann so klein zu kriegen, dass temporär eine Kleinigkeit an ihm manchmal doch noch groß genug wird.
Soziologisch gesehen hat sich für die Männer die Welt dramatisch verändert. Anstatt Kinder zu gebären übernehmen immer mehr Frauen Führungspositionen in der Wirtschaft. Einige wenige flüchten ins Schöngeistige und wieder andere widmen sich ausschließlich ihrem Computer. Bis zum dreißigsten Lebensjahr verläuft alles normal, dann beginnt der Countdown. Erst beginnen sie mit ihrem Therapeuten ein Verhältnis, danach schließen sie sich obskuren Frauenbewegungen an. Nach einer gewissen Karenzzeit orientieren sie sich am richtigen Leben, reißen Männer auf, die zehn Jahre jünger sind, als sie selbst. Mit vollendetem 35.sten Lebensjahr belegen sie zur Weiterentwicklung der Persönlichkeit Tai-Chi-Seminare, buchen Reisen in die Karibik und fahren schwere Motorräder.
Fragt man heutzutage Männer, was sie am glücklichsten macht, antworten immerhin noch 27 %, es seien die Frauen. Die anderen 73% haben eine. Sie nennen Alternativen wie Auto, Fußball, Stammtisch oder Flaschenbier. Undank ist der Welt Lohn. Haben wir Männer für diese wunderbaren Frauen nicht vorbildlich gesorgt? Haben wir ihnen nicht Sicherheit und all die Liebe gegeben, die wir aufbringen konnten? Haben wir ihnen nicht schicke Einbauküchen geschenkt, Waschmaschinen und Staubsauger gekauft, Häuser mit Garten auf Kredit erworben, Rasenmäher und passende Gerätschaften angeschafft? Dachten wir Männer nicht an ihren Geburtstagen, an Weihnachten und zu Ostern angestrengt darüber nach, wie wir ihr Freude machen konnten? Verständnislosigkeit schlug uns entgegen, wenn wir ihr einen sündhaft teuren Schnellkochtopf zu Füßen legten oder ihr stolz den neuen Spaten für den Garten überreichten. Hatten jene geheirateten Ehefrauen nicht selbst darüber geklagt, dass endlich das Blumenbeet umgegraben werden müsse?
Was ist nur plötzlich in die Frauen gefahren? Nach vieljähriger Ehe werfen sie einem unvermittelt die Brocken vor die Füße, nur weil man mehrere Monate nicht mehr mit ihnen geschlafen hat. Dabei sind gewisse Ermüdungserscheinungen und Abstinenz nachvollziehbar, wenn man den Umstand berücksichtigt, dass wir Männer bislang schwer gearbeitet haben, um Wohlstand und Geborgenheit zu sichern. Nebenbei bemerkt, immerhin beruht die fleischliche Zurückhaltung während einer sogenannten Dauer-Ehe (ab 5 Jahre) meist auf Gegenseitigkeit. Oft genug, so ist zu hören, entziehen sich die Ehefrauen kurz nach der Eheschließung den schmutzigen Berührungen ihrer Gatten, was aus Sicht der meisten Männer nicht weiter schlimm ist. Denn in dieser Hinsicht gibt es nach kurzer Zeit ohnehin nichts mehr, was noch von größerem Interesse wäre. Jedermann weiß, dass nach einigen Jahren das heimische Angebot in Sachen Erotik schal und abgestanden ist. Aber anstatt sich um ihre Ehemänner zu bemühen und deren Lust wieder zu erwecken, vergiften sie die Atmosphäre mit abfälligen und bösartigen Blicken. Wen wundert es, wenn wir uns in die völlige Kopulations-Abstinenz flüchten.
Es ist hinreichend bekannt, dass Frauen zur Ungerechtigkeit neigen, ja zuweilen sogar zickig werden, wenn sie der Meinung sind, Männer seien in der Ausübung der ehelichen Pflicht zu schlapp. Man wirft uns vor, wir seien phantasielose Geschöpfe, hätten nicht genügend Einfühlungsvermögen, zeigten keinerlei Kreativität beim Verkehr und wüssten nicht, was sich Frauen diesbezüglich wirklich wünschten. Die aufopfernde Bereitschaft, nach einem schweren Arbeitstag die Liebste mit einem Quicky zu beglücken, wird mit völligem Unverständnis quittiert. Man blickt in vernichtende Mienen, weil „Mann“ abends keine Lust verspürt, den Kamasutra in all seinen Varianten vollständig durch zu exerzieren. Ehemännern sei an dieser Stelle geraten, auf der Hut zu sein. Beginnt sie eines Tages über Migräne zu klagen, ist es an der Zeit, sich entweder von der Freundin oder dem Sportwagen zu trennen. Ich bin der festen Überzeugung, an diesem neuen Zeitgeist ist nur die SPD schuld und wir Männer sind die bedauernswerten Opfer.
Die ehemals angebeteten Ehefrauen haben ein Erinnerungsvermögen, das jenes der Elefanten bei weitem übertrifft. Sie rufen alles, was gegen den Ehemann vorgebracht werden kann, von ihrer Speicherplatte ab. Selbst Nichtigkeiten, die Jahre zurückliegen und die wir längst vergessen glaubten, werden in Sekundenschnelle abgerufen. Zur Not liefern sie den Männern jahrelange und nervenzerfetzende Grabenkämpfe, weil er am 17 Januar 1987 ihren Namenstag vergessen hatte. Dabei spielt es gar keine Rolle, ob wir die Dame zu diesem Zeitpunkt bereits kannten oder nicht. Es ist Grund genug, ihm dieses Versäumnis eines Tages heimzuzahlen.
Wie aus heiterem Himmel erhält man ein Anwaltsschreiben, in dem wortreich ausgeführt wird, man habe die Gattin vernachlässigt und sie sei wegen zugefügter seelischer Grausamkeit in eine neue Wohnung umgezogen. Das niedliche Appartement sei natürlich sehr teuer und der kleine Nebenverdienst reiche nicht aus, um den eigenen Lebensunterhalt zu bestreiten, ganz zu schweigen von den Nebenkosten. Man habe ab sofort für den Unterhalt der uns bekannten Dame zu sorgen, den neuen Mercedes samt Papieren und Schlüssel in der Kanzlei zu hinterlegen und die offenen Rechnungen für die letzten Batiklehrgänge zu begleichen. Gleichzeitig treiben sie es heimlich mit ihren Rechtsanwälten und hetzen sie gegen uns auf. Die Folge: Ehemänner erhalten Schmähbriefe aus Anwaltsbüros und zahlen überdies das Vergnügungshonorar des gegnerischen Winkeladvokaten.
Zeitgleichbegeben sie sich Internet auf die Suche nach einem Passenden Ersatz.
Im allgemeinen wird der "herkömmliche Mann" gesucht. Treu, fleißig, zuverlässig und in gesicherten Verhältnissen lebend. Mit anderen Worten, der farblose Langweiler. Die gängige Umschreibung hierfür lautet: "Mit beiden Beinen im Leben stehend." Als ob die überwiegende Mehrheit der Männer auf einem Bein herumhüpfte. Groß, schlank und dunkelhaarig soll er sein, mit Broncehaut und sehnsuchtsvollen Augen, - haselnussfarben versteht sich -, der wahrhaftige Mr. Right! Frau wünscht sich einen frisch gewaschenen Adonis, den herben Duft von „Irish Moos“ verbreitend und sauberen Fingernägeln – wobei letzteres ja nicht negativ ist. Darüber hinaus wird Romantik, Einfühlungsvermögen und die Mindestgröße von durchschnittlich 1,82 verlangt. Altlasten sollte er ebenso an der Garderobe abgegeben haben. Unerwünscht sind fortschreitender Haarausfall, faltenreiche Physiognomien und bedauernswerte Sozialfälle. Nachdem die wesentlichen Attribute des Partnerschaftsanwärters aufgezählt sind, fehlt außer dem "Gebrauchs-Verstand" - ein Charakteristikum, die den "Traummann mit fundierter Halbbildung" vollkommen macht, nur noch eines: Omnipotenz und unablässige Kopulations-Bereitschaft, eine Mindestanforderung in Flirtlines und Partnerschaftsanzeigen.
Als wäre das nicht schon genug, wünschen sich besonders träumerische Frauen den gemeinsamen Pferdediebstahl. Erstens ist das Stehlen von Pferden strafbar. Zweitens, wohin mit all den Lipizzanern, Holsteinern, Lusitanos, Andalusiern, Friesen, Haflingern und Arabern, wenn das heimische Wohnzimmer nur 25 Quadratmeter hat und die Futterbeschaffung besonders in Großstädten auf logistische Probleme stößt. Trotzdem, auf der Hitliste aller Anzeigen steht der kinderliebe Latin-Lover mit Rundumausstattung und gesichertem Einkommen, – sozusagen der geländegängige Turbo-Ferrari mit Allradantrieb und pflegeleichter Plüschausstattung. Obwohl hinreichend bekannt ist, dass in Deutschland nur noch selten steinreiche Prinzen auf weißen Pferden durch die Gassen galoppieren, wird nach ihnen Ausschau gehalten, als müsse er jeden Moment um die Ecke biegen. Genau so gut könnten sie ihre Männer auch behalten , zumal nach kurzer Zeit alles wieder von vorne beginnt.